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Eine Reisereportage von Uschi Ertl

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Amerika sagt man ja nach, das Land ohne Kultur zu sein und manchmal ist man wirklich versucht, nach einem Stück Vergangenheit zu suchen, eben weil dieser Ruf voraus eilt.
Ybor City scheint da so ein historischer Grenzbezirk zu sein, vielleicht auch Floridas lateinisches Viertel mit Flamencotänzern. So fand ich ziegelstein-gezeichnete Gehwege und die majestätische Architektur der Zigarrefabriken, einzigartige Gebäude versehen mit wenigstens etwas Kultur und Geschichte, auch wenn Kubas Einfluss zu spüren ist und es nicht viel mit Amerika zu tun hat. Die handgerollte Zigarre prägt das Stadtbild und der Unterhaltungswert wird in vielen farbigen Lokalen bereitgestellt.
Mir persönlich gefiel es mehr in den weniger auf Tourismus ausgerichteten Vierteln, ich streifte durch die Wohnviertel Ybor Citys. Ich entdeckte die Slums und auch per sozialem Wohnungsbau errichtete neue Stadtteile. Ybor City ist zu 80 % fest in schwarzer Hand und verkörperte für mich so etwas wie Vergangenheit.

  Durchgangsstraße  

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Ybor City ist nicht wirklich als große Touristenmetropole bekannt und wird wohl eher nur von amerikanischen Badetouristen besucht, für die die abendliche Unterhaltung eine große Rolle spielt.


  Südstaatenflair  

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Ybor City finden Sie im oberen Drittel Floridas, an der Interstate 4 von Daytona Beach nach St. Petersburg, kurz vor Tampa.


  Garage Sale  

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In Ybor City angekommen stießen wir erst einmal zufällig auf einen der "garage sales". Amerikaner ziehen ja bekanntlich sehr gerne um und immer dann veranstalten viele von ihnen einen garage sale, bei dem sie versuchen, nicht mehr benötigte Einrichtungsgegenstände zu verkaufen.


  Ismail  

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Wir lernten dabei den hübschen Sohn der Verkäuferin kennen - Ismail. Er spielte mit seiner kleinen Schwester an der Straße, während seine Mutter fleißig war.


  Haustürenromantik  

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Manche Eingangsverandas erinnern stark an die Verandas von Key West. Und das nicht zu Unrecht, denn der Spanier Don Vicente Martinez Ybor verlegte seine Zigarrenfabrik 1886 von Key West nach Tampa, wohin ihm schließlich etwa 20000 Arbeiter (meist Kubaner und Spanier) folgten. Key West ist deutlich zu spüren.


  Kleine Wohnhäuser  

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Die Häuser Ybor Citys sind klein und zierlich, haben fast alle Verandas vor der Haustüre, wo sich die Bewohner gerne zur Ruhe sitzen und die Sonne genießen.


  Energieversorgung  

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Im hochtechnisierten Amerika findet man speziell in den südlichen Staaten noch immer ein oberirdisches Kabelgewirr - eigentlich fast unglaublich.


  Ybor Citys Jugend  

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Ybor City ist das lateinische Viertel Tampas, eigentlich nur ein Stadtteil Tampas und liegt im Nordosten des Stadtzentrums. Doch folgt man den Wegweisern dorthin, wirkt es wie eine eigene Stadt.






 

© Uschi Ertl, 14 Einträge im Gästebuch von Uschi Ertl





Leserkommentare:

Great photographs Uschi! I have wonderful memories of our photo tour through Ybor
City.(Verfasser: Kathy)

sehr gut

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