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Nachdem ich schon so viele Leute von Barcelona habe schwaermen hoeren, muss ich mir das jetzt mal von der Naehe anschauen und werde die Stadt ein paar Tage lang selbst erkunden.
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Do., 17.08.06
Da mein Flugzeug nach Gerona bereits morgens um 6.30 ging, fuhr mein Bus nach Hahn bereis um 3 Uhr morgens ab. Mama und Papa brachten mich also fruehzeitig zum Busbahnhof nach Ludwgishafen, wo der Bus auch puenktlich abfuhr. Ich versuchte gleich, im Bus etwas zu schlafen, was aber irgendwie schwierig war, obowohl ich sogar 2 Sitze zum Ausbreiten hatte. So lauschte ich entweder meinem Hintermann (wir hatten bereits an der Bushaltestelle beobachtet, dass er ohne Pause reden konnte; aber irgendwann stellte sich seine Mitreisende erfolgreich schlafend, was zu Ruhe im ganyen Bus fuehrte), versuchte zu schlafen oder zu erkennen, wo wir uns gerade befinden. Das habe ich allerdings nicht geschafft, denn ausser McDonalds, Deichmann etc. konnte ich keine Hinweise erkennen - und das kann bekanntlich ueberall sein! |
Puenktlich um 4.50 Uhr kamen wir dann in Hahn an, wo auch schon jede Mene los war. Das ist fuer einen kleinen Flughafen eindeutig mein groesster bisher! Die Schlange am Check in war dann auch schon ziemlich lang und es dauerte eine ganze Weile bis ich endlich dran war. Dann diskutierten die 2 Mitarbeiter an den beiden Gerona-Schaltern dass meine Reisetasche zwar zu gross fuer Handgepaeck waere, aber ja nur 7 kg wiegt, so dass sie letztenendes entschieden, dass ich sie auch als Handgepaeck mitnehmen kann und somit 7 Euro Gepaeckbefoerderungsgebuehr sparen kann. Also habe ich das gemacht - allerdings nicht bedacht, das man im Handgepaeck laengst nicht alles transportieren darf. Die Sicherheitskontrollen waren wohl noch etwas verschaerft - die Frau vor mir musste ihre Uhr ausziehen, alle den Guertel, der hinter mir musste aus seiner Wasserflasche trinken, um zu zeigen, dass er nich tot umfaellt. Naja, und ich musste mein Gepaeck durchsuchen, da sie mein Taschenmesser entdeckt hatten. Es wurde dann vor ein Geraet gehalten und offensichtlich fuer ungefaehrlich eingestuft - jedenfalls besitze ich es immer noch. Meine Nagelschere hat sich ganz durch die Kontrolle geschmuggelt. Dann habe ich mir ein Croissant zum Fruehstueck geholt und auf meinen Flug gewartet. Die Zeit wude mir noch etwas verkuerzt, da eine Umfrage zum Flughafen gemacht wurde - so ging die Zeit recht schnell rum. Als es zum Einsteigen ging, lief dann alles nur noch auaf englisch, was nciht ganz so einfach war, da man in 2 Gruppen einsteigen musste, was die Haelfte der Leute nicht verstanden hat und dann wieder von vorne nach ganz hinten geschickt wurde. Naja, ich habs noch rechtzeitig mitbekommen und mich richtig eingeordnet. Es war auch das 1.Mal fuer mich, dass es auf einem Flugplatz Fussgaengerschilder gab und Wegweiser a la -Gerona-2.Flugzeug links. Aber es sind alle heil ins Flugzeug reingekommen. Im Flugzeug konnte ich dann noch einen Platz am Gang und genuegend Platz fuer mein umfangreiches Handgepaeck ergattern. Umgeben war ich wieder von Schlafenden, was mir aber wieder nicht vergoennt war.
