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Mit dem Fahrrad, das man in fast jedem Guesthouse oder Hotel mieten kann, erreicht man schnell das Wahrzeichen der Stadt, den That Luang. Es ist ein großer, goldener Stupa, der auf drei flachen, quadratischen Terassen ruht.Dieses Nationalheiligtum wurde von König Setthathirat über einen älteren Stupa aus dem 3. Jahrhundert errichtet. Auf dem Weg über die breite "Thanon Lane Xang", die am räsidentenpalast beginnt, kommt man am Siegestor, dem "Pratuxai" vorbei, das in Anlehnung an den Triumphbogen in Paris gebaut wurde. Im Revolutionsmuseum in der "Thanon Samsenthai", das eher ein Geschichts- und Kulturmuseum ist, erhält man einen Überblick über die Historie Laos. Es beginnt mit Waffen und Schlachtbildern aus der Aera Fürst Fa Ngum (13. Jhdt.), König Setthathirat und König Anou (18. Jhdt.), bis schließlich die Siamesen 1828 das Reich Viang Chan eroberten. Ende des 19. Jhdt. gelang es Frankreich die Herrschaft über das nun Laos genannte Protektorat zu übernehmen. Nach 1945 sahen sich die Franzosen dem Widerstand der Laoten entgegen. In vorderster Reihe der Kämpfer stand Kaysone Phomvihane, später Generalsekretär der laotischen kommunistischen Partei und Präsident von Laos. An seinem 75. Geburtstag am 13. Dezember wurden seine Verdienste in der einzigen und nur wöchentlich, erscheinenden Zeitung "Vientiane Times" nochmals gewürdigt. Das Schicksal Laos war vom Ausgang des ersten Indochinakrieges abhängig, bevor 1954 in Genf die Unabhängigkeit unterzeichnet wurde. Der heroisch dargestelllte Kampf gegen den US-Imperialismus, sowie einige Schautafeln zur wirtschaftlichen, sozialen und landwirtschaftlichen Entwicklung des Laos von heute beenden diesen Rundgang.
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Der Morgenmarkt ersetzt das Einkaufszentrum in Vientiane. Hier bekommt man Kleidung, Webstoffe, Plastik, Schmuck, Radio, Fernseher, Uhren, sowie laotisches Kunsthandwerk, wie Silberschmuck, Keramik oder Flechtwaren, Körbe, Köcher etc.Gegenüber liegt der Gemüse- und Obstmarkt, aber auch Nudeln und andere Lebensmittelkäufe kann man hier tätigen. Die Marktfrauen haben ihre Ware entweder auf dem Boden hockend oder an kleinen Ständen sorgsam aufgeschichtet, dargeboten. Hinter dem Morgenmarkt liegt der Busbahnhof.Es gibt nur einen einzigen Fahrkartenschalter und eine Schautafel von drei auf zwei Meter reicht aus, um alle Ziele und Buslinien zu erfassen. Ganz Laos hat nur ein Straßennetz von 2200 km asphaltierter Straße und keine Eisenbahn. 1996 wird die Bonner Entwicklungshilfe 25,5 Mio. Mark betragen, womit unter anderem ein Teil des Ausbaus der Straße Nr. 6, sowie regionale Programme, insbesondere die Entwicklung des Telekommunikationssystems unterstützt wird.Neben Vientiane gibt es nur zwei andere Regionen in Laos anzuwählen. Die Inhaber aller Telefone von Vientiane passen in ein Telefonbuch von weniger als hundert groß beschriebenen Seiten.
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Acht Uhr mogens, Busbahnhof. Während ich mir die Schautafel betrachte, tritt Mr. Nou Insyxiengmay neben mich, fragt, wohin ich fahre. Er bietet mir an, mich zu einem Hmong-Fest, einer der vielen ethnischen Volksgruppen in Laos, zu begleiten. In zwei Stunden fährt ein Bus, also verabrede ich, ihn später am Busbahnhof zu treffen. Rund eine Stunde ist der Bus nach Ban (Dorf) km 52 unterwegs. Vorbei am Flughafen und hinaus aus Vientiane über Land mit Reisfeldern, Palmenhainen, Teakbäumen und kleinen Teichen am Rande der Straße.Die Häuser der Dörfer stehen auf Pfählen, sind aus Holz oder Stein und tragen stroh- oder wellblechgedeckte Dächer.Vom Marktplatz im “Ban km 52” sind es nur einige Meter links hinüber zum Festplatz. Es ist ein große Kirmes. Die Hmong-Mädchen tragen Festtagsgewänder: schwarze Blusen, die purpur und silber bestickt sind, weißeFaltenröcke und Schärpen mit Blumen- und Rautenornamenten. Auch die Mädchen tragen zum Teil Krawatten, kombiniert mit einem ausladenden silbernen Schmuck vor der Brust. Auf dem Kopf haben sie violett-bestickte, zu einem Turban gewickelte Tücher oder einen fünfzackigen Hut aus festem Stoff.
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Hmong-Fest
Zum Hmong-Fest, das zum neuen Jahr gefeiert wird, tragen die Mädchen Festgewänder und prächtigen Silberschmuck |

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