Home 

 RSS 


 
Eine Reisereportage von Brigitte & Heinz

weitere Seiten: 123


Über ein Jahr verteilt waren wir immer wieder für ein paar Wochen oder Tage zu Gast in Singapur, einer unserer Lieblingsstädte.

Die vielen Festivals machen diese Stadt noch attraktiver. Wir durften einige davon miterleben:
Das Herbstmitte Fest der Chinesen, Deepavali und Thaipusam der Inder, Hari Raya Puasa der Moslems und noch vieles mehr. Diese multikulturelle und faszinierende Stadt ist sehr oft in Feststimmung…

Singapur bot uns auch sonst viel Interessantes. Vor 13 Jahren hatten wir diese Stadt eigentlich recht gut gekannt, aber in dieser Zeit hat sich natürlich viel geändert. Dieser Stadt-Staat, wo sich 4.2 Mio. Einwohner eine Fläche von nur 604 Quadrat-Kilometern teilen, (66 Mal kleiner als die Schweiz) ist nicht ganz unerwartet noch näher gegen den Himmel gewachsen. Was wir aber nicht erwartet hätten, war dass sich die Atmosphäre in der Zwischenzeit so stark geändert hatte. Die Leute waren jetzt viel lockerer und weniger steif angezogen und irgendwie ist das Strassenbild asiatischer geworden. Bürokleidung mit Anzügen, Kuhschwanz, Kostümen und Stöckelschuhen sah man nur noch selten. Bequeme und praktische Kleidung im Freizeitlook dominierte nun. Welch ein erfrischender Wechsel.

  Shopping Fieber  

  Bild vergrößernBild vergrößern


Entlang der "Orchard Road" gibt es ein Luxus-Shoppingzentrum neben dem andern. Diese sind oft durch klimatisierte Über- oder Unterführungen miteinander verbunden. In den dortigen Warenhäusern waren auf den Orientierungstafeln neben den Rolltreppen nicht die Abteilungen wie: Haushaltwaren, Kinderkleider, Bücher, etc. aufgeführt, sondern eine Liste mit den Namen geschützter Tiere wie ’Puma oder Krokodil’, Mineralstoffarten wie ’Diesel oder Quecksilber’ und auch der Boss und sein Hilfiger wurden irgendwie zum Verkauf angeboten.

In der ganzen Stadt verteilt gibt es noch viele weitere Einkaufsmeilen von denen alle andern, ausser denjenigen an der Orchard Road, ihre Waren zu Preisen anbieten, die sich auch das Fussvolk leisten kann.

Genau wie in Malaysia, sind auch westliche Ketten wie Carrefour oder Ikea vertreten und jedes grössere malaysische Geschäft hatte auch Filialen hier und umgekehrt. Egal an welchem Wochentag; es war schier unglaublich wie viele Leute diese ganzen Einkaufszentren bevölkern und am Wochenende waren es jeweils sogar noch mehr. Uns schien es, dass die Singapurer nur zwei Hobbies haben können: einkaufen und essen gehen. Letzteres wunderte uns weniger, denn es gab so viele Möglichkeiten sich gut und billig auswärts zu verpflegen. Imbissbuden auf den Strassen und "Food Court's" gab es in der ganzen Stadt in Hülle und Fülle, sogar noch häufiger als in Kuala Lumpur. In einigen Gegenden verbarg jedes zweite Gebäude einen kleineren oder grösseren "Food Court". Ein Fremder konnte diese nicht immer auf Anhieb finden, denn oft führte nur eine kleine unscheinbare Treppe in ein Untergeschoss, wo sich ein wahres Reich mit dutzenden von Esständen verbarg. Viele waren nun klimatisiert und wir hörten, dass mittelfristig alle auf diesen Stand gebracht werden sollen. Wie im Nachbarland, gab es auch hier eine sehr beliebte Nachspeise, welche aus geschabtem Eis hergestellt und mit bunten Jellies und süssen Toppingsaucen abgeschmeckt wurde. Andere wieder bevorzugten zum Dessert die gute Auswahl an Kaffeehäusern mit Backwaren. Obwohl hier alles etwas teurer war als in Malaysia, war das Essen hier immer noch sehr billig. Wenn man sah wie beliebt die vielen "Food Court's" von Mittag bis spät am Abend sind, wunderten wir uns, ob überhaupt noch jemand zu Hause kocht. Daneben gab es aber auch viele Restaurants, von denen einige westliche Speisen servierten und auch der überall unvermeidliche "Fast Food" war natürlich vertreten. Da aber die Einheimischen nicht all zu häufig dort assen und ihre eigene Küche sonst sehr gesund ist, schien Übergewicht kein Problem zu sein.

