Hinweis: Die Naturschutzeule wurde 50 Jahre alt Förderverein Müritz – Nationalpark
Vereinsblatt Nr. 20
September 2000
Kurt Kretschmann, geboren am 2.März 1914, war 1950 Naturschutzbeauftragter im Kreis Oberbarnim bei Eberswalde. Er suchte damals nach einem eindrucksvollen Zeichen für Naturschutzgebiete und für Objekte, die schutzwürdig sind. Es sollte ein Zeichen sein, das die Leute anspricht, das jeder kennt und zu dem man eine Beziehung entwickeln kann. Kurt Kretschmann wählte die Waldohreule, diesen verschmähten und verleumdeten Vogel, der häufig an das Scheunentor genagelt wurde, als Todbringer verrufen.
Im Jahre 1954 wurde das 1. Naturschutzgesetz der DDR verabschiedet, an dessen Inhalt Kurt Kretschmann wesentlichen Anteil hatte. Das Symbol der Waldohreule wurde offizielles Symbol für den Naturschutz in der DDR. Im gleichen Jahr gründeten Karl Bartels und Kurt Kretschmann in Müritzhof bei Waren, am Ostufer der Müritz, die erste Lehrstätte für Naturschutz in Deutschland. Kurt Kretschmann leitete die Lehrstätte bis 1957. Von 1957 bis 1976 wurde sie von Wilhelm Linke und von 1976 bis 1992 von Dr. Martin geleitet.
Im Jahr 1990 ging von Ulli Messner der entscheidende Impuls aus, dieses Symbol für die ostdeutschen Schutzgebiete zu erhalten. Es kam von allen Seiten Zustimmung und das Eulenschild wurde für alle 16 Großschutzgebiete in Ostdeutschland ausgewiesen. 1992 beschloss die Umweltministerkonferenz der BRD dieses Symbol für ganz Deutschland einzuführen. Jeweils nach notwendiger Erneuerung des von Karl Duwe entwickelten dreieckigen Schildes mit dem Seeadler, sollten die 5 – eckigen Schilder mit der schwarzen Eule auf gelbem Grund angebracht werden.
Von Karl-Heinz Mayer 27 Einträge im Gästebuch von Karl-Heinz Mayer weitere Hinweise
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