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Eine Reisereportage von Karl-Heinz Mayer

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Dieser Reisebericht ist nicht dafür gemacht, sich einen Reiseführer zu ersparen, sondern dient eher dem Verfasser als Erinnerung. Vielleicht kann der Bericht dem geneigten Leser beim Folgen der Tagestouren als Lektüre dienen.


Info: http://www.borkum.de

Anreise + Erster Urlaubstag 21.9.02



Nach einigen organisatorischen Hürden , Angelika : Das geht nie in unser Auto rein – Karl-Heinz : Das geht , war der halbe Hausstand im Auto verstaut. Um 6:58 Uhr fuhren wir auf die A3 in Richt. Leverkusen. Nachdem wir in Emmerich – Elten unseren Benzintank wieder aufgefüllt , eine Rast – und Rauchpause eingelegt haben, setzen wir unsere Reise in Richt. Holland fort. Die Anreise nach Eemshaven nehme ich seit vielen Jahren über unser Nachbarland Holland , denn da wird nicht so gerast und man nimmt mehr Rücksicht aufeinander als in Deutschland. Es geht über Arnheim, Appeldorn, Zwolle bis nach Groningen auf der Autobahn. Hier geht es am Autobahnende an der ersten (großen) Kreuzung rechts ab auf die N 46. Weiter fahren wir den Hinweisschildern > Eemshaven < nach und sind nach 45 km am Fähranleger angelangt. Um 11:50 Uhr stehen wir in Reihe 0 als erstes Fahrzeug auf dem gesamten Parkplatz. Es waren bis hierhin 395 km und wir hätten auch später abfahren können , aber vor Jahren ist mir mal der Keilriemen von der Lichtmaschine gerissen , wodurch wir 2 Std. verloren haben und danach die letzten 200 km alles aus dem Auto haben rausholen müssen um die reservierte Fähre in Emden noch zu bekommen. Deshalb fahren wir heute lieber mit einem gewissen Zeitpolster. Am Fahrkartenschalter machten wir mal wieder die Feststellung „ teurer “geworden. Ob der € daran schuld ist weiß ich nicht, aber diesmal waren es 126 € für 1 PKW, 2 Personen, für Hin + Zurück, nicht schlecht. Für uns neu war, daß wir beim lösen der Fahrkarte direkt die Sondergenemigung ausgehändigt bekamen zum Befahren der „roten Zone“ zum Entladen unseres PKW´s im Ortskern Borkums. Früher mußte man diese auf der Insel an einem extra Häuschen in der Schlange stehend sich aushändigen lassen. Borkum ist eine Insel die mit dem Fährschiff oder dem Flugzeug zu erreichen ist. Von Eemshaven in Holland sind es mal gerade 50 min. bis zum Fähranleger Borkums. Pünktlich (nur mit 10 min. Verspätung) verläßt die Münsterland von der A.G. Ems um 13:10 Uhr Eemshaven. An Deck war es stürmisch und es begann zu regnen so daß man sich nur mit entsprechender Kleidung dort aufhalten konnte, die aber war im Auto. Bereits wenn Borkum in Sicht kommt freut man sich wie ein kleines Kind endlich wieder anzukommen. Das fängt schon mit der Ankunft im Hafen an. Mal hat man etwas am Fähranleger geändert oder hat wie wir dieses Jahr feststellen konnten eine neue Windkraftanlage installiert.
Vom Fähranleger Borkums sind es 5 km bis in den gleichnamigen Ort. Auf dieser neu asphaltierten Straße wird teilweise ganz schön gerast, hier besonders auf tieffliegende Taxis achten. Nach dem Entladen der Koffer und diverses fuhren wir unseren PKW zum Großraumparkplatz wo er die nächsten 14 Tage seine Bleibe bekam. Auf dem Rückweg kamen wir an unserem Fahrrad – Verleiher vorbei und erkundigten uns nach den diesjährigen Preisen. Auch hier teurer wie kann es auch anders sein. Da 150 m weiter ein weiterer Fahrrad – Verleih war versuchten wir da unser Glück. Hier lag der Preis pro Fahrrad um 5 € niedriger. Nun ging es per Pedes zu unserer Ferienwohnung. Zum Abendessen gingen wir in unser Stammlokal „ kleine Möwe“. Das Essen war gleichbleibend wie immer, lecker zubereitet, Getränke alles super, nur die Bedienung war nicht mehr wie es früher war. Sie war neu, wirkte etwas arrogant und bestimmend, ich würde sagen scheißfreundlich. Es war übrigens auch der letzte Besuch des Lokals in diesem Urlaub.