Die Leute sind so gesund, sie arbeiten bis ins hohe Alter. Erst kürzlich war das Pensionsalter auf 68 Jahre erhöht worden, aber dies ist noch nicht genug. Die Taxifahrer haben gerade diese Woche darum gefleht, dass sie arbeiten dürfen bis sie 73 Jahre alt sind!



Hinweis: Food Courts in Singapur

Wie in den meisten Metropolen Asiens üblich, verpflegt sich ein Grossteil der Bevölkerung Singapurs drei Mal täglich auswärts. In Singapur kochen 70% der Bevölkerung überhaupt nie zu Hause und die übrigen 30% auch nur ab und zu. Konsequenterweise haben viele Mietwohnungen nicht einmal eine Küche!

Natürlich hat kaum jemand weder die Zeit noch das notwendige Kleingeld um regelmässig in einem gepflegten Restaurant zu tafeln. Der Grossteil der Bevölkerung verpflegt sich in den „Food Courts“. Diese bestehen jeweils aus einer Ansammlung von Garküchen, welche sich um einen zentralen Platz (meist innerhalb eines Gebäudes) mit Tischen und Stühlen gruppieren. Viele Speisen werden erst nach der Bestellung innerhalb von ein paar wenigen Minuten frisch zubereitet: gut und preiswert (2007 ca. 2.50-4.00 Singapur $ für eine Hauptmalzeit).

"Food Courts" gibt es in ganz Singapur in Hülle und Fülle. In vielen Stadtteilen verbirgt jedes zweite Gebäude einen kleineren oder grösseren "Food Court". Ein Fremder findet diese nicht immer auf Anhieb, denn oft führt nur eine kleine unscheinbare Treppe in ein Untergeschoss, wo sich ein wahres Reich mit dutzenden von Imbissbuden verbirgt. Viele "Food Courts" sind nun klimatisiert und wir hörten, dass mittelfristig alle auf diesen Stand gebracht werden sollen.

Die Küche Singapurs reflektiert die drei im Stadtstaat vertretenen Kulturen: Chinesen, Inder und Malayen und es macht richtiggehend Spass, die verschiedenen Gerichte durchzuprobieren. Hier einige unserer Favoriten:

Chinesische Gerichte:

  • Gebratene Kway Teow Nudeln (mit Muscheln (oder Fleisch) und Gemüse)
  • Wonton-Suppe

Indische Gerichte:

  • Roti (Fladenbrot) normalerweise mit verschiedenen Curry Saucen, aber auch süss mit Bananen (extra für uns Touristen)
  • Dosa (indische Crêpes aus Linsenmehl) gefüllt mit Curry
  • Nordindische Curries (oft mit Sahne in der Sauce, daher viel milder als die Südindischen Gerichte)

Malaysische Gerichte:

  • Saté Spiesschen (Geflügel, Rind oder Lammfleisch) mit Erdnuss Sauce
  • Nasi Campur (weisser Reis belegt mit Fisch, Fleisch, Gemüse, Tofu, Eier usw.).

Guten Appetit!

