Sehenswürdigkeit: Pura Pasar Agung Tempel Tour zum Pura Pasar
Bei unserem Bali Urlaub im Mai/Juni 2003 besuchten wir, den bei Touristen wohl noch nicht so bekannten, Pura Pasar Agung. Natürlich deutlich kleiner als der Besakih Tempel, liegt er, ganz grob gesagt, rechts von ihm.
Allein schon die Anfahrt den Berg hinauf ist spektakulär, da die Straße oft sehr steil wird. Diese ist aber in sehr gutem Zustand, da sie wohl erst vor kurzem erneuert wurde.
Steil windet sich die enge, kurvige Straße nach oben und man hat manchmal das Gefühl, das Auto müsste jeden Moment umkippen oder der Herausforderung nicht mehr gewachsen sein. Dadurch braucht man, natürlich abhängig von der Stärke des Fahrzeuges, einige Zeit bis man das Ziel, hoch über den Wolken erreicht hat. Wenn auch durch die Wolken, meistens null Sicht auf das Land unter uns herrschte, außer wenn sie manchmal kurz aufrissen, boten sie doch einen atemberaubenden Anblick. Die Wolken rasten regelrecht an und über einem vorbei. Teilweise zogen sie mitten durch den Tempel und blieben manchmal regelrecht hängen. Ein nur sehr schwer zu beschreibender Anblick bot sich uns damit.
Eine sehr steile Treppe, mit etwa dreihundert Stufen, führte dann das letzte Stück zum allerheiligsten Bereich hinauf. Dann lag der Tempel in seiner beeindruckenden Pracht vor uns. Im Hintergrund wurde immer wieder der Blick, auf den weiter steil nach oben ragenden Mount Agung und seinen dichten Dschungel frei.
Eine gespenstische Stille herrschte hier oben und man hörte regelrecht das Blut in den Ohren rauschen. Der Anblick des Tempels, der hinrasenden Wolken und des Berges tat sein übriges. Nur schwer kann man es in Worten wiedergeben. Dieser Platz an dem sich der Tempel befand war jedenfalls gut gewählt worden.
Nach einer kurzen Nachfrage, durften wir dann auch noch in den Hauptkomplex des Tempels hinein. Natürlich auch hier nur mit Sarong und Eintritt will man zum betreten des Tempels auch nicht. Aber wie meistens freut man sich über eine Spende, die man gerne aufbringt.
Eine Familie war im Innenhof gerade beim beten. Fotos durften wir aber trotzdem machen, aber nur ohne Blitz und man mußte sich ruhig verhalten. Der innere Bereich des Tempels war nicht weniger beeindruckend als der Außenbereich.
Es dauerte eine geraume Weile, bis man sich aus der entstandenen Stimmung reißen konnte, um den Rückweg anzutreten. Der Rückweg mit dem Jeep war dann nicht weniger aufregend, als die steile Auffahrt zuvor.
Unterwegs wurde man des öffteren von fröhlichen Anwohnern winkend begrüßt, die wohl eher selten hier oben Touristen zu sehen bekamen. Für alle, die einsame Plätze ohne Touristengewimmel und nervige Verkäufer lieben, sollte der Pura Pasar Agung ein unbedingtes Muß sein.
Weitere Informationen in der Reisereportage Bali Urlaub 2003Von Marco Neidlein In das Gästebuch von Marco Neidlein schreiben weitere Hinweise
| Bali, Eingang zum Pura Pasar Agung
 © Marco Neidlein Bali, Kleiner Nebentempel beim Pura Pasar Agung
 © Marco Neidlein |