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 | |  Eine Reisereportage von Uschi Poehler
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Linkerseits des Rheins kamen wir an einer >gute alte Bekannten<, der Ruine Fürstenberg vorbei. Wir können sie jeden morgen nach dem Aufstehen beim Blick aus unserem Fenster als erstes sehen. Sie stellt noch ein Stück unverfälschtes Mittelalter dar. Auch sie diente zur Zollerhebung. Die Wehranlage liegt inmitten von Weinbergen über dem Rhein und stellt eine typische rheinische Hangburg dar. Besonders faszinierend ist der 25 Meter hohe, runde Bergfried, der sich zum Zinnenkranz hin verjüngt. |
Kurze Zeit später ankerten wir in einer der „schönsten Städte der Welt“ in Bacharach. So zumindest beschrieb der französische Romantiker Viktor Hugo die Stadt im 19.Jahrhundert. Schon das Stadtpanorama läßt erahnen wie schön es in ihrem Inneren ist. |
Oberhalb von Bacharach entdeckten wir die Burg Stahleck.
Die Burg Stahleck wurde im 12. Jahrhundert im Auftrag des Kölner Erzbischof zum Schutz des Viertäler-Gebietes um Bacharach erbaut. Während des Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die Burg 1689 von französischen Truppen gesprengt. 1925 bis 1927 entstand auf den alten Grundmauern die heutige Jugendherberge. Eine unrühmliche Rolle spielte die Anlage im Dritten Reich, als die Nationalsozialisten auf Burg Stahleck ein „Jugendumerziehungslager“ einrichteten, wo zwangsrekrutierte Jugendliche aus Luxemburg auf ihren Einsatz an der Ostfront vorbereitet wurden. |
Schon von Weitem entdeckten wir die ganz besonders imposante Ruine der Wernerkapelle. In reizvoller, weithin sichtbarer Lage thront sie oberhalb von Bacharach auf einem kleinen Plateau. Sie zählt zu den vollendetsten Schöpfungen der rheinischen Gotik. Bei der Sprengung der Burg Stahleck beschädigt, dann von einem Bergrutsch erschüttert, steht sie seit 1787 ohne Gewölbe und Dächer als ein Filigrannetz aus leuchtend rotem Sandstein da. |

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