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| Das Wandern und der Wein passen im Ahrtal gut zusammen. Der Frühherbst ist die schönste Jahreszeit zur Erkundung der mittleren Ahr. Das Ziel der meisten Wanderer ist der „Rotwein-Wanderweg“ der jetzt im September an sonnigen Wochenenden von Hunderten täglich „erstürmt“ wird. Um solches zu vermeiden, führt meine heutige Wanderung an diesen ausgetreten Wein-Pfaden vorbei. |
 •Info:
•Länge:13,5 km •Dauer:ca. 4 Std. - ohne Pausen •Profil:Schmale Fahrstraßen in den Orten, sonst Weinberg – und Waldwege: mehrfach leichte bis mäßige Steigungen beim Aufstieg aus den Bachtälern.
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Anreise in die Region
Siegburg: Am 10.9.2004 machte ich mich auf meiner Susi (Suzuki GN 250) auf den Weg in Richtung Bonn auf die Autobahn 565. Am Autobahn Kreuz Meckenheim folgte ich der Beschilderung „Altenahr“. Nach 2 km geht die BAB in die Bundesstraße 257 über, und auf der Kuppe vor der Kalenborner Höhe biege ich am Haus Schönberg an der Beschilderung (“Esch 2 km, Dernau 6 km) links ab. Das zweite Haus auf der rechten Seite direkt hinter dem Abzweig lohnt einen Stopp. Hier werden im Obsthof Kießling mehrfach prämierte Obstbrände angeboten. Nun folge ich dem Verlauf der Straße bis in den Ort Esch die am Ende in einen Engpass führt – hier ist höchste Vorsicht geboten. Dort führt rechts der Wegweiser nach Dernau über die schönste Stecke ins Ahrtal. Von weitem nicht zuerkennen, verbirgt sich im grün der Weinberge das was den Ruf des Ahrtals schon immer ausgemacht hat, süße Trauben die zu Rotwein werden.
Ich hatte gerade dieses Bild auf meinen Speicherchip gebracht als ein freundlicher Motorradfahrer aus Bonn anhielt um sich zu erkundigen ob was passiert ist, ob er mir helfen könne. Das ist mir in den letzten 10 Jahren zum ersten mal vorgekommen.. War es der schöne Septembermorgen, oder lag es an meiner Susi ? Egal, es hat mich auf jeden Fall gefreut und es beweist, dass die Hilfe unter den Motorradfahrern noch nicht gestorben ist.
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Wein & Fremdenverkehrsort
Am Waldesrand verbreitert sich die Landstraße - der alte Fahrweg auf der linken Seite wurde zum „Aussichtspunkt Sonderberg“ ausgebaut. Von einer Aussichtsempore genießt man einen tiefen Einblick in das Ahrtal, das sich hier zu einem breiteren Talkessel öffnet, an dessen unterem Ende Dernau liegt.
Das Wahrzeichen von Dernau, der gegenüber liegende Aussichtsturm auf dem Krausberg wurde von der Ortsgruppe des Eifelvereins Dernau errichtet und bietet eine großartige Fernsicht. Hier befindet sich auch das Wanderheim der Ortsgruppe Dernau. Es ist Sonntags und Feiertags und immer, wenn auf dem Turm die Eifelvereinsfahne weht, bewirtschaftet.