Zweiter Urlaubstag , 22.9.02



Am darauffolgenden Tag, dem Sonntag stand ich um 7:30 Uhr auf, machte mich anschließend auf den Weg um frische Brötchen und Klopapier zu kaufen da wir letzteres vergessen hatten. Schön dass es hier einige Lebensmittelgeschäfte gibt die Sonntags von 8:00 – 12:00 Uhr Geöffnet haben. Nach dem ausgedehnten Frühstück zog es mich raus, jedoch kam alle 15 min. ein kleiner Regenschauer. Das blieb den ganzen Tag so. Unser Mittagessen holten wir aus dem Schnellimbiß. Da heute Bundestagswahl ist und ich die Wahl unbedingt verfolgen will, ist doch spannender als jeder Krimi, machten wir es uns auf dem Sofa gemütlich. So gegen 19:10 Uhr kam meine Frau aufgeregt ins Wohnzimmer gestürmt und sagte mir, du mußt sofort ins Badezimmer kommen, da rauscht es so komisch. Ich sehe sofort dass aus dem Warmwasserboiler Wasser rausschießt. Jetzt heißt es sofort reagieren, wie bei einem Unfall, was machst du zuerst. Glücklicherweise kannte ich mich in der Fewo. aus und drehte sofort die Etagenabsperrung zu und nun liefen nur !!!!!! noch die 30 L Wasser aus dem Boiler raus. Die Fewo liegt auf der ersten Etage und nun hieß es Gefäße organisieren unterstellen und aufwischen was das Zeug hält, oder es läuft eine Etage tiefer in die Wohnung. Als nächstes den Vermieter angerufen, der wiederum organisiert den Installateur um den Boileranschluß zu verschließen und so bekamen wir um 20:30 Uhr wieder Wasser. Anschließend abreagieren bei der nächsten Hochrechnung.

Dritter Urlaubstag , 23.9.02



Am Tag drauf stand der Installateur um 8:10 Uhr wie versprochen mit einem neuen Warmwasserboiler auf der Matte und war in 1½ Std. fertig. Danke an die Firma Müller, schnelle und erstklassige Arbeit. Der Morgen begann aber auch mit schönen frischen Brötchen und strahlend blauem Himmel der uns den Streß des Vorabends schnell vergessen ließ. So gegen 10:00 Uhr setzten wir uns mit dem Leihfahrrad in Bewegung und sahen zuerst mal nach unserem PKW. Der Parkplatz ist unbewacht und auch hier werden komplette Autoräder gestohlen oder Aufbrüche verübt. Es war aber alles in Ordnung was auch das Ergebnis nach den 14 Tagen war. Unser Weg führte weiter an der Knappschaft vorbei bis wir zur Aussichtsdüne in den Norddünen kamen. Hier bestiegen wir die ca. 15m hohe Düne von der wir eine herrliche Weitsicht zur Inselmitte und zum Meer hatten. Nach einer ausgedehnten Rast fuhren wir weiter auf dem Dünenweg 2 durch das Naturschutzgebiet „ Waterdelle „ am Flughafen vorbei durch das Moorgebiet Tyskendör bis wir schließlich am Café Ostland ankamen. Hier hatte sich irgendwas verändert, nur was bemerkten wir vorerst nicht. Nach einer gewissen Zeit ist dann der Groschen ( Cent ) gefallen. Es waren neue Besitzer und es ging wie ich es noch nie gewohnt war. Ein größeres Angebot an Speisen genug Personal und schnell waren sie auch. Manchmal verändert sich etwas auch zum positiven. Nach einem schönen Krombacher und einer guten Tasse Kaffee setzten wir uns schon etwas träge auf den Drahtesel und bewegten uns in Schräglage, der Wind wollte es so, am Tyskendörsee vorbei bis zum neuen Damm. Der bekam einen neuen Rasenschnitt und demzufolge roch es nach frischem Gras hmmmm...........!
Hier bogen wir rechts ab und fuhren weiter oben auf dem Damm in Richtung Schleusentor mit einer ordentlichen Portion Rückenwind. Von der Dammkrone hat man eine wunderbare Sicht in Richtung Hafen, zum Stadtkern und zum Ostland. Am Schleusentor wurde ein obligatorisches Foto gemacht und weiter ging es über den Radweg durch das Dünenwäldchen Greune Stee zum Mittagessen nach Byls Fisshus. Die Uhr zeigte auf 12:30 Uhr. Als wir näher kamen merkte ich dass es mal wieder eng wird bei Byls und wir nur mit Glück einen freien Tisch bekommen würden. Es muß sich halt in den Jahren rumgesprochen haben das Byls Fisshus zu den 200 besten deutschen Fischgeschäften gehört. Heute gab es Schollenfilet mit Salzkartoffeln und gemischtem Salat, dazu ein kühles Hefeweizen zu einem wie wir sagen würden vernünftigem Preis. Die Sonne lachte uns bei angenehmen Temperaturen ins Gesicht und so hielten wir am alten Leuchtturm an um auch hier ein schönes Foto zu machen, denn wer will sich verregnete Fotos ansehen. In unserer Fewo angekommen legten wir uns müde von der Nordseeluft ins Bett. Es waren fast 2 Std. vergangen als wir wieder wach wurden und noch müder waren als vorher. Nach dem Abendessen holte meine Frau ein Kartenspiel, um nicht den Fernseher anzumachen da wir uns erholen wollten. „ Skip – Bo “ so heißt das interessante Spiel. Um 22:30 Uhr war dann Schluß mit Lustig denn es sollte ja am anderen morgen zu gewohnter Zeit wieder aufgestanden werden. Geschlafen haben wir so fest wie schon lange nicht mehr.

