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Eine Reisereportage von Karl-Heinz Mayer

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Heute steht ein Tagesausflug zum Märchenschloss Schwerin auf dem Programm. Ein Tag reicht kaum aus, um all die Sehenswürdigkeiten von Schwerin kennen zu lernen.


Am Morgen haben wir keine andere Wahl, als früh aus den Federn zu kommen, denn die Sonne lacht vom Himmel und unser heutiges Tagesziel liegt gut 100 Kilometer entfernt. Der kürzeste Weg führte uns über Landstrassen die meist nicht stark befahren sind, über sanfte Hügellandschaften und zahlreiche wunderschöne Alleen. Wie Perlenketten durchziehen sie das Land, bilden Arkaden, überspannen die Straßen: Auf 2500 Kilometern Länge säumen die Baumreihen in Mecklenburg-Vorpommern die Wege. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wenn im Herbst die Alleen ihr buntes Kleid anziehen, dann wird jede Fahrt zu einem Farbenrausch – wird das Reisen zum gemächlichen Genussfahren.

Deutsche Alleenstrassen



Kilometerlang ziehen sich oft prächtige Alleen durch Mecklenburg–Vorpommern. Sie sind Schmuckstücke auf der grünen Visitenkarte des Landes. Romantische Arkaden aus knorriger Linde, üppigen Kastanien, stämmige Eichen, prachtvolle Buchen oder Ahorn säumen Strassen und Wege. Um nicht ständig in Wiederholungen zu schwärmen: in Mecklenburg-Vorpommern fährt man laufend durch herrliche Alleenstraßen - nicht nur auf der offiziellen “Deutschen Alleenstraße”. Drum werde ich im Folgenden nicht mehr extra auf die Alleen hinweisen. Das Schöne hat natürlich auch seine Kehrseite. Viele Kreuze am Wegrand deuten darauf hin, dass die Warnschilder zu wenig ernst genommen werden ! Übrigens wird hier sehr viel mit Licht gefahren (wir auch), da es manchmal unter den Bäumen richtig dämmrig wird und die Raser sollen einen schon zeitig erkennen.

  Typisch Mecklenburgische Landschaft – weite Felder  

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Als ich mir innerlich sicher war das es ein schöner Tag wird, und nicht mehr weit von Schwerin entfernt, wurde ich vielleicht etwas unaufmerksam im Straßenverkehr. Kurz vor der Ortschaft Brahlstorf (19067) im Landkreis Parchim um 11:11 Uhr, ahne ich nichts Böses......ein Gefälle von 8 % und anschließend in einen Geschwindigkeitstrichter von 100, 70, 50, dann eine 90-Grad-Kurve, dahinter das Ortsschild von Brahlstorf. In diesem Gefälle beschleunigt ein Golf Diesel im 3. Gang und Motorbremse wieder über 60 km/h, dort hat die Behörde direkt hinter dem Ortsschild eine Radarfalle aufgestellt - einfach dreist und eine Abzocke. Das Gerät hat mich mit 59 km/h geblitzt - 3 Km/h Toleranz = GANZE SECHS KILOMETER PRO STUNDE ZUVIEL: kostet 15 €. Nachdem ich mich wieder „beruhigt“ habe, entscheiden wir uns den Tag nicht ruinieren zu lassen. Es wird zunehmend wärmer und um11:35 Uhr endlich angekommen, sind wir froh den Tag beginnen zu können.


  Imposanter Blick vom Schweriner See aufs Schloss  

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Ausgangspunkt und Touristenattraktion unseres heutigen Städtetrip ist das malerische „Schweriner Märchenschloss“ welches auf einer Insel im Schweriner See liegt. Schon von weitem sind sie nicht zu übersehen: die goldglänzenden Türme des Schweriner Schlosses. „Florenz des Nordens“ oder „Stadt der Seen und Wälder“ nennt sich die Landeshauptstadt von Mecklenburg – Vorpommern. Das „Neuschwanstein des Nordens“, wie das Schweriner Schloss auch genannt wird, die in 750 Jahren angehäuften Kostbarkeiten haben die Landeshauptstadt zu einer deutschen Kulturmetropole gemacht.


  Das malerische Residenzschloss  

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Für die Politiker sei das Schloss eigentlich viel zu schön, spotten manche Bürger über den Sitz des Mecklenburg – Vorpommerschen Landtags. Im Inneren des Gebäudes locken Prunkzimmer mit so vielversprechenden Namen wie Silvestergalerie, Rote Audienz oder Blumenzimmer zu einer Besichtigung. In puncto Schönheit braucht sich die Stadt nicht zu verstecken.


  Parkanlage im Burggarten  

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Nach einer kurzen Strecke sehen wir links in einem kleinen, tiefergelegten Park den Muschelbrunnen.


  Schlossansicht mit Portal der Orangerie  

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Fassaden waren erneuert, das Areal bis tief in die Erde auf sichere „Füße“ gestellt worden. Treppen, Säulen, Wege, Skulpturen, Gitter und Blumenrabatten wurden in die Neugestaltung einbezogen – so wie Mitte des 19. Jahrhunderts von namhaften Architekten und großen „Landschaftskünstlern“ ersonnen.


  In der Orangerie befindet sich ein Cafe  

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Über Treppen gelangen wir auf das Dach der Orangerie. Von hier hat man einen herrlichen Panoramablick über die Gartenanlage, sowie auf den Schweriner See. In den Sommermonaten können Sie sich im mittleren dreiflügeligen Teil des Gebäudes im "Orangerie-Cafe" mit Kaffee und Tee, sowie frisch gebackener Kuchen verwöhnen lassen.


  Blick vom Säulengang auf die Orangerie   

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Wir spazieren durch den Burggarten, der 2001 nach sechs Jahren aufwändiger Sanierung und behutsamer Rekonstruierung wieder eröffnet wurde. Er glich bis auf wenige Details seinem Urbild aus dem Jahre 1857.



 

Mehr zu dieser Reise in der Haupt-Reisereportage Mecklenburg Vorpommern - Zwischen Ostsee und Müritz  165
Zu Fuß, per Rad und auf dem Wasser Von einem Geheimtipp kann man wahrlich nicht sprechen, dafür ist die Mecklenburgische Seenplatte zu bekannt..


© Karl-Heinz Mayer

© Karl-Heinz Mayer




 

© Karl-Heinz Mayer aus Siegburg, 27 Einträge im Gästebuch von Karl-Heinz Mayer





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