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| Zur Nummer Zwei im Fünftausenderclub Mexikos |
Mexico City liegt inmitten des Vulkangürtels, der das Land in Norden und Süden teilt, auf über 2000 Metern Höhe. Ich war von einer Rundreise durch den Süden zurück, und stürzte mich erneut ins Gewühl der 17 Millionen Metropole. Es galt letzte Besorgungen zu treffen, bevor es losging, zur Trekkingtour auf den Popocatepetl. Von anderen Reisenden hatte ich gehört, dass sie den Aufstieg abbrechen mussten, die "soroche", die Höhenkrankheit hatte sie gepackt. Ich war trotzdem optimistisch, hatte ich mich doch schon einmal ohne Probleme am Tungurahua in Ecuador an 5000 Meter herangetastet. |
Ausgangspunkt ist Amecameca, ein Bus der Linie "Cristobal Colon" brachte mich am nächsten Morgen in diesen kleinen Marktort. Dort erstand ich noch ein halbes Dutzend Bananen, die beliebteste Mineralzufuhr für Sportler und suchte mir ein Taxi, hinauf nach Tlamacas. Da heute wenig Ausflügler unterwegs waren, kostete mich diese Fahrt 30 000 Pesos, es war niemand weit und breit mit dem ich mir das Taxi hätte teilen können. In Serpentinen hinauf zum Paso de Cortez rückt der "Popo"; der rauchende Berg, immer näher. Schließlich am Ziel der Fahrt, auf 3900 Metern, scheint der Berg zum Greifen nahe. Im "dormitorio" der Berghütte habe ich mir einen Schlafplatz zuweisen lassen, mein Gepäck abgestellt, und danach das Gelände erkundet. Die Vegetationsgrenze war nach wenigen Metern überschritten, übrig blieb eine graue, vulkanische Staubpiste bis hinauf nach "Tres Cruces" auf 4500 Metern. Ich versuchte mir den Weg genau einzuprägen, denn ich musste ihn heute Nacht, nur mit dem schwachen Licht einer Taschenlampe ausgerüstet, wiederfinden.
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Gemeinsam mit Robert, Armin und Ina aus Rosenheim und Nürnberg startete ich um drei Uhr früh die Tour. Im ersten Teilstück bis "Tres Cruces verloren wir gleich zweimal den Weg, kamen nach links und rechts vom direkten Pfad ab, es schien sich das Sprichwort: nachts sind alle Katzen grau, und Menschen haben keine Katzenaugen, zu bestätigen. Infolge dieses Zickzackkurses benötigten wir bis "Tres Cruces" die doppelte Zeit. Zur Belohnung erlebten wir an dieser Stelle einen wunderschönen Sonnenaufgang aus Richtung Puebla und dem Pico de Orizaba, der höchsten Erhebung Mexikos. |

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