Vierter Urlaubstag , 24.9.02



Nach dem morgendlichen ausgedehnten Frühstück setzten wir uns gegen 9:30Uhr in Gang zum Fahrradverleiher der mir mein Fahrrad in einen vernünftigem Zustand bringen soll, denn ich mußte um im ersten Gang fahren zu können die Handschaltung krampfhaft festhalten was ganz schön ins Handgelenk ging. Da es in kurzer Zeit nicht zu reparieren war, gab es dann ein Ersatz Fahrrad. Auch nicht viel besser jedoch die Schaltung funktionierte. Um zum Südstrand zu gelangen fuhren wir verbotenerweise (machen die meisten Fahrradfahrer) über die Promenade an der heimlichen Liebe vorbei über den Südstrand bis zum asphaltierten Damm. Hier sind die Wetterverhältnisse oft so, dass man noch nicht mal Eemshaven sehen kann. Heute ist alles anders, kaum Wind und eine traumhaft gute klare Fernsicht. Am Ende des Dammes trafen wir auf den Wanderweg Ronde Plate der uns zur Greune Stee und weiter zum Schleusentor führt. Von hier sind es 3 km bis zum Fähranleger der in teilweise löchrigem Asphalt abzuspulen ist. Es ist schön am Fähranleger zu sein ohne die vielen Autos und Menschen denn jetzt kann man in der Sonne sitzend die Ruhe genießen. Weiter führte unser Weg in den ehemaligen Marinehafen wo das Museumsschiff „ Borkumriff “ vor Anker liegt. Ein Foto und ab ging´s denn es war wieder Mittagszeit. Zurück wollte ich nicht über den holperigen , löchrigen Strandwanderweg, sondern diesmal benutzten wir den Fuß – und Radweg Reededamm. Hier stießen wir auf eine Horde Jugendlicher ( aus der Jugendherberge ) die sich teilweise sehr stark vorkamen und uns fast vom Radweg drängten. Heute kamen wir erst um 13:00 Uhr in Byls Fisshus an. Nach dem herrlichen Essen überfiel uns eine schleichende Müdigkeit und so traten wir anschließend den Heimweg an. Zuhause angekommen wurde der Wecker für 1 Std. gestellt und ab in die Falle. Wach wurden wir erst nach 2 ½ Std. da an Geli´s Wecker die Batterie leer war. Nur keine Hektik denn wir haben schließlich Urlaub , so machten wir uns über den Butterkuchen her den ich morgens beim Brötchen holen mitgebracht hatte , dazu gab es einen schönen Roibuschtee mit Zitrone. Nach dem Abendessen machte ich an meiner Reisebeschreibung weiter und meine Frau ging ihrer Lieblingsbeschäftigung , dem Lesen nach. In der Nacht wurde ich wieder durch das prasseln der Regentropfen auf dem schrägen Dachfenster wach. Es goß mal wieder in Strömen.

