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Dunedin River Trail
Nun ging es das ganze lange Bergabstück wieder bergauf. So, jetzt noch den letzten steilen Anstieg hinauf. Nach sechs Stunden war ich zurück am Auto. Das erste, was ich sah, wenn ich zum Ende eines Trails kam, war mein gelbes Kanu auf dem Autodach. Es grüßte fein und teilte mir mit, dass ich es bald geschafft hatte. Da noch jede Menge Tag war, fuhr ich weiter an den Tetsa River. Die Wanderung, mit der ich ursprünglich starten wollte. Ich machte mich wanderfertig, öffnete die Autotür und schloss sie direkt wieder - es regnete. Der Tetsa River mochte mich nicht. |
Tetsa River Trail
Doch es war nur ein kurzer Schauer und trotz weiterer Wolken lief ich los. Ich marschierte durch einen dunklen Wald, als sich vor mir etwas noch dunkleres bewegte. Ein Schwarzbär. Ich rief ihm zu, dass er verschwinden solle und er kam dem prompt nach. Gleichzeitig bewegte sich was an einem Baum, ein Bärchen. Dahinter führte der Weg am Fluss entlang - genau wie der Highway. Wandern mit Verkehrslärm. Ein kurzer Anstieg zu einem Bergsattel und ich ließ den Zivilisationslärm hinter mir. Bergab ging es zu einem von Gras umgebenen Bergsee. |
Bergsee am Tetsa River Trail
Ich scheuchte acht bis zehn Raben und einen Weißkopfseeadler auf. Dann sah ich einen plattgewalzten Bereich im Gras, als ob etwas Schweres den Berge herunter gefallen sei. Meine nächste Entdeckung waren Knochen eines größeren Tieres an denen noch etwas Fleisch hing. Nun passte alles zusammen: Ein Grizzly hatte hier ein Schaf, Karibu oder gar einen Elch geschlagen und in den Wald hinauf geschleppt. Grizzlys mögen es überhaupt nicht, wenn irgendjemand ihrer Beute nahe kommt. Ich wusste nicht, wann das Ganze passiert war, aber mir schien es angeraten, diesen Ort schnellstmöglich zu verlassen. So schön war der See eh nicht. |
Bergsee am Flower Springs Trail
Ich kam zurück zu der Infotafel und da der Tag noch jung war, ging ich auch den Weg zum Satellitenturm. Die Steigung hielt sich in Grenzen und die Aussicht von oben war genial. Sowohl auf das riesige Bachbett des MacDonald Creeks, den Summit Lake und den Alaska Highway, als auch die Bergwelt. Wenn bloß das Gewummere des Dieselaggregats für den Turm nicht wäre. Das (Berg-)Karibu, das nicht weit dahinter stand, war wahrscheinlich schon taub. Aber ohne Turm kein Weg und ohne Weg kein Berti auf dem Berg. Zurück am Campground las ich einen Zettel, dass offenes Feuer verboten sei. Kaum regnete es mal ein paar Tage nicht ... |
Summit Lake
So, nach dem Training hat ich mir als letzten Hike im Stone Mountain Provinzpark den Aufstieg zum 2.126 Meter hohen Mount St. Paul aufbewahrt. Der Berg auf der anderen Seite hieß St. George. Als wenn diese komischen Heiligen jemals hier rum geklettert wären. Laut Wanderführer waren neuneinhalb Stunden für diese Wanderung einzuplanen, obwohl der nicht groß anders aussah, als der Trail zum Mount Haldane. Der Startpunkt lag erneut am Summit Lake, allerdings auf der anderen Seite des Highways. Es ging steil nach oben auf dem Grat entlang und trotzdem ich recht langsam ging, war ich nach zwei Stunden bereits auf dem Gipfel. |
MacDonald Creek
Der anstrengende Aufstieg hatte sich wirklich gelohnt, denn die Aussicht auf die Bergwelt der Northern Rockies war einmalig. Ich sah die Trails, die ich am Vortag gewandert war, den Summit Ridge und in das Tal des Dunedin Rivers. Dazu noch die bewaldeten Hügel gen Süden, die höheren, schroffen, von Schnee bedeckten Berge gen Norden (eine schmale Zinne mit Schnee sah aus, wie ein Teil vom St. Berti) und weit entfernt im Osten erhob sich ein großer Klotz, wahrscheinlich Teil der Nahanni Range. Im Westen nichts Neues. Der Summit Lake sah klasse aus, als würde kein viel befahrener Alaska Highway vorbei führen. Und da, am Campingplatz, strahlte mir gelb mein Kanu entgegen. |
Summit Peak
Da ich nun unendlich viel Zeit hatte machte ich es mir am Gipfelsteinhaufen in der Sonne gemütlich und nickerte anderthalb Stunden beziehungsweise genoss die Landschaft. Zurück ging ich einen anderen Weg, nämlich direkt vom Gipfel auf einem Grat gen Norden. Das hatte mir beim Aufstieg schon interessant ausgesehen und ich glaube, dass dieser Weg viel einfacher war. Nach anderthalb Stunden war ich wieder am Auto. Schnell das Gesicht von Schweiß und Sonnencreme befreit und dann verließ ich den Stone Mountain Park und mein herrliches Camp am Baba Canyon. |

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