Nach der Ankunft konnten wir wieder ein paar Meter ueber das Rollfeld laufen, nur wenige Meter neben einem einparkenden Flugzeug. Naja, es ist ja nicht zu uebersehen! Genausowenig wie die Schlange vor dem Fahrkartenschalter fuer die Bustickets. Also mal wieder eine Weile angestellt und dann direkt in den Bus, der praktisch vor der Tuer stand. Das ging auch alles ganz schnell, so dass ich schliesslich kurz vor 10 in Barcelona war. Im Bus hatte ich auch ein beisschen geschlafen. Offensichtlich bekommen mir die auslaendischen Busse in dieser Hinsicht besser - in Kambodscha hatte ich in den Bussen auch immer mit dem Einschlafen zu kaempfen. Den Weg zur U-Bahn habe ich dann mit einer gesunden Mischung von Wegweisern und Intuition auch recht schnell gefunden. Ohne auch nur einen Blick auf den Fahrkartenautomaten geworfen zu haben, wurde ich gleich befragt, was fuer Tickets man denn braucht. Also versuchte ich mein Wissen von zuhause weiterzugeben, aber so richtig verstanden haben mich die 2 Spanierinnen nicht... Naja, vielleicht haben sie noch wen mit besseren U-Bahn-Tarif-und Sprachkenntnissen getroffen.
Nach kurzer Suche hatte ich dann auch mein Hostel gefunden. Der Aufzug sah recht abenteuerlich aus - er ist in einem Kasten aus Draht an dem steht in etwa - Tuere bitte sorgfaeltig schliessen-. Und wenn der Aufzug gerade nicht da ist, kann man ganz schoen in die Tiefe blicken.... Ich entschied mich also fuer die Treppe, aber die Aussage 1.Stock iist auch mehr eine abstruse Behauptung. Mal schauen, ob ich mich mit dem Aufzug nicht doch noch anfreunden kann. .. Eigentlich haette ich mich dann doch gerne erst ein bisschen ausgeruht, aber wie zu erwarten war, war mein Zimmer noch nicht fertig. Also gings dann doch gleich los mit der Barcelona-Besichtigungstour.
Als erstes ging ich zur Placa Catalunya, die wirklich nur ein paar Minuten von mir entfernt liegt. Dort habe ich ddann erstmal bei der Touristeninformation alle moeglichen Infoblaetter, Gutscheine, Stadtplaende etc. eingesammelt und mir dann einen ersten Ueberblick verschafft. Dann bin ich die Ramblas entlang gelaufen, um ein paar erste Impressionen von Barcelonaa einzufangen. Es gibt unzaehlige Pantomimen. Es werden alle mleglichen Tiere (die in engste Kaefige gequetscht werden) verkauft - vom Vogel bis zur Vogelspinne, von der Schildkroete bis zum Streifenhoernchen ist alles dabei. Dann gibt es noch einen Abschnitt mit Blumenverkaeufern und einen mit Malern bzw. Kuenstlern aller Art. Einmal habe ich auch Huetchenspieler gesehen, die gerade fleissig am Gewinnen waren, aber dann schien wohl irgendwo die Polizei aufzutauchen, denn ploetzlich waren sie wie vom ERdboden verschluckt. Schliesslich kam ich dann am Ende der Ramblas - und somit am Hafen - an. Dort setzte ich mich etwas hin und machte endlich die ersten Fotos. Auf dem Rueckweg machte ich dann auch Fotos von der Rambla und ging ausserdem in die Markthalle. Ich habe jede Menge Obst, Fleisch, Fisch und anderes Meeresgetier geknipst - so manches war noch am Zappeln... Wieder and der Placa Catalunya angekommen, setzte ich mich hier wieder ein bisschen hin. Hier gibt es uebrigens so viele Tauben, dass man meinen koennte, man waere in Florenz.... Mittlerweile ist es bewoeltk tun recht windeig, aber angenehmer als heute mittag, als die Sonne richtig gebrannt hat. Ein paar Mal dachte ich, es wuerde doch noch regnen, aber ich glaube, die Schuld trifft ein Kind, das mit einer Wasserflasche gespielt hat....
