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Hinweis: Herzlich Willkommen im Ahrtal: Freizeittips und kurze Informationen.

Vor rund 300 Millionen Jahren schoben starke Erdkräfte den einstigen Meeresboden zu einem Faltenknäuel zusammen, und als vor 700.000 Jahren die Gegend sich zu heben begann, begrub sich die Ahr immer tiefer ins Gestein, fand den Weg zum Rhein und formte die heutige Landschaft. Die Erdgeschichte hat ihre Spuren nicht nur in Gestalt einer dramatischen Landschaft, sondern auch in der Vielfalt der Böden hinterlassen: Grauwacke Devonschiefer, Lößlehme und Verwitterungsmaterial vulkanischen Ursprungs wechseln und mischen sich hier. Die Ahr entspringt unter einem alten Fachwerkhaus mitten im Eifeldorf Blankenheim. Sie fließt, in engem Tal mit vielen Windungen, tief eingeschnitten in die Eifelberge, und nach 90 km nicht weit von Bonn in den Rhein. Das Ahrtal ist eines der schönsten Nebentäler des Rheines, in dem sich das nördlichste geschlossene Rotweinanbaugebiet Deutschlands befindet. Ob schon die Römer, die auch an der Ahr ihre Spuren hinterließen, Weinbau trieben, weiß niemand ganz genau. Urkundlich erwähnt ist es für das Jahr 770, und ein Verzeichnis der Abtei Prüm von 1222 belegt, dass sich das Anbaugebiet an der Ahr damals fast ebenso weit erstreckte wie heute. Das der aus vorwiegend roten Reben gewonnene Ahrwein später ausgerechnet unter der Bezeichnung >Ahrbleichart< bekannt wurde, hatte seinen Grund in der Art der Weinbereitung. Er war bleich, weil die Winzer ihn noch vor der Gärung kelterten. Aber nicht nur die wildromantische Landschaft mit den alten Dörfern, ihren Burgen und ihrem Wein zieht den Fremden ins untere und mittlere Ahrtal. Auch Kranke kommen hierher. 1856 nämlich entdeckte ein Kaufmann aus Ahrweiler einen Mineralbrunnen und warme Heilquellen, die aus drei Dörfern den internationalen Kurort Bad Neuenahr machten. Der Volksmund sagt: “Wer an der Ahr war und hat die Ahr gesehen, war nicht an der Ahr“. Wer aber nicht “nur“ dem Wein zuspricht, wird sich in dieses Fleckchen Erde verlieben. Herrliche Touren mitten durch die Weinbergterrassen des Rotweinparadieses bieten nicht nur phantastische Aussichten, sondern sie gewähren auch einen Einblick in eines der bekanntesten Rotweinanbaugebiete Deutschlands. Hier kann man dem Winzer bei der Traubenlese über die Schulter schauen und viele fleißige Hände bei der Arbeit beobachten. Wandern kann man aber nicht nur auf dem Rotweinwanderweg, unter anderem auch auf dem Ahr – Uferweg. Für Radler gibt es einen eigenen Weg am Fluss. Dadurch bieten sich verschiedene Routen: zum Beispiel der Hinweg durch die Weinberge und der Rückweg mit der Ahrtalbahn. Was die Ahr auf ihrem kurzen Weg so zu sehen kriegt, haben wir auf unserer Radtour von Ahrbrück nach Sinzig festgehalten.

Weitere Informationen in der Reisereportage Die Ahr – Weinlandschaft zwischen Eifel und Rhein

Von Karl-Heinz Mayer
27 Einträge im Gästebuch von Karl-Heinz Mayer

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Blankenheim, Ahrquelle

© Karl-Heinz Mayer


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