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Die Susi in Pose
Bevor ich mich jedoch ins Wandervergnügen stürze, machte ich noch schnell ein Erinnerungsfoto von meiner Susi und dem darunter liegenden Weinort Dernau mit der morgendlich aufgehenden Sonne. |
Blick auf den Weinort Dernau
Nach 43 gefahrenen Kilometern traf ich am Ausgangspunkt meiner heutigen Wanderung in der Ortsmitte von Dernau ein. Um 9:30 Uhr, alles im Rucksack verstaut, konnte es nun endlich losgehen. Vom Parkplatz überquere ich als erstes die Ahrtalbahn und anschließend die Ahr. Der Weg führt links am Winzerverein (1) in gemächlicher Steigung aus dem Ort und dann an der Ahrklause vorbei, einem Wander – Restaurant mit rustikaler Speisekarte. Rund 150 m nach dem Bebauungsende geht’s spitzwinklig rechts ab (1) (hier keine Beschilderung) weiter leicht ansteigend durch den Wald und später durch die Weinberge des südlichen Ahrufers am Abhang des Krausberges. Der Rückblick auf Dernau bietet mir wieder ein neues Gesicht auf den Weinort. |
Jodokus Kapelle, Erbaut vom “Verein Gemütlichkeit“ 1908
Fast eben geht es weiter in ein Seitental, dann fallend dem Bach folgend wieder durch den Wald. Nach 500 m wieder im Tal angekommen biege ich links ab, komme an der Jodokus Kapelle vorbei und folge dem ansteigenden Waldweg (bis zur Bank) dort links dem Fahrweg folgend. Bevor ich weiter gehe nutze ich die Gelegenheit mich nicht nur auf der Bank auszuruhen, sondern meine im Rucksack befindliche kurze Hose gegen meine Jeans auszutauschen, denn der Schweiß läuft mir mittlerweile nicht nur an der Stirn herunter. Da ich als Nichtraucher nicht so lange Pausen brauche geht es zügig weiter auf meiner Runde.
Folgende Worte fand ich in einem Buch in dem sich die Besucher der kleinen Kapelle eintragen können: Womit beginnt ein Weg von 10.000 Meilen ? Nun, mit dem ersten Schritt ................... In diesem Sinne also mutig ausgeschritten und: weiter geht’s ! Auf der Wanderung durchs Ahrtal oder auf dem Weg durchs Leben.
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Im Herzen des Ahrtals
Nach weiteren 700 m biegt der Hauptweg spitzwinklig links ab: ich gehe aber geradeaus (Hinweis „Rech) , nach 20 m vor einer technischen Versorgungsstation halbrechts in ein schmales Asphaltsträßchen (5) weiter. Leicht abfallend bringt mich der Weg zuerst durch ein Waldstück und danach wieder in die Weinberge von Rech. Wanderer und Naturfreunde wissen die Routen und Wege mit Blick auf den kleinen Ort Rech zu schätzen. |
Blick auf den gegenüberliegenden Weinberg Recher Blume
Hier oben über dem Ahrtal herrscht eine unsagbare Stille. Die ganze Zeit (von der Jodokus Kapelle an) wandere ich ganz alleine. Abseits des viel begangenen Rotweinwanderweges lassen sich hier die ruhigen Seiten des mittleren Ahrtals zwischen Dernau und Mayschoß entdecken. Auf einer einsamen Bank oberhalb von Rech lasse ich mich nieder um den wunderschönen Panoramablick auf den Ort Rech in mich aufzunehmen – diese Ruhe und Einsamkeit lasse ich auf mich wirken, sie spricht für sich. |
Bärenbrunnen
In Rech angekommen gehe ich hinter dem ersten Haus spitzwinklig rechts auf die Ortsstraße (4) und nach weiteren 250 m durch die Nollstraße zur Ortsmitte. Hinter der Kirche biege ich links ab in die Bärenbachstraße (1,2), die mich zu dem neu gestaltetem Bärenbrunnen bringt. Leider kann er mir wegen seines mickrigen Wasserlaufes keine Abkühlung verschaffen. Zwar verspricht mir auf einer Tafel der Straußenwirtschaft „Hof Bärenbach“ gegenüber verlockendes von Speis und Trank, aber wenn ich jetzt um 11:00 Uhr schon Pause mache (obwohl ich schon Lust drauf hätte) dann wäre meine Rundwanderung von heute bestimmt beendet – aber das wollte ich bei diesem schönen Sonnenschein mit den angenehmen Temperaturen noch jetzt im September auf keinen Fall. |

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