  Bugis Food Court  

  Bild vergrößernBild vergrößern




  Malaysischer Rotischwinger  

  Bild vergrößernBild vergrößern


Wir genossen die super Auswahl an Speisen aus ganz Asien, eigentlich aus der ganzen Welt, welche wir in den vielen „food-courts“ und Restaurants geniessen durften. Wir liebten es, voll in die kulturelle Vielfalt Singapurs einzutauchen, uns unter die Einheimischen zu mischen und zu beobachten wie sie versuchten, das traditionelle Leben mit dem modernen zu vereinen.


  Food Court  

  Bild vergrößernBild vergrößern


Singapur ist eine extrem sichere Stadt. Erst nachdem wir vom südlichen Afrika zurückkehrten, schätzten wir es so richtig, wie sicher die Stadt ist. Nicht nur, dass man in Singapur zu jeder Tages- und Nachtzeit gefahrlos überall hingehen kann; in den „Food Courts“ beobachteten wir regelmässig, wie sich die Einheimischen einen Sitzplatz reservieren, indem sie ihr Portemonnaie auf einem freien Platz an einem schon von anderen Gästen belegten langen Tisch deponieren. Danach bestellen sie sich an den verschiedenen Imbissbuden ihr Essen. Währendem die Speisen frisch zubereitet werden, holen sie jeweils die Geldbörse zum bezahlen, deponieren an deren Stelle aber sofort ihr Mobiltelefon um den Platz besetzt zu halten!


  neu renoviert  

  Bild vergrößernBild vergrößern





Hinweis: Wohnen in Singapurs Ethnovierteln

Singapur ist sicher immer eine Reise wert, nun stellt sich aber die Frage: In welchem Stadtteil soll ich Absteigen. Viele Singapur Besucher übernachten in der Nähe der Einkaufsmeile an der Orchard Road oder in einem der Hotels etwas ausserhalb des Zentrums.

Da für uns das Leben in der Stadt einer der Höhepunkte eines jeden Aufenthaltes in Singapur darstellt, empfehlen wir sich dort eine Unterkunft zu nehmen, wo sich das Leben der verschiedenen Bevölkerungsgruppen abspielt. Sowohl in „Chinatown“, „Little India“ als auch im „Kampung Glem“ dem Stadtviertel der Malayen gibt es gute Unterkünfte im mittleren und unteren Preissegment. Mit etwas Glück findet vielleicht sogar ein spezieller Anlass statt; in Singapur ist (fast) immer etwas los.

  Gläubige Chinesen  

  Bild vergrößernBild vergrößern




  Mosleminnen  

  Bild vergrößernBild vergrößern


Die Bevölkerung setzt sich in Singapur aus verschiedenen Kulturen zusammen. Die Mehrheit, d.h. etwa 77%, sind chinesischer Abstammung, dazu kommen 14% malaysische Singapurer, 8% Indische und einige Westler. Bei diesen Zahlen war es ein Witz, dass ein Stadtteil "China Town" genannt wird, obwohl man nur noch dort und in "Little India" ältere Gebäude fand, die zudem noch sehr schön restauriert worden sind, was diesen Quartieren eine charmante, wenn auch sehr touristische Atmosphäre zwischen all den Hochhäusern verlieh.



  Masjid Abdul Gaffor Moschee  

  Bild vergrößernBild vergrößern








 

© Brigitte & Heinz aus der Zentralschweiz, 5 Einträge im Gästebuch von Brigitte & Heinz





Leserkommentar schreiben 



Weitere InformationenSuchen nach

Singapur
 
Singapur[26]  313
Weitere Reisereportagen


Hier können auch Sie Reisebilder und Reiseberichte online veröffentlichen
 Fotos Beste Reisezeiten Autorenliste Neue Reisereportagen Neue Bilder Hilfe Links & Banner 
 Autorenzone: Als Autor starten Bericht vorschlagen Autorenzugang Autorenforum Autorenhandbuch 
 Kritik, Anregungen Allgemeine Nutzungsbedingungen Wie pervan.de entstand 

 ©, Redaktion: Mirjana Pervan 



fügt einen Bookmark bei Ihrem Browser ein