Hinweis: Schilder in Irland Im Gegensatz zu Deutschland wartet Irland mit einer Fülle von (Straßen-)Schildern auf, die eigentlich nur drei Reaktionen bzw. Gedanken hervorrufen können: 1.) Seltenster Fall: das Schild ist eindeutig 2.) Erster Gedanke beim Anblick des Schildes: "Aha. Naja, dann wird das wohl so sein." 3.) Lautes Gelächter
Schilder in Irland sind so eine Sache für sich, das betrifft insbesondere Straßenschilder. Wie wohl auch viele andere Irlandreise bestätigen können, sind irische Straßenschilder mehr als Vorschläge oder ungefähre Hinweise zu betrachten (wenn man sich den irischen Fahrstil anschaut, trifft das wohl auch auf Geschwindigkeitsbegrenzungen zu). Ich erinnere mich noch gut an unsere Suche nach Deserted Village auf Achill Island im Mai 2003, wo wir auf der Suche danach eine Stunde im Kreis gefahren sind - natürlich immer dem Straßenschild nach, dass jedoch - so stellte sich später heraus - irgendein Scherzkeks in eine andere Richtung gedreht hat.
Grobe Hinweise sind jedoch auch Entfernungsangaben oder Schilder, die auf Orte verweisen, hierbei müssen sich Irlandbesucher folgende Fragen stellen: Zeigt das Schild in die richtige Richtung? Gibt es den Ort noch oder gab es ihn jemals? Sind die Entfernungsangaben auf dem Schild Meilen oder Kilometer (abgesehen davon, dass die Angaben eh so gut wie nie stimmen)? Wer sich davon aber nicht beeindrucken lässt und selbstsicher ungewollt falsch fährt, sollte sich nicht ärgern - bei solchen Gelegenheiten entdeckt man oftmals Orte, die man sonst nie er-"fahren" hätte.
Unglaubliches Staunen und lautes Gelächter lösen ebenfalls viele Schilder aus, wie z.B. das Überholverbotsschild auf einem einspurigen Feldweg oder das "Wait for Green"-Schild" an einer roten Ampel; auch so manche Panik und Unsicherheit erkennt man an sich selber bei Schildern wie "Test your Breaks" (sinnigerweise kurz vor der Klippe aufgestellt; als wenn es dann nicht schon zu spät wäre...). Schilder, die auf ein Gefälle hindeuten, sollte man lieber ernst nehmen, auch wenn viele im ersten Moment spektakulärer aussehen, als das Gefälle dann letztendlich ist; denoch verbirgt sich hinter so manchem "Achtung Gefälle"-Schild eine kleine Überraschung in Form einer straßenbaulichen Meisterleistung, die die Bremse des Wagens aufs Äußerste strapazieren kann.
In Staunen und Verwirrung versetzt wird man desöfteren in "Gaeltacht"-Gebieten, in denen die irische Muttersprache hoch im Kurs steht und die Schilder dementsprechend angepasst wurden; welcher unerfahrene Tourist vermutet schon hinter dem dem Straßenschild "An Cheathrú Rua - 6 KM" in 6 KM Entfernung den auf der Karte als "Carraroe" verzeichneten Ort?
Ebenfalls teilweise sehr amüsant sind die häufig anzutreffenden Schilder von Immobilienmaklern; anscheinend wird in Irland alles verkauft, das nicht niet- und nagelfest ist: Schlösser, Burgen, verfallene Häuser und natürlich auch mal ein kompletter Konvent (Schild gefunden in Skibbereen). Wer grad das nötige Kleingeld dabei hat, der kann ja auch gleich zuschlagen...
Insgesamt gesehen sind irische Schilder ein stetiger Quell der Erheiterung auf einer Fahrt durch ein landschaftlich wunderschönes Land; und wer sich nicht abschrecken und ärgern lässt von bedrohlichen Warnhinweisen und Straßenschildern, die einen komplett in die Irre führen, der wird seinen Urlaub dadurch nur bereichert sehen.Von Basti 1 Eintrag im Gästebuch von Basti weitere Hinweise
| Achill Island, Nützlicher Hinweis
 © Basti Irland, Auto ins Wasser
 © Basti Irland, Gälisches Schild I
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