Jetzt bin ich erstmal im Hotel - mein Zimmer ist klein, aber sauber und das Internet funktioniert auch, auch wenn es fuer alle nur einen einzigen PC gibt...
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Fr, 18.08.
Nachdem ich gestern endlich mal in meinem Zimmer war, habe ich dann doch erstmal eine Weile geschlafen und bin dann erst abends noch ein bisschen durch die Strassen gelaufen und habe etwas gegessen. Dann bin ich nicht besonders spaet ins Bett, wo ich mich erst etwas an die Geraeuschkulisse gewoehnen musste, aber dann doch gut geschlafen habe.
Heute hatte ich mir dann vorgenommen, um 10 eine Fuehrung durchs Gotische Viertel mitzumachen. Deshalb bin ich schon kurz nach 8 aufgestanden - man weiss ja nie, ob das Bad sonst frei ist... Ich weiss nicht genau, wieviele das mitnutzen, da es vom Gang aus zugaenglich ist. Das Fruehstueck hier ist reichlich spaerlich - Tee, Kaffee und Birnen...
So war ich jedenfalls rechtzeitig bei der Touristeninformation, wo dann um 10 die Fuehrung losging. Wir waren eine Gruppe von um die 15 Leuten. Erst gings durch die Einkaufsstrasse ins Gotische Viertel. Dort haben wir dann jede Menge bestaunt: enge Gassen, Plaetze, die Kathedrale, verschiedene Gebaeude...
Im Anschluss an die Tour bin ich zum Picasso - Museum gelaufen, das ebenfalls sehr schoen von aussen anzusehen ist (drin war ich nicht) und habe dort dann mal die spanische Kueche getestet und Tortilla gegessen. Danach habe ich mir noch die Kirche St.Maria del Mar angeschaaut und das Gebaeude des Marktes Mercat del Born - er wird allerdings gerade renoviert, so dass es auch hier beim Blick von draussen blieb. Dann gings noch zum Estacion de Francis - das ist der aelteste Bahnhof Spaniens, er wurde zur Weltausstellung 1929 erbaut. Danach ging ich in den Parc de la Citadella und habe ein bisschen Palmen angeschaut und Leuten beim Paddeln ueber den See zugeschaut! Da ich jetzt gar nicht mehr weit weg vom Strand war, ging ich durch die Olympiastadt zum Olympiahafen und von dort dann an den Strand. Meine Badesachen hatte ich nicht dabei, aber mit den Fuessen habe ich das Wasser mal getestet - naja, koennte waermer sein :-) Mal schauen, ob ich da nochmal richtig schwimmen gehe!
Danach bin ich erstmal wieder ins Hostel gefahren, wo ich jetzt im Internet bin und mich auch gleich wieder aufmachen werde, um zu schauen, was es hier noch so zu erleben gibt! |
Sa, 19.08.
Gestern bin ich dann noch zum alten Hafen am Ende der Ramblas gefahren. Dort habe ich erst einem Mann mit seiner Marionette zugeschaut - es war echt unglaublich, was er damit alles anstellen konnte! Dann bin ich mit dem Aufzug die 60m hohe Kolumbussaeule hochgefahren - man musste ziemlich lange anstehen und oben wars dann supereng... Ich musste die Kamera immer aus dem Fenster halten, aber sie hats ueberlebt! Dann habe ich mir ein Ticket fuer eine Jazz-Katamaranfahrt gekauft und im Maremagnum-Center (grosses Center mit Laeden, Kino, Restaurants...) zu Abend gegessen. Dann bin ich gemuetlich auf dem Katamaran gesessen, habe mir den Wind um die Ohren brausen lassen und dem Jazz-Saxophonisten gelauscht (der allerdings mehr Pause hatte als er gespielt hat...). Insgesamt war es aber ein sehr schoener Ausflug! Dann habe ich in der Rambla noch eine Weile einem Kuenstler zugesehen und bin dann mit der Metro zurueckgefahren. In der Metrostation habe ich noch eine Weile einem Musiker zugeschaut, bevor es dann letztenendes zum Hostel zurueckging.
