Hinweis: Die Harznutzung Nadelbaumarten, die im Holzkörper ein System horizontal und vertikal verlaufender Harzkanäle besitzen, scheiden, wenn der Splint verletzt wird, Harz aus. Unter den heimischen Baumarten gehören dazu Kiefer, Fichte, Lärche und Douglasie. Im Bereich des Naturparkes wurde nur die Kiefer geharzt. Das nach außen gedrückte und aus der Verwundung herabrinnende Harz wird in der Fachsprache „Rohbalsam“ genannt. Zur Zeit der DDR betrieb man die Harzung sehr intensiv und mit hohem Aufwand. Die gemeine Kiefer ergibt 1 bis 1,5 kg Rohbalsam je Stamm und Jahr. Die für die Harzung vorgesehene Kiefern wurden im Winter bestandesweise gerötet. Dabei schabten die Harzer mit dem Bügelschaber, ein mit einer Ziehklinge bestücktes Handgerät, später mit einem akkubetriebenen Fräser, die grobe Borke ab. Eine etwa 3 mm dicke Rindenschicht blieb stehen. Auf diese Weise entstand die „Lachte“. Die Lachte sollte nicht über zweidrittel des Stammesumfanges hinausreichen, ein Drittel blieb als „Lebensstreifen“ ungeharzt. Mitten auf der Lachte wurde die senkrechte „Tropfrinne“ gerissen. An deren unterem Ende wurde der „Topfhalter“ aus Blech eingeschlagen und daran das Auffanggefäß für den Rohbalsam eingehängt.
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| Bei Dambeck im Müritz-Nationalpark, Geharzte Kiefer
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