Home 

 RSS 


 
Eine Reisereportage von Karl-Heinz Mayer

weitere Seiten: 12


Achter Urlaubstag 28.9.2002



Das Wetterstudio hatte für heute vereinzelt Regenschauer gemeldet was sich auch bestätigte. So warteten wir bis um 11:45 Uhr dass der Regen eine Pause einlegte die wir nutzten um nach Byl´s zu gelangen. Heute gab es Zander den ich bis heute nur dem Namen nach kannte und so ließ ich mich davon überzeugen einen leckeren Fisch zu bekommen. Sollten sie mal nach Byl kommen probieren sie es doch mal selbst aus. Der Regen hörte tatsächlich gegen 13:00 Uhr auf worauf wir uns auf den Weg machten über den Radweg auf der Deichkrone des neuen Deiches ins Ostland mit Gegenwind zu kommen. Am Ende des Dammes stehen in wirklich prächtiger Aussicht 3 Bänke wobei noch eine frei ist die sofort in Beschlag genommen wird. Meine Frau muß schon sehr außer Atem gewesen sein, denn sonst hätte sie sich bestimmt eine Zigarette angemacht. Da ich für den Rucksack und deren Inhalt zuständig bin, mußte ich feststellen mal wieder die Getränke für unterwegs vergessen zu haben. So führte unser Rückweg über den schönen Dünen – und Salzwiesenweg und wir kamen am Café Ostland vorbei wo wir es uns auf der Terrasse gemütlich machten. Kaffee und Ostfriesentorte waren diesmal angesagt ( Ostfriesentorte ? Ja . Warum ? Da ist Rum drin ). Gegen 16:15 Uhr kamen wir müde in der Fewo an und hatten beide keine Lust mehr auf Bewegung. Meine Frau machte einen Schönheitsschlaf und ich feilte weiter an den Reisebeschreibungen. Der Zeiger der Uhr drehte sich ohne Unterlaß und die Zeit verging rasant schnell. Um 22:25 Uhr war sie vorbei, die schöne Zeit vom 28.9.02

Neunter Urlaubstag 29.9.2002



Auch heute war wegen des Wetters erstmal Rätselraten angesagt. Leicht bewölkt hieß es in der Wettervorhersage. Beim Verlassen des Grundstücks viel mir ein, dass wir für heute abend noch Brötchen brauchten. Nach unserem Erwerb frischer Brötchen und Butterkuchen mit Pudding wurde beim Verlassen der Bäckerei direkt hinter uns die Türe abgeschlossen, Glück gehabt. Erst jetzt merkte ich, dass wir Sonntag hatten. Zuerst kurz die Backwaren zu Hause abliefern und ab zur Promenade. Der Wind war recht heftig und da wir hierfür nicht die richtigen Sachen an hatten fuhren wir wieder zurück und wechselten die Kleidung. Gut dass wir Fahrräder hatten und nicht alles laufen mußten. Nun machten wir uns auf den Weg zum Seehundsstrand. Abundzu schaute die Sonne mal zwischen den Wolken hervor wobei diese uns versuchte zu wärmen. Es wurden mit der Zeit immer mehr Spaziergänger. Heute waren besonders viele Kinder mit ihren Eltern an der Brandungszone, die meisten in Regenbekleidung da die kleinen nicht vom Wasser wegzubekommen waren. So vergnügt wie hier habe ich schon lange keine Kinder mehr spielen sehen. Da wir Niedrigwasser hatten und nicht so weit außenrum laufen mußten waren wir heute wesentlich schneller an der markierten Linie der Seehundsbank angekommen. Schade dass es hier keine Möglichkeit gibt sich ein wenig auszuruhen, denn unser beider Rücken macht sich sehr bemerkbar und die Beine im Bauch stehen macht auch nicht lustig. Schweren Herzens trennten wir uns von dem Anblick der Seehunde, die auch uns alle hier versammelten Besucher genauestens beobachten. Die Mittagszeit rückte näher und so hieß es wieder zum Essen. Wo soll es denn heute hingehen ..... ???? Nein heute ist Sonntag, das heißt dass Byl´s Ruhetag haben den sie verdient haben und sicher auch brauchen. Es geht zum „Werner“ in die „von Frese Str.“ und heute so muß ich gestehn gab es für mich keinen Fisch. Nach dem Essen fuhr ich diesmal alleine weiter um mal endlich meinen lange geplanten Video Clip von der Inselbahn mit meiner neuen Digital Kamera zu machen. Ich hätte mal vorher auf den Fahrplan einen Blick werfen sollen, denn als ich durch die Greune Stee fuhr hörte ich das Insel - Bähnchen pfeifen und war so 3 min. zu spät für meine erste Aufnahme. Jetzt hatte ich genügend Zeit mir den passenden Standort auszusuchen als dann um 14:46 Uhr das Bähnchen sich langsam näherte und die Sonne langsam verschwand. So ein Mist. Nun fuhr ich zurück in den Ort und hier kam die Sonne wieder zum Vorschein die mich gehörig ins schwitzen brachte. Naß unter den Armen kam ich auf der Promenade an, setzte mich auf eine Bank und schaute mir die vielen Drachen an wie sie kunstvoll bewegt wurden. Nach dem Abendessen fielen mir vor lauter Müdigkeit die Augen zu worauf ich mich bei Irischer Musik zum Schlafen begab.