Samstag
Heute wollte ich mir die Sehenswuerdigkeiten in Eixample und Gracia ansehen. Also ging es erstmal den Passeig de Gracia entlang, wo auch bald "La Manzana de la Discordia" - 3 beeindruckende Palastbauten - kam:
1. Casa Lleo Morero (1902-1906) im venezianischen Jugendstil mit Skulpturenschmuck, Erkern und Balkonen
2. Casa Amatller (1898) an gotischen Elementen orientiert mit abgetrepptem Giebel und bunten Keramikfliesen verkleidet
3. Gasa Batllo (1904-1907) von Gaudi mit einer Fassade aus Sandstein, Kermamik und Scherbenplaettchen und Balkonbruestungen mit katalanischer Eisenschmiedekunst.
Etwas weiter der Srasse entlang kommt man zu einem weiteren Bauwerk Gaudis: Casa Mila (1905-11). Dieses Haus, das keine tragenden Waende hat ist in wellenfoermiger Bewegung angelegt. Ich habe es auch von innen besichtigt. Am interessantesten war dabei das begehbare Dach, auf dem saemtliche Belueftungsoeffnungen und Schornsteine zu surrealistischen Kunstewerken umgewandelt worden sind. Ein Stueck weiter kommt Casa Thomas (1895-98) und Cas de la Punxes (Haus der Nadeln).
Nach diesem Morgen voller Architektur habe ich mich in der Rambla de Catalunza etwas hingesetzt und mich wieder an der katalanischen Kueche probiert: getoastetes Brot, eingerieben mit Olivenoel, Knoblauch und Tomaten, belegt mit Kaese und spanischem Schinken.
Nach der Erholung habe ich mich dann zum naechsten Gaudi-Gebaeude aufgemacht: Sagradea Familia. Beim ersten Blick von aussen dachte ich noch, dass die Kirche ja gar nicht so baustellenmaessig aussieht wie erwartet, aber drinnen habe ich meine Meinung dann doch gruendlich geaendert - alles voller Riesengerueste und Baumaterialien! Ich fands aber mal inteessant, so eine Kirche in ihrer Entstehung zu sehen!
Im Anschluss daran gings zum naechsten Gaudi-Werk, dem Park Guell. Gluecklicherweise habe ich mich fuer dei richtige U-Bahnstation entschieden und konnte so den ca. 1,5km langen Weg zum Park (der auf einem Berg liegt) groesstenteils via Rolltreppe ueberwinden. Das war mal eine gute Erfindung! Im Park hatte man viele schoene Ausblicke auf die dortien Anlagen, Barcelona und das Meer. Als Ausgang habe ich dann den Hautpteingang genommen - dort gab es zwar keine Rolltreppe, aber dafuer nochmal schoene Ausblicke auf 2 Haeuser im Zuckerbaeckerstil, eine Saeulenhalle, Treppen mit bunten Brunnen...
Da mich der Blick aufs Meer dann doch wieder gereizt hat, habe ich mich dann nach Barceloneta aufgemacht. Dort haben sich meien Fuesse erst etwas im Meer vom vielen Herumlaufen erholt und danach habe ich mich zu den anderen unzaehligen Leuten am Strand gesetzt und dden Schwimmern, Surfern, Seglern und Paraglidern zugeschaut. Danach habe ich in einem Restaurant am Meer zu Abend gegessen und mich dann auf den Heimweg gemacht! |
So, 20.08.
