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| Gehen Sie mit mir per Mausklick auf eine virtuelle Reise, die jedoch nur ansatzweise das vermitteln kann, was Sie tatsächlich dort erwartet. Nicht weit entfernt liegt eine wunderschöne Landschaft, die erwandert werden will. Herbstzeit ist Wanderzeit und die Tourismussaison ist noch lange nicht zu Ende. Die Sicht ist klar, die Temperaturen sind angenehm, und es stehen mir noch einige gute Wander-Wochen bevor, die ich nutzen will. |
 Für meine heutige Wanderung habe ich mir als Start und Ziel den Weinort Rech ausgesucht. Rech liegt im Zentrum eines ausgedehnten Wandernetzes. Seit 98 Jahren gibt es in Rech einen ausgesprochen günstig gelegenen Bahnhof. Von hier aus können Sie in alle Himmelsrichtungen wandern, sei es im Wald oder in den Weinbergen. Schon nach wenigen Schritten gelangen Sie in die Ortsmitte, auf den Rotweinwanderweg oder den neu angelegten Radweg. Nehmen Sie sich Zeit bei einem Besuch in diesem kleinen Weindorf und genießen den Recher Wein.
• Info • Länge:14,5 km • Dauer:ca. 4,5 Std. ohne Pausen • Profil:Durch Weinberge und Waldwege über den Rotweinwanderweg bis Altenahr - mehrfach leichte bis mäßige Steigungen, zurück über den Ahruferweg der Ahr entlang bis Rech.
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Blick auf Mayschoß mit der Saffenburg-Ruine im Vordergrund
Erwartungsvoll schultere ich meinen Rucksack und starte aus der Ortsmitte kommend, vorbei am Bahnhof von Rech und nehme die Straße „Am Herrenberg“ bergwärts, gehe an der ersten Abbiegung irrtümlicher Weise weiter geradeaus (weil hier der Schriftzug vom Rotweinwanderweg „RWW “oder auch das Traubensymbol nicht vorhanden war), und folge einem Serpentinenweg auf die Höhe in Richtung Sunghardt. Am Beginn des flachen Stücks biege ich links zum Waldrand zu einer Schutzhütte ab. Ich folge dem Fahrweg und halte mich stets links. Am Anfang des Mischwaldes mündet der Fahrweg in einen Trampelpfad. Von diesem gibt es immer wieder fantastische Ausblicke tief ins Ahrtal nach Mayschoß, zur Ruine Saffenburg und weit in die Eifel hinein. |
Blick auf Mayschoß
Der Blick aus 350 m Höhe ins Ahrtal entschädigt mich für diese ungeplante, morgendliche Einlage. Schließlich passiere ich den Schwedenkopf. Auf dem nunmehr leicht abwärts führenden Weg steht rechts ein Ehrenmahl. An der Weggabelung folge ich scharf links dem Schild nach Mayschoß. Der Weg führt aus dem Wald abwärts durch die Weinberge in Richtung Kirche. Von hier geht’s weiter quer durch die Weinberge Ahraufwärts über den berühmten Rotweinwanderweg Richtung Altenahr. |
Die Perle am Rotweinwanderweg
In sanften Windungen führt mich der Wanderweg über die Weinberglage Mönchberg. Nachdem man die letzten alten Mauern passiert hat, führt der Rotweinwanderweg durch ein Waldstück ein wenig ins Tal bis zur nächsten Weggabelung, an der eine Tafel auf weitere Wandermöglichkeiten hinweist. Am Hinweisschild (siehe nächstes Bild) ändert der Wanderweg seine Richtung nach rechts, und es beginnt ein Aufstieg durch den Wald in Richtung des Berges Ümerich. |
Wandern im Weinort Mayschoß
Wanderschuhe mit einer dicken Sohle sind für den weiteren Weg nach Altenahr von Vorteil, denn hier geht man über schwarzgebröckelten Schieferstein. Die eng zusammengedrängten Felsen des Ahrtals und den Zustrom von milder Luft vom Rhein sorgt heute morgen für ein brütendes Klima das mich ganz schön ins schwitzen bringt, denn die Sonne knallte vom blauen Himmel. Der Wein, ob Rot – oder Weißwein, verträgt die Temperaturen besser als ich und gedeiht wie man sieht hervorragend. Dieser Streckenabschnitt ist ausnahmsweise angenehm schattig, und da ich zuvor der Sonne schutzlos ausgeliefert war ist er eine willkommene Abkühlung. |
Östlicher, etwas flacherer Teil der Lage „Altenahrer Eck“
Nach weiteren 350 m macht der Wanderweg an der nächsten Kreuzung eine Richtungsänderung um 180° und führt etwa 800 m weiter ´durch den Wald den Berg hinauf. Kurz bevor er den Scheitelpunkt erreicht, führt ein Waldweg nach links zum Aussichtspunkt Ümerich ab. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf die bewaldeten Eifelberge, die steilaufragenden Felsen und die Flussschleife der Ahr, zwischen denen die Weinterrassen das romantische Bild abrunden. |
Blick nach Osten auf die Felspartie Ravenley
Weiter auf dem unbefestigten Rotweinwanderweg geht es durch die „Weinberglage „Altenahrer Eck“. Immer mehr Wanderer in kleinen und größeren Grüppchen kommen mir entgegen, mal mit Gesang und mal mit lautem Getöse was ganz und gar nicht zu dieser schönen Landschaft und meiner Stimmung passt. Sie kommen alle aus Richtung Altenahr und machen vermutlich Kegelklubausflüge oder gehören zu Busreisegesellschaften. |
Hinweis: Was man beim Wandern in den Weinbergen berücksichtigen sollte!Wer während der Traubenreife den Rotweinwanderweg begeht, sollte daran denken dass das Abpflücken einer einzelnen Traube von den Winzern nicht als eine Straftat angesehen wird, aber wenn dies von jedem Wanderer ausgeführt wird, summiert sich dies jedoch erheblich.
Des öfteren habe ich festgestellt, dass die Trauben von den Rebstöcken abgerissen wurden und nach dem probieren der Trauben festgestellt wurde das diese sauer sind, wurden sie nicht selten in größerer Menge einfach weggeschmissen.
Man sollte bei diesem Vorgehen immer an die Winzer denken, die das ganze Jahr über in den oft steilen Hängen ihre Arbeit verrichten.
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Blick auf die Weinberglage „Altenahrer Eck“
An dieser Stelle ist das Ahrtal sehr eng und die steilen Terrassen lassen sich nur schwierig bearbeiten, ein sehr schmales und z.T. steiles Tal, das keine maschinelle Weinlese erlaubt. Bei den Altenahrer Rebflächen handelt es sich überwiegend um Steillagen. |

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