Zehnter Urlaubstag 30.9.2002



Um 8:30 Uhr hatte Carsten Schwanke von der Wettervorhersage schönes sonniges Wetter vorhergesagt was wir auch glauben wollten. Für heute morgen steht „Wandern in der Brandungszone“ auf unserem Programm. Dies ist das Beste was ich meinen Atemorganen geben kann wobei es noch kostenfrei zu haben ist. Leider gibt es so eine wenig belastete Luft nicht in meiner Heimat. Unsere liebgewonnene Seehundsbank war wieder unser Ziel. Diesmal hatte ich Getränke und die Alu – Sitzunterlagen mitgenommen um dort etwas länger verweilen zu können. Die Temperaturen kletterten im Laufe des Vormittag in die Höhe. Nach einer ausgedehnten Rast mußten wir uns von dem Anblick lösen und uns von dem Gefühl des Glücks loseisen. Auf dem Rückweg kamen uns einige harte Typen mit kurzen Hosen und T-Shirt ohne Schuhe entgegen wo wir mit einer dicken Jacke, Pullover und Wollmütze unterwegs waren. Manchmal frage ich mich, wer spinnt hier, die oder wir ? Aber auch wir wechselten in unserer Fewo die dicken Jacken gegen leichterer Bekleidung und machten uns anschließend auf den Weg nach Byl, ihr wißt ja, zum Fischessen. Heute nehmen wir noch mal Zanderfilet mit Bratkartoffeln (die gibt es leider selten). Es war schon 13:50 Uhr als wir uns in der prallen Sonne in Richt. Hafen begeben. Die Fähre nach Emden legte gerade ab wobei mir auffiel dieses Jahr gar keine Quallen im Hafenbecken gesehen zu haben. Ich kenne es auch anders. Weiter fuhren wir durch das ehemalige Marinegelände zu dem Seenotrettungskreuzer Alfried Krupp um diesen zu bewundern und natürlich ......... ein Foto zu machen. Um 16:15 Uhr traten wir wieder den Rückweg an. Nach dem Abendessen wurde ich wieder im Kartenspiel (Skib Bo) naßgemacht und verlor jedes Spiel. Geschlafen habe ich trotzdem gut.