Nach dem Fruehstueck - ich habe mir inziwischen Schokocroissants aus dem Supermarkt gekauft, um die Auswahl etwas zu vergroessern - habe ich mich auf den Weg gemacht, um das Fussballstadion Barcelonas "Camp Nou" zu besichtigen. Nachdem ich nun den Rundweg durchs Stadion von Umkleidekabine, Kapelle, Stadion, Presseraeumen bis zu einer Ausstellung mitgemacht habe, bin ich nun sozusagen fast ein Camp Nou-Experte. Es war recht interessant, zumal es ja das 1.Fussballstadtion ueberhaupt war, das ich von innen gesehen habe. Nach der WM dieses Jahr werde ich nohc zu einem richtigen Fussballkenner!
Danach habe ich mich zum Parc de l Espana Industrial aufgemacht. Der Park ist postmodern gestaltet mit Tueremen, Sitzbaenken aus Naturstein, einem kuenstlichen See und Rasenflaechen. Den ersten Turm habe ich gleich mal bestiegen, um mir einen Ueberblick ueber den Park zu verschaffen. Ueber eine Rutsche kam ich dann weiter ins Innere des Parks. Dort ging ich dann eine Weile auf den Steinstufen entlang, allerdings trennte mich immer auf der einen Seite eine Mauer, auf der anderen Seite Wasser (ueber das ich gerutscht war) vom Ausgang des Parks. Es ist mir immer noch ein Raetsel, wie das gedacht war... Ich bin letztenendes durch eine niedrige Stelle im Wasser wieder nach draussen gekommen.
Da mir die Gegend sonst nicht sonderlich sympathisch war, bin ich dann auch bald wieder zurueck. Ich bin erst kurz ins Hostel, weil ich nochmal das Meer geniessen wollte - und zwar diesmal mit Bade- und dafuer ohne Wertsachen. Ich habe auch tatsaechlich noch ein freies Plaetzchen fuer mein Handtuch gefunden. Geschwommen bin ich nicht, aber ein Stueckchen weit im Wasser war ich schon. Da ein ziemlicher Wellengang geherrscht hat, wurde ich aber trotzdem von oben bis unten nass!
Abends bin ich dann noch auf das Strassenfest in Gracia. Am Anfang gab es eine Reihe knallbunter Kinderkarussels und sonst noch einige Buehnen. Diese lagen recht weit auseinander, so dass es eine Weile gedauert hat, alles zu erkunden. Man musste aber im Zweifel immer nur den Menschenmassen hinterherlaufen! Es gab richtig superschoen geschmueckte Strassenzuege mit riesigen Figuren und bunten Lichtern (ich hatte den Foto aber mal wieder nicht dabei...). Dafuer gab es aber nicht solche Fressstaende wie bei uns - Essen gabs meistens von den kleinen Restaurants der Gegend, deren Tische draussen aber irgendwie immer schon alle belegt waren. So bin ich letztenendes wie die meisten bei einer Metzgerei gelandet und habe so ein eingeriebenes Baguette mit Serrano-Schinken gegessen. Die Bands, die ich gesehen habe, waren irgendwie fast alle noch mit Aufbauen beschaeftigt und die anderen waren fuer meine Ohren auch eher ungewoehnlich: Trommler, Akkordeon und Instrumente, die ich nicht kannte. Als ich ploetzlich und unerwartet vor einer U-Bahn-Station stand, habe ich mich dann fuer die Heimfahrt und mein Bett entschieden! |
Mo,. 21.08.
Heute ging ich als erstes zum Palau de la Musica Catalana, einem ziemlich bunten Haus im kaltalanischen Jugendstil.
Als naechstes ging ich nochmal in die historische Altstadt, um mir die Kathedrale von innen anzuschauen. Das war bei der Fuehrung damals nicht inbegriffen und da die Kathedrale nur von 13-17 Uhr Eintritt kostet, wollte ich die Besichtigung auf einen Vormittag legen! Ich bin dann auch noch mit dem Aufzug den Turm hochgefahren, um mir nochmal Barcelona von oben anzuschauen.
