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Hinweis: Mit dem eigenen Auto nach Irland

Wer - wie ich - das das Fliegen nicht so gut verträgt, gerne mal längere Strecken mit dem Auto zurücklegt und auch kein Problem damit hat, sich fremden Strecken und "Autofahrer-Sitten" anzupassen, für den ist eine Fahrt nach Irland mit dem eigenen Auto (oder Motorrad) eine Option.
Motorradfahrer haben außerdem den Nachteil, dass es in der Republik Irland keinen Motorradverleih gibt, lediglich in Nordirland gibt es Motorräder zu verleihen.

Der obligatorische Weg nach Irland ist für die meisten Urlauber der mit dem Flugzeug; je nach Wohnort, Anzahl der Urlauber und Reise-Vorlieben kann aber auch das eigene Auto in Betracht kommen, wenn es darum geht nach Irland zu kommen.

Es gibt zwei Möglichkeiten zur Anfahrt nach Irland: die Direktverbindung von Frankreich aus und die sogenannte Landbridge mit der Anfahrt nach Großbritannien und von dort aus dann weiter über Wales nach Irland.
Die Direktverbindung beinhaltet eine längere Überfahrt (bis zu 20 Stunden) und man erreicht Irland im Süden, oftmals in Cork oder Rosslare. Die Landbridge führt z.B. nach Calais, dort per Fähre (Hoverspeed, P&O u.a.) nach Dover und weiter nach Wales. In Wales kann man dann weiter per Fähre nach Irland, Abfahrtshäfen sind Pembroke, Fishguard oder Holyhead.

Wer die schnellere Variante bevorzugt und sich nicht unnötig lange auf einer normalen Fähre aufhalten will, dem sei die Überfahrt mit dem Katamaran empfohlen. Von Calais aus kann man in ca. 40 Minuten per Hoverspeed nach Dover übersetzen, die normale Fährüberfahrt dauert ca. 1,5 Stunden. Von Holyhead aus fährt z.B. die Jonathan Swift von Irish Ferries nach Dublin, die Fahrt dauert ungefähr eine Stunde und vierzig Minuten; im Vergleich dazu dauert die normale Fährüberfahrt knapp 3,5 Stunden.

Die Preise für Fährüberfahrten sind recht moderat und halten sich im Rahmen; in diesem Jahr gibt es als ungefähre Größenangabe Hin- und Rückfahrt Calais-Dover für 150 Euro per Hoverspeed, die Fahrt von Holyhead nach Dublin und zurück kostet ca. 280 Euro per Schnellfähre von Irish Ferries. Dies sollen natürlich nur ungefähre Preisangaben sein, die richtigen Preise sind wie bei Flügen auch abhängig davon, wann man bucht und vor allem wo - es gibt sehr große Unterschiede bei den Preisen. Viele Anbeiter "schmeißen" einem die Fährüberfahrt fast kostenlos hinterher, dafür ist man aber z.B. verpflichtet, bei diesem Anbieter für eine Woche ein Cottage zu mieten oder ähnliches.
Sehr viele Urlauber fahren auch einfach auf "Gut Glück" an einen Fährhafen der Wahl und besorgen sich dort eine Überfahrt; diese Wahl ist natürlich möglich, aber in der Regel teurer als die Buchung vorab und besonders in der Hochsaison desöfteren mit längeren Wartezeiten auf den nächsten freien Fährplatz verbunden.

Bei der Anreise mit dem eigenen Wagen gibt es natürlich auch vorweg einiges zu erledigen; der Wagen sollte in gutem Zustand sein, vor allem Bremsen und Reifen; beides wird doch arg strapziert, da die Straßen auf der grünen Insel eine etwas andere Qualität haben als hier. Außerdem sollte man etwas Werkzeug, Öl, destilliertes Wasser etc. dabei haben und - sehr wichtig - unbedingt eine Warnweste besorgen, soweit ich informiert bin ist dies Pflicht in England und Irland.
Mit Sicherheit werden einige schon davon gehört haben, dass empfohlen wird in England und Irland den Scheinwerfer auf der Beifahrerseite abzukleben, damit der Gegenverkehr nicht geblendet wird; haben wir im Urlaub nicht gemacht, da wir unsere Fahrten nur tagsüber gemacht haben und der Wagen bei Einbruch der Dunkelheit immer stand - außerdem ist es in einem Pub Abends sowieso gemütlicher als im Auto, richtig? =)
Man kann z.B. Morgens per Hoverspeed nach Dover übersetzen, dann weiter bis nach Holyhead fahren, dort übernachten und am nächsten Tag die Fähre nehmen (oder wahlweise gleich nach Dublin übersetzen und dort übernachten) und so vermeiden, überhaupt im Dunkeln zu fahren. In Irland würde ich generell, egal ob Mietwagen oder eigenes Auto, davon abraten bei Dunkelheit zu fahren; wie oben erwähnt sind die Straßen teilweise recht abenteuerlich; also frühzeitig ein B&B besorgen und den Abend lieber mit ein paar kühlen Guinness verbringen, als sich des Nachts auf Irlands Straßen abzumühen.

Alles in allem nehmen sich - preislich gesehen - Flug oder Anfahrt per Fähre in meinen Augen recht wenig; im ersten Moment wirkt die Fähre etwas teurer, wer aber überschlägt, was Flug für zwei Personen und - als Beispiel - zwei Wochen Mietwagen kosten, der wird mit Sicherheit auch in ähnliche Preisregionen kommen, wenn nicht sogar - je nach Wohnort, Flughafen und Fluglinie - ein gutes Stück darüber liegen.

Wer also gerne Auto fährt, unterwegs auch noch etwas anderes als das Innere eines Flugzeuges sehen will und auch gern mal Fähre fährt, für den ist Irland mit dem eigenen Wagen zu erleben mit Sicherheit eine Alternative zum Fliegen.

Von Basti
1 Eintrag im Gästebuch von Basti

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Irland, Mit dem Auto nach Irland

© Basti

Irland, Mit dem eigenen Auto nach Irland

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Irland, Mit dem eigenen Auto nach Irland.

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