Fünfter Urlaubstag , 25.9.02



Um 10:00 Uhr machten wir uns mit Gummistiefel und Regenjacke auf den Weg zur Promenade. Hier ließen wir die Fahrräder stehen und spazierten in Richtung Seehundsbank. Nach ½ Std. schob der Wind ,der eine Stärke von 4 – 5 hatte die Regenwolken immer schneller auf uns zu. Plötzlich setzte der Regen ein und da wir auch die Regenhosen mit hatten wurden diese schnell übergezogen denn der Regen wurde immer heftiger. Die Farbe der Wolken wurde immer dunkler und so machten wir uns auf den Rückweg. Es goß in Strömen , gut dass wir Rückenwind hatten so war es nicht ganz so schlimm in unserer dicken Borkumjacke. Es gibt immer noch Leute die gehen mit Turnschuhen und Regenschirm spazieren und werden bei solchem Platzregen naß bis auf die Haut. Sie sterben eben nicht aus. In der Fewo wurde die Bekleidung gewechselt und da es aufs Mittagessen zuging wurde überlegt was , wie oder wohin ? Wir hatten wohl einen Schutzengel der wußte, dass wir nach Byls zum Essen wollten denn es hörte doch tatsächlich so gegen 12:30 Uhr auf zu regnen und so gingen wir auf Risiko und kamen auch trocken bei Byl´s an. Heute gab es Schollenfilet mit Salzkartoffeln für 10 € und einen gem. Salat der extra kostete , hmmm ............... lecker. Zwischendurch gab es immer mal einen kurzen Regenschauer. Wir nutzten dann schließlich eine Pause um auf dem direkten Weg in unsere Unterkunft zu gelangen. Ich versuchte an meiner Reisebeschreibung weiter zu machen , mußte jedoch nach 15 min. wegen Müdigkeit aufhören und wollte nur etwas dösen und bin voll eingepennt. Um 17:00 Uhr holte ich beim Bäcker Müller die frischen Feierabendbrötchen ( ja , so heißen die wirklich ) die noch besser schmecken als die morgendlichen Brötchen. Nach dem Abendessen spielten wir wieder Skip – Bo wobei ich diesmal kein Glück hatte und alle Spiele verlor.

Sechster Urlaubstag , 26.9.02



Heute morgen sollte es zum Seeblick gehen. Unser Weg führte an unserem PKW vorbei, wir machten eine routinemäßige Kontrolle wobei man immer erleichtert ist wenn noch alle Scheiben drin sind und das Auto auf allen 4 Rädern steht. An der Promenade verschlossen wir unsere Fahrräder und machten uns auf den Fußweg in Richtung Seeblick auf dem alten Stück Promenade am Sturmeck vorbei. Dieses Teilstück wird seit einigen Jahren nicht mehr vom aufgewehten Dünensand befreit und so haben sich Berge von Sandhaufen aufgetürmt was meine Frau ganz schön stinkig macht, weil es sich darüber beschissen gehen läßt. Wir haben sogar erlebt daß Rollstuhlfahrer mit ihren Begleitpersonen sich hier abkämpfen ( alles unter dem Deckmantel Küstenschutz ) so stand es mal auf den Schildern die sehr wahrscheinlich vermodert sind. Dafür hatten wir aber einen wolkenfreien , blauen Himmel. Am Seeblick angekommen mußten wir feststellen, dass das Ausflugslokal heute seinen Ruhetag hat, das hätte man wissen sollen. Wenigstens standen auf der Terrasse Tische und Stühle und so konnten wir unsere neu erworbenen Sitzunterlagen ausprobieren. Es kamen mit der Zeit immer mehr Besucher so daß wir so ca. 15 Personen waren , aber nichts tat sich vom Besitzer der schon mal neben den Gardinen lugte. Das Haus ist ja nicht in bestem Zustand und dann Ruhetag bei so einem Wetter und zu dieser Jahreszeit waren so meine Gedanken. Nach einer genüßlichen Pause traten wir den Rückweg an und kehrten mit reichlich Sand in den Schuhen zu unseren Leihfahrrädern zurück. Da es Mittagszeit war begaben wir uns auf direktem Weg in die Specksniederstrate in Byl´s Fisshus. Hier sieht alles so appetitlich aus, es richt nicht wie sonst üblich in einem Fischgeschäft denn erst hier habe ich mich von dem Thema Fisch überzeugen lassen. Heute gibt es Seelachsfilet, Salzkartoffel, leckere Senfsoße, gem. Salat und ein Hefeweizen hmmm..... lecker. Anschließend fuhr meine Frau in die Fewo und ich machte mich auf eine Foto Entdeckungstour um Euch einige schöne Bilder von Borkum zeigen zu können. Naß geschwitzt von der Sonne und Fahrradstrampeln kam ich um 16:00 Uhr zurück, machte mich wieder frisch und ab ging´s zum Kurkonzert auf die Strandpromenade. Es waren wie immer bei schönem Wetter in dieser Jahreszeit alle Plätze besetzt. Ich mußte mir zwei Sitzplätze erkämpfen, da die lieben Mitmenschen lieber ihren Rucksack neben sich haben als Fremde. Trotzdem genossen wir die Sonne, die herrliche Musik, die Ruhe und ein paar Möven denen man zusah um sich vom Alltag abzulenken. Nach dem Abendessen machte ich wieder weiter an meiner Reisebeschreibung Madeira ( ist mittlerweile auch bei pervan unter Länder, Madeira, Motorrad -Tour 2001 zu lesen ).