Danach ging ich die Ramblas entlang bis zum Palau Guell, aber das Haus war eine reine Baustelle, so dass man gar nichts davon erkennen konnte.
Dann ging ich zur Markthalle, um dort zu Mittag zu essen. Das war sehr lecker: Als Vorspeise gabs Melone mit Schinken, dann span.Wuerstchen mit Pommes Frites und als Nachtisch noch Crema Catalan. Allerdings war ich danach ziemlich satt.... Ich bin dann noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen, mit der Absicht, einzukaufen, aber irgendwie bin ich nicht so richtig fuendig geworden, so dass ich wohl nicht mehr Gepaeck als auf der Hinfahrt mitbringen werde.
Nachher bin ich mit Arianna und anderen von couchsurfing.com verabredet - ich bin mal gespannt, ob wir uns finden und wie es dann so wird!
Ich habe mich dann noch etwas am Placa Catalunya hingesetzt (und dabei immer mehr tote Tauben entdeckt…), bis ich dann Arianna aus Chicago getroffen habe. Wir haben uns gleich gefunden und erkannt – auch nicht anders als ein new-in-town-Treffen in Deutschland! Sie hatte sich noch mit Davide aus Rom verabredet (dem ich nicht geantwortet hatte…), aber nachdem er bis 15 min. nach der verabredeten Zeit noch nicht da war, sind wir dann gegangen. Wir sind ein bisschen durch die Straßen spaziert und haben uns dann noch in ein Café gesetzt. Beim Durch die Strassen gehen sind wir tatsächlich an einem Geschäft vorbeigekommen, in dem Hunde und Katzen in Terrarien verkauft wurden…
Arianna war dann um 7 schon wieder mit einem Bekannten verabredet, so dass ich vor der Kathedrale noch kurz leckere „patatas bravas“ (Kartoffeln mit Sauce) gegessen habe und dann zum Olympiaberg Montjuic gefahren bin. Arianna hatte die Wasserspiele dort gesehen und war schwer begeistert. Wasserspiele gab’s montags zwar nicht, aber der Palau Nacional – ein großer Palast, in dem ein Museum ist – war auch sehr sehenswert. Ausserdem hatte man von dort einen exzellenten Blick auf Barcelona bei Sonnenuntergang. Arianna war übrigens auch auf dem Festival in Gracia. Gegen Mitternacht haben dort wohl Bands gespielt, aber da war ich schon im Bett! Sie hatte sich das Fest aber auch größer vorgestellt.
Wieder zurück im Hostel, das übrigens neben einer Kneipe namens „Alt Heidelberg“ liegt, wurde ich schon sehnsüchtig erwartet, da sie wohl gerade bei der Abrechnung gemerkt hatten, dass ich noch nicht bezahlt hatte. Also habe ich das noch erledigt und bin dann ins Zimmer.
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Dienstag, 22.08.
Nach dem Aufstehen und Frühstück habe ich mich gleich zum Busbahnhof aufgemacht, mich noch mit einer paar Bäckerei-Süßigkeiten eingedeckt und dann ging’s auch schon zum Flughafen nach Girona. Dort wollte ich eigentlich mein Gepäck einschließen, aber der Flughafen besitzt tatsächlich keine Schließfächer. Ich habe mich also schon mal darauf eingestellt, den ganzen Tag mein Gepäck herumzuschleppen, aber glücklicherweise gab es dann am Busbahnhof in Girona welche – wenn auch für horrende 4,50 Euro. Ausserdem hatte ich das Gefühl, der Busfahrer hat erstmal eine ausführliche Rundfahrt durch’s Industriegebiet gemacht, bis ich alle Möbelhäuser, Lidl, Decathlon, Bauhaus, Media Markt und McDonalds kannte. Aber letztenendes sind dann ja angekommen!
