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 | |  Eine Reisereportage von Uschi Poehler
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Nach wenigen Kilometern kommen wir noch mal zu der interessanten „Fußgängerbrücke“, an der wir gestern Nachmittag vorbeibebraust sind. Momentan wird sie nicht gebraucht und ist fast zugewachsen. Doch in der nächsten Regenzeit, wenn das Wasser durch die Senke fließt wird sie den Dorfbewohnern sicher gute Dienste leisten. Einem TÜV-Prüfer würde angesichts dieses wackeligen Bauwerkes sicher das Grauen kommen, doch wer fragt hier schon nach dem TÜV. Für hier ist sie praktisch und nur das zählt. |
Die meisten Dörfer, durch die wir kommen wirken sauber und gepflegt. Überall stehen blühende Sträucher, die Wege sind mitunter sogar mit Steinen eingefasst und die sandigen Böden wirken oft wie gerade frisch gefegt. Man sieht kein Unkraut, kein unübersichtliches Gestrüpp und keinen Unrat oder Abfall herumliegen. Irgendwo habe ich gelesen, dass dies nicht unbedingt eine übertriebene Reinlichkeit sei. Durch die sauberen Böden kann man die Spuren von unliebsamen Gästen wie Schlangen, Skorpionen und anderem gefährlichen Getier ganz genau verfolgen. Eine Vorsichtsmaßnahme, die sicher schon manchem das Leben gerettet hat. |
In einem größeren Dörfchen machen wir Halt. Während Manfred mit dem Dorf- Chief ins Plaudern kommt schauen wir uns ein wenig um. Wir entdecken eine kleine Kirche. Sie ist zwar verschlossen, doch durch die geöffneten Fenster können wir einen Blick hinein werfen. Sie ist recht einfach, doch vorn am Alter entdecken wir ein hübsches Bild. Selbst neben der Kirche gibt es noch einen kleinen strohbedeckten Altar, doch die Attraktion ist die „Kirchenglocke“. Silke ist von ihr total fasziniert. Es ist schon erstaunlich, für was eine ausgediente Autofelge alles dienen kann. |

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