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| Ich hatte schon 1994 und 1998 diese Tour gemacht, wenn auch einmal in die entgegengesetzte Richtung und auf einer etwas anderen Route. Gebucht hab ich die Reise bei Drifters, einem der größten südafrikanischen Overlandveranstalter (leider über eine österreichische Reiseagentur, das sollte noch teuer kommen. Die Bilder von deren MAN-Truck und die Schönheit der Länder sowie ein bißl Sehnsucht nach Afrika waren die Hauptmotive. |
Die Reise stand unter gar keinem guten Stern. Monatelang hab ich die Situation in Zimbabwe beobachtet und 14 Tage vor der Abreise ist dann auch noch die Reiseagentur in Konkurs gegangen. Da der Flug schon bezahlt war, von der Versicherung nicht wirklich viel zu erwarten, hab ich mich schweren Herzens entschlossen, den Reisepreis für die Tour ein zweites Mal zu bezahlen. Drifters ist mir ein bißl entgegengekommen und hat auf die Provision von 25% verzichtet die sonst die Reiseagenturen für die Buchung bekommen. Aufgrund einiger unglücklicher Umstände war ich gezwungen, auf die Anreise von Joburg nach VicFalls zu verzichten und mehr Tage in VicFalls zu verbringen. Am 16. März gangs dann also doch noch los. Ich bin mit dem Zug nach München und dann mit Airfrance über Paris nach Johannesburg. Nach einer Nacht im Drifters Johannesburg Inn gings wieder zum Airport und mit South African Airlines nach Victorian Falls. Der Flug ist nur ein Katzensprung von 1,5 Stunden. Ich hatte einen Fensterplatz und beim Anflug konnte man den aufsteigenden Rauch der Victoriafälle recht gut erkennen. |
Folklore-Tänzer
Vor der Einreise war mit etwas bange. Die Schlange beim Visumschalter war aber recht überschaubar und die haben für afrikanische Verhältnisse dort extrem effizient gearbeitet. Es hat kaum eine halbe Stunde gedauert bis ich die 20US$ zahlen durfte und dafür das Visum erhalten hab. Der Transport zum Drifters VicFalls Inn war vorbestellt und man hat mich auch schon erwartet. Das Zimmer war für den Preis doch eher etwas schäbig, Toilette und Bad am Gang, für eine Transafrika-Tour aber doch ein Rest von Luxus. Das Hotel liegt doch etwa drei Kilometer von der Ortsmitte entfernt und liegt im Nationalpark der den Ort umgibt. Eine andere Djoser-Gruppe war im Hotel abgestiegen und die Guides nahmen mich im Pick-up mit in den Ort. Mein erster Weg war ins Buchungszentrum. Ich hab gleich für den Abend für 40$ die Zambezi-Sundowning-Cruise und für nächsten Tag für 180$ einen Tagesausflug in den Chobe N.P. nach Botswana gebucht. Bezahlen kann man solche Ausflüge in VicFalls ausschließlich in US$ oder Rand cash da das Land ja keine eigene Währung mehr hat. |
Bootscruise am Sambesi
Es war das mein fünfter Besuch in VicFalls. Der letzte Besuch war allerdings 1998. Veränderungen waren kaum zu sehen außer daß von den Läden die Hälfte geschlossen waren und es mir auffiel, daß sehr viele Häuser leerstehen. Die Souvenierverkäufer waren damals schon lästig, inzwischen sinds wesentlich mehr und sie sind in VicFalls auch recht aggressiv und lästig. Ich hab in einer Kneippe eine Dose Zambezi Beer um einen Dollar getrunken und ließ mich dann mit dem Taxi zum Hotel zurückbringen. 5$ oder 50Rand für die zwei oder drei Kilometer sind zwar recht viel, aber Benzin ist knapp und daher teuer in Simbabwe. Um 4h kam wie bestellt der Bus und ich bin gemeinsam mit einigen von der Djoser-Gruppe zur Bootsanlegestelle gefahren. |
Hippo im Sambesi
Auch diese Tour war nicht neu für mich. Es ist immer ein bißl Risiko dabei, weil man nie weiß, wie der Sonnenuntergang werden wird. Wir wurde von einer Folklore-Tanzgruppe empfangen und sind dann den Fluß aufwärts gefahren. Ein im Gebüsch verstecktes Krokodil, ein paar Vögel und jede Menge Hippos waren zu sehen und gaben im letzten Abendlicht doch recht schöne Fotomotive. |
Sonnenuntergang am Sambesi
Neben der Djoser-Gruppe war auch ein größere Gruppe Japaner an Bord des Bootes und je tiefer die Sonne stand, desto schwerer wurde es, freie Aussicht aufs Motiv zu haben. An Bord des Schiffes gabs jede Menge Drinks und auch eine Kleinigkeit zu drinken. Es wurde einer dieser wunderschöner Sonnenuntergänge für die der Sambesi bekannt ist. Vielleicht Nicht so schön wie bei meinem ersten Besuch in VicFalls, aber fast. |
Sonnenuntergang am Sambesi
Gleich nach dem Sonnenuntergang hat das Boot wieder angelegt und schon kurz nach 6 waren wir wieder im Hotel. Natürlich ist das ganze ein reines Touristenspektakel und man kommt sich ein bißl deplaziert vor. Aber die Motive entschädigen dann. Leider hab ich bei meinem Einbeinstativ das Gewinde abgedreht und da ich mein Dreibein aus Gewichts- und Platzgründen daheimgelassen hab war klar, daß der Rest der Reise ohne Stativ stattfindet. |
Waran
Am nächsten Morgen um 7h wurde ich dann wie vereinbart von einem Kleinbus von Wild Horizons abgeholt. Am Weg wurden noch Mitreisende eingesammelt und es ging in einer schwachen Stunde zur Botswana-Grenze in Kuzungula. Für den Grenzübertritt war kein Visum erforderlich. Leider wurde aber wieder ein Einreisestempel in den Paß geklescht und schön langsam wurde mir angst und bang, ob der Platz in meinem Paß auch für die ganze Tour reichen würde. Nach dem Grenzübertritt sind wir in einen offenen Safari-Jeep umgestiegen. Schon bald waren wir in Kasane und sind zur mehr als feinen 5-Sterne Mowana-Lodge gefahren. |
Elefant am Fluß
Nach und nach sind die Leute eingetroffen, wir gingen runter zur Anlegestelle am Chobe River und die Bootstour flußaufwärts begann. Das rechte Ufer gehörte zum Caprivi-Streifen Namibias, das linke, dichter verbaute Ufer war Botswana. |

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