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 | |  Eine Reisereportage von Uschi Poehler
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Von unserem Lachen angezogen tauchen immer mehr Dorfbewohner auf. Ein paar größere Burschen präsentieren ihr „Karate“ dann sogar noch vor unserer Kamera. Als es dann ums Anschauen der Bilder geht ist der Bann endgültig gebrochen. Ehe wir uns versehen sind wir wieder dicht umringt. |
Etwas abseits warten aufeinander gestapelte große weiße Säcke auf ihren Abtransport. Auf jedem ist sein Gewicht vermerkt. In den Säcken befindet sich Baumwolle. Gleich hinter dem Dorf liegen die Felder, auf denen die einjährigen Baumwollpflanzen angebaut werden.
Die Pflanzen, die ziemlich vereinzelt stehen wirken klein und kümmerlich. Auch die einzelnen Fruchtkapseln sind recht klein, ganz zu schweigen von dem bisschen Baumwolle, was aus ihnen herausquillt. Einer der Säcke wog 79 kg. Wie viele Fruchtkapseln mussten für diesen einen Sack gepflückt und deren Inhalt herausgepult werden.
Und wie viele Felder mussten vorher angelegt, bestellt und bewirtschaftet werden um so viele Säcke zu füllen. Und das alles ohne technische Hilfsmittel auf ganz traditionelle Art und Weise. Eine Vorstellung, die mit unserer hoch technisierten Welt überhaupt nichts gemein hat und mich bezüglich der harten Arbeit, die hier geleistet werden muss nachdenklich und auch ein wenig traurig macht. |
Noch immer im „Baumwoll-Land“ bleiben die anderen ganz plötzlich stehen. Noch bevor wir ausgestiegen sind haben Ilona, Bettina und Manfred schon die Tische und Stühle herausgeräumt. Nach längerer Zeit steht hier endlich wieder mal ein großer Schattenbaum. Den konnte Manfred natürlich nicht so einfach links liegen lassen. Und so machen wir unsere mittägliche Siesta heute eben mal mitten auf der Piste. Es gibt hier ja eh keinen Verkehr.
Pfeifen es die Spatzen von den Dächern bzw. Bäumen? Oder wie sonst hat es sich in Windeseile herum gesprochen, dass sich hier ein paar Fremde häuslich niedergelassen haben. Wir sind noch nicht richtig mit dem Tischdecken fertig als sich die ersten Schaulustigen einfinden. Mit großen Augen nehmen sie unseren reich gedeckten Tisch ins Visier.
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