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Der Tempel von Debod ist ein altägyptischer Tempel, der in Madrid wieder aufgebaut wurde.
Der Tempel wurde im heutigen Süden von Ägypten an den Ufern des Nils errichtet. Die nächste Ortschaft hieß Debod, woher der Tempel seinen Namen ableitete. In unmittelbarer Nähe befand sich die Heiligtum der Göttin Isis. Der Tempel von Debod bildete einen Teil dieser Heiligenstätte, obgleich er dem Gotteskult des Amun gewidmet war.
Der Bau des Assuan-Staudamms im Jahr 1960 brachte eine Reihe archäologischer Monumente der Nilregion in Gefahr geflutet zu werden. Daher erließ die UNESCO einen internationalen Aufruf zur Rettung des einzigartigen Kulturerbes im südlichen Ägypten. Zur Anerkennung der Hilfe Spaniens bei der Rettung des Tempels von Abu Simbel schenkte die ägyptische Regierung den Tempel von Debod im Jahre 1968 an Spanien. Der Tempel wurde bereits 1961 auseinandergenommen und auf der sogenannten Elefanteninsel in der Nähe des Staudamms zwischengelagert. Dort verblieben die großen Einzelblöcke bis zum April 1970, als sie flussaufwärts nach Alexandria gebracht wurden. Im Juni 1970 wurden die Blöcke auf ein Schiff verfrachtet und über den Hafen Valencia bis nach Madrid transportiert.
Der Tempel wurde daraufhin in einem der schönsten Parkanlagen Madrids wieder errichtet, und zwar auf ehemaligen Militärbaracken in der Nähe des Madrider Campo del Moro und des Parque del Oeste.
Heute scheint es, als träfe sich ganz Madrid an diesem Tempel, um den Sonnenuntergang zu feiern. |
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