Hinweis: Essen in Japan: preiswert und sehr gut Das Essen ist sicherlich einer der Höhepunkte einer jeden Japan Reise, und zudem viel preiswerter als sein Ruf. In einem Land, wo der Grossteil der Bevölkerung regelmässig 3-4-mal täglich auswärts isst, weil die Wohnungen weder über richtige Küchen noch über einen separaten Essplatz verfügen, kann auswärts essen gar nicht so teuer sein. Preiswerte, gepflegte und gute Lokale gibt es in Japan wirklich in Hülle und Fülle!
Dank dem viele Restaurants die angebotenen Schlemmereien als Plastikmodell in einem Schaukasten ausstellen, ist das japanische Schlaraffenland für Ausländer auch dort zugänglich, wo es keine Speisekarte mit Englischer Übersetzung gibt.
Die japanische Küche hat weit mehr zu bieten als Sushi (roher Fisch auf Klebreis, mit Sojasauce und Wasabipaste serviert), Sashimi (wie Sushi, aber ohne Reis), Tempura (Meerfrüchte & Gemüse in Teig frittiert), Tonkatsu (frittiertes Schweinefleisch) und Udon (Nudelsuppe). Restaurants bieten oft sogenannte „Bento Boxen“ an, worin eine Hauptmalzeit auch mal mit 40 verschiedenen kleinen Häppchen appetitlich serviert wird. Dies ist sicher eine perfekte Einführung in die japanische Küche.
In Japan gibt es viele kleine Restaurants, welche gute und günstige Mahlzeiten anbieten. Einfache Gerichte gibt es bereits für ¥ 400-700 (€ 2.40-4.20). Wenn man, wie dies die meisten Japaner machen, etwas mehr ausgibt, kriegt man am Mittag für ¥ 700 schon etwas recht Vielfältiges bei dem 3-4 Speisen geliefert werden, z.B. eine Udon Suppe, dazu Sashimi, Tempura und Reis. Sogar in Tokyos Stadtzentrum kriegten wir für ¥ 1’000 (€ 6.-) ein Abendessen bestehend aus Suppe, Salat, Vorspeise, einer Sushiplatte und einer kleinen Nachspeise. Wenn man bereit ist bis ¥ 2'000 (€ 12.-) auszugeben, kriegt man bereits eine grosszügige Platte (Bento Box) bestehend aus drei Dutzend kleinen japanischen Probierhäppchen (ein wahres Fest für Augen und Gaumen, das man nicht verpassen sollte).
Wer danach sucht, findet sicher auch Lokale wo ein Abendessen € 200.- pro Person kostet, diese sind aber eher für Geschäftsessen gedacht und als Ausländer kriegt man dort ohne Beziehungen oft gar keinen Einlass, genauso wie dort wo’s noch mehr kostet und die Speisen dafür von ein paar Geishas gereicht werden!
Schon zum kosten der vielen japanischen Schlemmereien reicht ein normaler Urlaub nicht aus, wenn Du aber mal Lust auf was „nicht-japanisches“ hast, gibt es auch Spezialitäten-Restaurants aus aller Welt. Vor allem die italienische und französische Küche ist bei Japanern extrem beliebt. All diese Lokale werden von Japanern geführt, welche für eine Weile im Ausland gelebt hatten. Sie machen genau das, wofür ihre Nation berühmt ist: sie kopieren die ausländischen Speisen so perfekt, dass es ein Einwanderer wohl kaum besser machen könnte. Die Speisekarte dieser Lokale ist oft in Japanisch und der Landessprache der Küche, aufgesetzt, was dort, wo es kein englisches Menü gibt, für sprachgewandte Europäer sehr hilfreich ist.
Italienische Teigwaren in sehr guter Qualität gibt’s für etwa ¥ 1’000 (€ 6.-). Ein italienisches Mehrgangmenü für zwei Personen, bestehend aus zwei Suppen, zwei Salaten, einem Rindfleisch Carpaccio, einem Camembert Fondue, einer Pizza, zwei Pasta Gerichten und zwei gemischten Nachspeiseplatten kostete uns ¥ 3’500 (€ 21.-).
Für ¥ 5’000 (€ 34) fanden wir ein authentisch gekochtes, französisches sieben-Gänge-Schlemmer-Menü.
Es gibt in Japan auch eine unglaubliche Auswahl an guten und preiswerten Bäckereien, Patisserien und Kaffeehäusern. Fast alles was wir uns nur vorstellen konnten, ist erhältlich: knuspriges Brot, leckere Torten, Schweizer „Vermicelles“ und viele andere Süssigkeiten. Und wiederum ist alles von den Japanern so perfekt kopiert, selbst die Deutschen und Französischen Namen der Konditoreien, die hier wahrscheinlich für Qualität bürgen sollen. Kaffe und Kuchen gibt’s ab etwa € 2.50, Sandwichs ab etwa € 1.80.
Vor vielen Restaurants muss man anstehen um einen Tisch zu kriegen. Meistens geht es aber viel schneller als man denkt und schon ist man drin. Zudem stehen jeweils Stühle vor dem Eingang bereit und man erhält bereits eine Speisekarte damit die Bestellung zügig aufgenommen werden kann, was manchmal gemacht wurde, bevor wir einen Tisch hatten. Übrigens: In Japan gibt man KEIN Trinkgeld.
Guten Appetit!
Von Brigitte & Heinz 5 Einträge im Gästebuch von Brigitte & Heinz weitere Hinweise
| Restaurant, lauter kleine Delikatessen
 © Brigitte & Heinz Restaurantauslage, Plastikmodell Sashimi Fisch
 © Brigitte & Heinz |