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Um uns herum gibt es Unmengen von großen und kleinen Spuren. Auch in der Nacht, als wir schliefen muss es hier ganz schön turbulent zugegangen sein. Die vielen frischen Exkremente sind ein ganz sicheres Zeichen dafür. Und was die Elefanten, Hippos, Antilopen und anderen Tierchen müssen, dass muss auch ich. Mit Spaten und Papier verschwinde ich gut getarnt hinter dem nächsten Busch. Wildübernachtungen bringen so was nun mal mit sich.
Gestern Abend hatte ich Karl-Heinz dabei. Der musste erst einmal die ganze Umgebung ableuchten. In der Wildnis weiß man ja nie. Trotzdem war es mir etwas unheimlich, als es hier und da raschelte und knackte, plötzlich ein aufgeschreckter Vogel aufflatterte und irgendwo in der Ferne eine Hyäne schrie.
Da fühle ich mich jetzt bei Tageslicht natürlich entschieden wohler. Und dass ich bei meinem „Buschgang“ als besonderes „Extra“ noch eine weitere Elefantenherde beobachten kann macht die Sache natürlich perfekt. Das ist Afrika pur, so wie ich es mag. Eigentlich ganz schön auffällig, dass alle Elefanten jetzt am Morgen von der ungeschützten Seite des Luangwa auf die durch den Nationalpark geschützte Seite wechseln. Tun sie sich des Nachts immer auf den Feldern der Bauern gut? Man könnte es fast vermuten.
Ganz so gut getarnt war ich dann aber wohl doch nicht. Triumphierend zeigt mir Karl-Heinz einen wirklich gelungenen Schnappschuss. War das seine Revanche für meine „Schnappschüsse“ vom letzten Jahr? |
Später nach dem Frühstück entdecken wir da, wo wir beim Aufstehen das Flusspferd beobachtet hatten zwei junge Männer. Wie zu erwarten schlagen sie natürlich unsere Richtung ein. Schnell sind wir mit ihnen im Gespräch. Die Beiden waren am Fluss um Fische zu fangen. Ihre Ausbeute führen sie uns ganz stolz vor. Einer der Fische hat mächtig scharfe Zähne und sieht fast wie ein Piranha aus. Beide bekommen ein Frühstücksbrot und was zu trinken. Und dass sie dann auch noch all unsere leeren Getränkebüchsen mitnehmen können freut sie noch mehr als uns. |
Bevor wir den Luangwa verlassen machen wir noch einen kurzen Stopp und schlendern hinunter bis dahin, wo der Luangwa noch fließt. Wir nehmen Abschied, erfreuen uns an der unermesslichen Weite, die uns umgibt und beobachten ein Hippo, das nicht so richtig weiß was es will. Kaum ist es im Wasser, kommt es wieder hinaus und wenig später taucht es schon wieder ab. Fühlt es sich durch uns in seiner Ruhe gestört? |

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