Siebter Urlaubstag 27.9. 2002



Meine Frau ist nicht die sportlichste und Gelenkschmerzen hat sie leider auch , trotzdem geht sie wahnsinnig gern in der Brandungszone spazieren und so setzten wir uns per Bike um 9:30 Uhr in Richtung Aussichtsdüne im Ostland in Bewegung. Von hier sind es nur 200 m bis zum Wellensaum wo um 9:12 Uhr Niedrigwasser war. Es ist für uns beide ein innerlich beruhigendes Gefühl auf diesem breiten weißen Sandstrand am Meer spazieren zu gehen. Kann so etwas an unserem Sternzeichen liegen ( Wassermann + Fisch ) ? Der Sand am Wassersaum war hart und so war es nicht verwunderlich als uns einige Fahrräder überholten. Außer dem Rauschen der Wellen, schon mal ein Hund bellen, spazierten wir seelenruhig bei strahlendblauem Himmel in der Brandungszone als urplötzlich mein Handy klingelte. Es war mein Freund den ich schon seit einigen Tagen versuchte zu erreichen, der mit seiner Frau und dem Motorrad in Kroatien in Urlaub ist. Wir hatten uns schon wegen des Unwetters das im gesamten südlichen Raum herrschte ernsthafte Sorgen gemacht. Sie hatten die Reise etwas verkürzt und riefen von zu Hause an was uns doch sehr beruhigte. Gut dass man ein Handy hat. Nach 1 ½ Std. waren wir müde und da es Mittagszeit war fuhren wir .................... wohin ??? Na klar zu Byl´s Fisch essen. Heute war frischer Irischer Lachs und Seezunge im Angebot was wir liebendgern nutzten. Natürlich gab es auch ein Hefeweizen, denn Fisch muß bekanntlich schwimmen. Unser Heimweg führte diesmal über die Greune Stee die zur Zeit wie ausgestorben war, ein besonderer Genuß. Am Ende des Rad – und Fußweges bogen wir links ab und kamen auf den asphaltierten Damm, dann über den Südstrand bis zur „Heimlichen Liebe“. Hier auf der Strandpromenade setzten wir uns auf eine Bank um die sommerlichen Temperaturen zu genießen. Beizeiten ging es dann in unser schönes Quartier. Am Spätnachmittag widmete ich mich meiner Madeira Reisebeschreibung mit der ich mir ein schönes Stück Arbeit eingehandelt habe. Normalerweise würde man sowas nur bei schlechtem Wetter machen, jedoch macht es mir sehr viel Spaß. Nach dem Abendessen ging es weiter mit Madeira und Borkum, denn auch dieses soll mal bearbeitet werden weil behalten kann man im fortgeschrittenen Alter eh nicht mehr alles. Um 22:35 Uhr ging dann das Licht für diesen schönen Tag aus.

 

Mehr zu dieser Reise in der Haupt-Reisereportage Nordseeinsel Borkum vom 21. 9. - 4.10.2002  79
Die LVA schickte mich am 31.5.83 zu einer Heilmaßnahme auf die Insel Borkum. Braungebrannt und 10 Kilo leichter fuhr ich gut erholt nach 6 Wochen wieder zurück..


© Karl-Heinz Mayer

© Karl-Heinz Mayer




 

© Karl-Heinz Mayer aus Siegburg, 27 Einträge im Gästebuch von Karl-Heinz Mayer





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