Der erste Eindruck von Girona war nicht gerade berauschend, aber je näher man der Altstadt kam, umso schöner wurde die Stadt. Die Kathedrale habe ich mir nur von aussen angeschaut. Danach bin ich durch die Gassen der Altstadt und der alten Stadtmauer herumgelaufen – die vielen Stufen waren bei der Hitze (34 Grad) ganz schön anstrengend. Zum Mittagessen habe ich mir dann noch mal ein 3-Gänge-Menü gegönnt – wer weiss, wann es wieder etwas gibt! Also, Vor-und Nachspeise wie gehabt Melone und Schinken und Crema Catalan, als Hauptgericht diesmal Schnitzel mit Pommes. Übrigens gibt es in Girona auch deutsche Übersetzungen der Speisekarten – allerdings war die Übersetzung für „Melone und Schinken“ „Melone und Sahne“ – da hab ich mich lieber mal auf meine – zumindest für diese Gerichte vorhandenen Spanisch- oder Katalanischkenntnisse verlassen!
Nach dem Mittagessen, dassich wegen dem Touristenansturm ziemlich in die Länge gezogen hat, habe ich beschlossen, noch die arabischen Bäder (die romanischen Ursprungs sind, aber im Stil der Mauren) zu besichtigen. Nach einem Blick auf die bunten Häuser am Fluss Onyar bin ich dann durch die Rambla de la Llibertat, die recht schön angelegt ist, wieder zurück Richtung Busbahnhof. Die Geschäfte hatten ohnehin den ganzen Nachmittag geschlossen und ich war auch nicht sicher, wie lange meine Suche nach dem Busbahnhof dauern würde – ich hatte nur eine Karte der Altstadt und die vielen kleinen Gassen dort waren eher verwirrend. Mein Orientierungssinn hat mich aber mal wieder überrascht und ich kam auf ziemlich direktem Weg wieder zum Busbahnhof. Dort habe ich mich noch etwas im CD-Laden umgeschaut und bin dann doch gleich mit dem Bus zum Flughafen gefahren. Dort hatte ich dann noch eine ganze Weile zu warten – die Zeit habe ich mir mit „durch die Gegend gucken“ und Essen vertrieben. Ich versuchte dann wieder mein Gepäck als Handgepäck mitzunehmen, um auf dem Heimweg keine Warterei am Gepäckband zu haben, aber diesmal war ich nicht erfolgreich – mein Taschenmesser kam nicht durch die Gepäckkontrolle, so dass ich wieder zurück zum Check in musste und die Tasche aufgegeben habe…. Die Spanier waren da doch etwas kritischer als die Deutschen. Der Flug hatte dann etwas Verspätung, aber wir kamen rechtzeitig in Deutschland an, so dass ich auch problemlos den Bus nach Ludwigshafen bekommen habe. Ich hatte den Platz direkt hinter dem Fahrer, was auch mal ganz spannend war! In Ludwigshafen haben mich dann Mama und Papa abgeholt und ich habe mich erstmal ausgeschlafen!
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Rückblick
Das war dann also mein Barcelona-Aufenthalt - wie immer war der Urlaub zu kurz! Die Stadt ist wirklich superschön gelegen – zwischen Bergen und Meer – es gab jede Menge toller Ausblicke! Ausserdem ist die Stadt voller Leben – selbst wenn man einfach nur durch die Straßen läuft, wird einem sicher so schnell nicht langweilig! Von den vielen interessanten Museen habe ich leider nicht soviel gesehen, da ich einfach das schöne Wetter für Unternehmungen draußen nutzen wollte – da muss wohl noch mal ein extra-Besuch her :-) Aber die vielen spannenden Gebäude kann man sich ja bei jedem Wetter ansehen und das kann ich auch jedem empfehlen! Und wenn man eine Stadt mit interessanten Sehenswürdigkeiten auch noch mit einem Strandurlaub verbinden kann – was will man mehr?! |
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