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Sehenswürdigkeit: Grabmal der Gräfin Katharina von der Marck in der Kirche St. Nikolaus in Mayschoß

Bei der Renovierung und inneren Neugestaltung der kath. Pfarrkirche St. Nikolaus in Mayschoß, die im Jahre 1979 abgeschlossen wurde, legte die geschichts- und kulturbewusste Gemeinde auch großen Wert auf die Denkmalpflege und die Erhaltung alter Kulturgüter. Außer verschiedenen noch gut erhaltenen barocken Ausstattungsgegenständen in der Kirche steht dort seit über 300 Jahren ein künstlerisch wertvolles Grabdenkmal, wie seinesgleichen im ganzen Ahrtal nicht mehr zu finden ist. Es ist das wunderbare, schwarze Marmor-Grabdenkmal der Gräfin Katharina von der Marck, Herrin zu Saffenburg, das ihr Gemahl im Jahre 1646 für sie errichten ließ. Von seinem unübersichtlichen Platz im rechten Seitenschiff, wo es seit dem Langhausneubau der Kirche im Jahre 1909 wegen einem fehlenden Seitenteil gegen die Außenwand der Kirche gestellt war, wurde es jetzt umgesetzt und hat einen guten, übersichtlichen Standort im Mittelschiff unter der Orgelempore und im nahen Bereich der beiden Kircheneingänge gefunden. Obwohl das Monument im Laufe des Jahrhunderts öfters seinen Platz gewechselt hat, überstand es doch alle Wirrnisse der Zeit und selbst, als im letzten Weltkrieg, im Jahre 1945, in unmittelbarer Nähe der Kirche Fliegerbomben einschlugen, blieben Kirche und Denkmal zum Glück fast unversehrt. Die durch Familien gestifteten schöngemalten Kirchenfenster fielen jedoch dem Bombenangriff zum Opfer. Was nun der kostbare Sarkophag der Nachwelt zu berichten und zu bedeuten hat, sagt eine lateinische Inschrift:Sie lautet in deutscher Übersetzung:
„Der erlauchte Herr, Herr Graf Ernst von der Marck und Schleiden, Baron in Lümay und Serein, Herr in Kerpen und Saffenburg u.s.w.. Erbvogt der Markgrafschaft u.s.w.. hat der erlauchten Herrin, der Gräfin Katharina von der Marck, seiner geliebtesten und treuesten Gemahlin, die ebenso sehr durch den Glanz ihrer Tugend wie durch ihre Lieblichkeit ausgezeichnet, einst am 30. Oktober 1645 zur größten Trauer aller gestorben ist, dieses Denkmal errichten und vollenden lassen im Jahre des Heiles 1646“.

Weitere Informationen in der Reisereportage Wandern durch das “Paradies der roten Traube“ von Mayschoß nach Marienthal

Von Karl-Heinz Mayer
27 Einträge im Gästebuch von Karl-Heinz Mayer

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Mayschoß, Hochgrab der Katharina von der Marck

© Karl-Heinz Mayer


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