 |
| Am 11.6.05 machten wir mit dem Auto einen Tagesbesuch in die altehrwürdige Hanse – und Universitätsstadt Rostock und anschließend besuchten wir die Ostsee. |
 Der Neue Markt wurde an allen Seiten bis zu seiner Zerstörung 1942 von prächtigen Giebelhäusern aus vier Jahrhunderten umgeben. Nur noch an der Westseite behielten sechs Häuser ihre ursprüngliche Gestalt. Das Haus Nr. 12 enthält Merkmale verschiedener Stilepochen. Es fasziniert durch seinen reichen plastischen Schmuck und den kleinen Türmchen auf dem Giebel.
|
Über die fast leere Autobahn (A19) ging es zunächst zügig in Richtung Rostock. Hinter Güstrow wurde die Geschwindigkeit auf 100 reduziert. Das ist bestimmt noch ein Stück Autobahn aus der DDR- Zeit meinte meine Frau, denn mehr als die angegebene Geschwindigkeit war ohnehin wegen des Flickenteppichs nicht drin. Kurz vor der Abfahrt Rostock stand auf der entgegenkommenden Seite ein PKW in hellen Flammen - da war nichts mehr zu machen. Da nützte auch keine Feuerwehr mehr die ohnehin kein Durchkommen hatte, denn einige Fahrer in ihren Blechbüchsen wussten vermutlich nicht mehr wie man sich in einer solchen Situation verhalten sollte. Der Beschilderung ins Zentrum folgend fanden wir ohne Probleme einen Parkplatz an der Fischerstrasse. Ein freundlicher Parkplatzbesucher hatten seinen erst kürzlich gekauften Parkschein im Automat liegen lassen, sodass wir eine Parkzeit von 2 Std. kostenlos hatten. Allerdings waren die13C° und Windstärke 4 nicht gerade warm oder gemütlich. |
Blick auf die Langestrasse
Wir starten unseren Stadtrundgang über die Langestrasse, die vom Neuen Markt nach Westen führt. Hier begann der Wiederaufbau Rostocks - in einer Mischung aus norddeutscher Backsteingotik und Repräsentationsarchitektur sozialistischen Städtebaus. Zwischen Giebelhäusern in Plattenbauweise blieb nur wenig historische Bausubstanz erhalten. |
Das Köpeliner Tor
Nach wenigen Minuten gelangen wir auf die Kröpelinerstrasse an deren Westende das Kröpeliner Tor steht. Es misst 54 Meter und ist, abgesehen von seiner Funktion als altes Stadttor, auch eine Filiale des Kulturhistorischen Museums. Hier wird die Stadtgeschichte Rostocks dokumentiert. |
Flaniermeile Kröpeliner Straße
Wir gehen weiter über die Kröpelinerstrasse, Hauptschlagader des Rostocker Einkaufslebens und Fußgängerzone in Richtung Mittelstadt. Die restaurierten Fassaden aus der Hansezeit sind sehr schön anzusehen. |
Stadtbibliothek mit Backsteinfassade
Seine Bedeutung hat Rostock der Ostsee zu verdanken. Die Häuser der unterschiedlichen Zeitepochen künden, ebenso wie die eindrucksvollen Kirchen, vom Reichtum im Mittelalter. |
Universitätsplatz, Brunnen der Lebensfreude
Am Universitätsplatz ist immer was los. Da Samstag ist, haben einige Händler und Vereine ihre Marktstände aufgebaut. Und weil ein schöner Platz auch einen Brunnen braucht, gibt es einen modernen 1980 geschaffenen beckenlosen „Brunnen der Lebensfreude“ mit seinen bewegten Bronzeplastiken, (Werk des Rostocker Künstler Jo Jastram) der die Kinder zum Spielen im Nass einlädt - ein beliebter Treffpunkt der Stadt. An der dahinter liegenden Universität im Stil der italienischen Renaissance, wird seit fast 600 Jahren gelehrt und geforscht. Hier lehrten u.a. Max Planck und Albert Einstein. |
mit seiner alles überragenden Marienkirche
Etwas weiter kommen wir ins Zentrum der Altstadt, hier breitete sich der geräumige „Neue Markt“ aus; auch hier gibt es attraktive Giebelhäuser. Zu den schönsten erhaltenen Häuserzeilen mit typischen Bürgerfassaden zählt die westliche Linie des Neuen Marktes. Dabei fällt das Renaissancehaus Nr. 16 mit seinen Schmuckelementen auf den Giebeltreppen und dem Löwen auf dem Bauwerk besonders auf. "Gaffköpfe" blicken auf die Vorübergehenden herab. Heute lädt hier die Gaststätte "Burwitz" zum Verweilen ein.
|

|