Elfter Urlaubstag 1.10.202



Nun müssen wir sehr genau überlegen was wir noch mal machen wollen, denn die letzten Urlaubstage sind bereits angebrochen. Die Sonne lachte uns am frühen Morgen ins Gesicht wobei der Morgentau kühl und naß war. 300 m hinter dem Café Ostland biegen wir nach links ab. Nach weiteren 250 m endet der mit Verbundsteinen verlegte Dünenweg und wir lassen dort unsere Bike´s stehen. Jetzt mußten wir zuerst über eine Sanddüne klettern und waren wieder an einem der ruhigsten Plätze Borkums (wenn nicht gerade ein Flugzeug einen Landeanflug ausführt). Wandern in der Brandungszone stand wieder auf dem Programm. Ein Krabbenkutter, der seine Netze ausgelegt hatte fuhr am Küstensaum langsam an uns vorbei mit seinen gefräßigen Möwen im Schlepp. Schnatternde Flugenten machten sich akustisch bemerkbar die in Formation in ca. 300 m über uns hinweg schwebten. Wir beide waren entspannt und sehr glücklich hier am Meer an einem wunderschönen weißen Sandstrand bei strahlendblauem Himmel fast alleine, neue Kräfte zu sammeln. Nach ca. 1 Std. , müde vom Laufen, packten wir die Sitzunterlagen aus dem Rucksack und machten 20 m vom Küstensaum eine ausgedehnte Erholungspause. Für den nächsten Borkum Aufenthalt werde ich uns zusammenklappbare Sitzstöcke kaufen, denn das Sitzen auf der Erde ist kein besonders tolles Gefühl. Es ist schon 12:30 Uhr als wir das Meer verlassen. Der Hunger trieb uns wieder nach Byl´s Fisshuss. Am Nachmittag genossen wir auf der Terrasse vor der Wandelhalle bei einer Tasse Kaffee das Kurkonzert. Nach dem Menschenauflauf zu urteilen konnte niemand mehr in den Häusern sein. Alles hat einmal ein Ende und so hörte das Konzert um 17:00 Uhr leider auf. Da die Sonne so schön schien hätte man noch Stunden hier verbringen können. Nach dem Abendessen wurde noch etwas gelesen. Die Müdigkeit überkam mich sehr früh am abend.

Zwölfter Urlaubstag 2.10.2002



Borkum ist mit 30 qkm nicht sehr groß und so wird man sich wie auch wir, nach einigen Tagen fragen, was machen wir heute ? Zu Fuß machten wir uns um 10:00 Uhr mit Rucksack und den notwendigen Utensilien auf den Weg der über das Kurhaus auf die Bürgermeister – Kieviet – Promenade führte. Nach 250 m stießen wir auf die Sonnen –Terrassen in denen wir uns, wegen des guten Wetterschutzes, reinsetzten um dem kühlen Wind zu entgehen. Weiter ging es zur Heimlichen Liebe von der ich noch ein Foto machen wollte, da es aber diesig war schenkte ich mir dieses. Auf dem Südstrand befand sich nur noch eine Verkaufsbude in der sich noch einige Besucher befanden. Auch diese wird in einigen Tagen verschwunden sein und dann wird hier der Vorhang vorgezogen werden, so meine Gedanken. Auf dem Süddamm sind wir den dritten unbefestigten Wanderweg nach links eingebogen. Hier stand früher die Kugelbake welche mit 70 m Höhe über die Baumkronen der Greune Stee ragte. An dessen Stelle steht jetzt ein kleines 3 m Modell und eine Tafel welche an das Seezeichen „Kugelbake“ erinnert. Nun hatten wir es nicht mehr weit zu Byl´s Fisshus. Nach dem Essen fuhren wir um 14:35 Uhr mit dem Bus zurück bis zum Bahnhof als in dem Moment die Dampfbahn einrollte. Nach dem Abendbrot war wieder Kartenspielen angesagt, ja immer wieder Skip Bo. Das Endergebnis war sieben Spiele in Folge verloren. So ein Scheiß Spiel ! ! ! !

Dreizehnter Urlaubstag 3.10.200



Was machen wir denn heute an unserem letzten Tag, so wurde ich schon im Bett gefragt. Heute gibt es kein Geli–Tourchen ( mal gerade um die Ecke ). Am letzten Urlaubstag machen wir immer die große Inselrundfahrt, mit dem Fahrrad. An der Strandpromenade standen die Strandkörbe im Nebelschleier, so richtig ungemütlich. Als wir am asphaltierten Damm ankamen hätte man Nebellampen gebrauchen können. Am Fähranleger fuhr gerade die Fähre aus Emden ein. Es brach eine gewisse Hektik aus der wir gelassen und sehr interessiert zusahen. Nach dem Ent – und Beladen legte 2 min. später auch der Katamaran ab. Es wurde uns langsam schwer ums Herz denn morgen heißt es wieder Abschied nehmen. Wo ist die Zeit geblieben, auf die wir solange gewartet haben ? Anschließend setzten wir den Rückweg über den Jachthafen, dem Reededamm bis zum Schleusentor fort. Die Beine wollen nicht so recht, als ob sie mich fragen wollen: Willst du wirklich nach Hause ? Das letzte mal für diesen Urlaub got Eeten un Drinken bei Byl´s , wie wirst du uns fehlen. Heute machen wir eine längere Pause und setzen anschließend die Borkum – Umrundung fort. An der Aussichtsdüne im Ostland gab es eine kurze Zigarettenpause da wir noch mal ins Café Ostland wollten. Hier bestellten wir je einen Apfelkuchen, ein Kännchen schwarzen Tee mit Kluntje und Sahne. Wehmütig verließen wir auch diesen in unser Herz geschlossenen Ort. Zurück fuhren wir über die Waterdelle durch die Norddünen deren Weg auf und ab geht, was meine Angelika gar nicht liebt da sie hier kräftig treten muß. Nach dem Abendessen spazierten wir in der Dunkelheit zum letzten mal in diesem Urlaub durch den Ortskern am neuen Leuchtturm vorbei. Besonders vom Meer aus ist es herrlich anzusehen, wenn die Strahlen vom Leuchtturm sich bewegen. Müde von der Bewegung des Tages ließen wir den Tag mit einem Kartenspielchen ausklingen.

Rückreise, Vierzehnter Urlaubstag 4.10.2002



Schweren Herzen machten wir uns 15min. später als der Wecker klingelte aus den Betten. Wir brauchten uns zwar nicht beeilen aber es mußten noch die Koffer gepackt und die Ferienwohnung sauber gemacht werden. Trotzdem wurde zum letztenmal ausgiebig gefrühstückt. Anschließend hat jeder so seine Aufgaben die zu erledigen sind. Das Auto sprang schon mal direkt an worüber ich mich freue, denn es könnte ja auch anders kommen. Wenn es zurück geht klappt auch das Einladen besser, komisch. Leicht nervös und schweren Herzens begeben wir uns dann um 11:00 Uhr in Richtung Fähre. Diesmal war die Fähre bis auf den letzten Zentimeter ausgenutzt. Auf der Fähre genossen wir den letzten Blick auf unsere Lieblingsinsel während sie am Horizont kleiner wurde und dann ganz verschwand. Wir fuhren ziemlich als letztes Fahrzeug von der Fähre und konnten ein wildes hektisches Treiben im Eemshaven erleben. Nun heißt es 400 km Abspulen und schon sind wir wieder zu Hause.

Und das Schlußwort? Wir kommen wieder, Angelika + Karl-Heinz Mayer

 

Mehr zu dieser Reise in der Haupt-Reisereportage Nordseeinsel Borkum vom 21. 9. - 4.10.2002  79
Die LVA schickte mich am 31.5.83 zu einer Heilmaßnahme auf die Insel Borkum. Braungebrannt und 10 Kilo leichter fuhr ich gut erholt nach 6 Wochen wieder zurück..


© Karl-Heinz Mayer

© Karl-Heinz Mayer



 

© Karl-Heinz Mayer aus Siegburg, 27 Einträge im Gästebuch von Karl-Heinz Mayer






Weitere InformationenSuchen nach

Deutsche Küste
 
Deutsche Küste[38]  604
Weitere Reisereportagen


Hier können auch Sie Reisebilder und Reiseberichte online veröffentlichen
 Fotos Beste Reisezeiten Autorenliste Neue Reisereportagen Neue Bilder Hilfe Links & Banner 
 Autorenzone: Als Autor starten Bericht vorschlagen Autorenzugang Autorenforum Autorenhandbuch 
 Kritik, Anregungen Allgemeine Nutzungsbedingungen Wie pervan.de entstand 

 ©, Redaktion: Mirjana Pervan 



fügt einen Bookmark bei Ihrem Browser ein