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Schon seit ein paar Jahren hatten wir das Kaokoveld im Visier. Wir hatten viel darüber gelesen und auch einiges darüber im Fernsehen gesehen.
Das Kaokoveld liegt im Nordwesten Namibias, es ist noch weitestgehend unberührt und teils schwer zugänglich.
Im Kaokoveld leben die Himbas, ein halbnomadisches Hirtenvolk, das seine ethnische Eigenart und Kultur bisher noch bewahren konnte. Das was wir über sie gehört, gesehen und gelesen haben hatte uns neugierig gemacht und für uns stand fest das wir das Land der Himbas unbedingt kennen lernen wollten.
Wir wussten, dass man dort nur mit robusten Geländefahrzeugen fahren kann und das es dort keine Übernachtungsmöglichkeiten gibt.
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Unsere beiden Fahrzeuge
Und so entschieden wir uns für eine 8-tägigen geführten Campingsafari. Als Begleiter hatten wir Hans-Dieter und Gotthard, zwei Namibier, die sich im Kaokoveld sehr gut auskennen.
Eine Tagesetappe führte uns auch über den gefürchteten „Van Zyls Pass“, der in fast keine Karte eingetragen ist. |
Tankstopp in Okongwati
Doch bevor wir Richtung „Van Zyls Pass“ fuhren, gab es aber erst noch eine Pflichtübung, nämlich tanken. Schließlich hatten wir in den letzten zwei Tage schon einiges an Benzin verbraucht. Und im Kaokoveld ist es immer besser genügend Benzin dabei zu haben.
Also fuhren wir erst einmal in das kleine Dörfchen Okongwati. Dort lernten wir, dass Tanken nicht immer einfach Tanken ist. Denn dort gibt es keine Zapfsäulen und so artete das Betanken mit Hilfe von Benzinkanistern und Schläuchen zu einer ziemlich anstrengenden Prozedur aus. |
Rinder - der kostbarste Besitz der Himbas
Irgendwann war auch diese Hürde genommen. Wir waren schon wieder eine ganze Weile in unserem schaukelnden VW-Syncro unterwegs. Immer wieder begegneten wir großen Rinder- und Ziegenherden.
Dann kamen wir durch den kleinen Ort Etengwa. Dort sah es recht traurig aus. Ringsum türmten sich Berge von leeren Bierbüchsen und -flaschen. Geschäfte gibt es dort nicht, trotzdem findet der Alkohol durch irgendwelche dubiosen Händler seinen Weg dorthin. Ist das der Anfang vom Ende der „Himbakultur“? |
Ein junges Mädchen
Für sie ist eine Sicherheitsnadel so kostbar oder auch so schön, das sie sie als ein Schmuckstück trägt. |
Noch ist die Piste ganz gut
Später kamen wir nach Okauwa, dass mir durch sein kaputtes Windrad, in dem Webervögel ihre Nester bauten, in Erinnerung bleiben wird.
Kurz dahinter wurde die Strecke schlechter. Regina verdrehte die Augen. „Auf was habe ich mich da nur eingelassen“. Hat sie die Bilder von der letztjährigen Tour nicht gesehen? Denn die Strecke, die wir befuhren war doch eigentlich nur das Vorspiel zu dem, was uns noch erwartete. Auch Gunter staunte und glaubte, dass dies schon der Pass sei. Na dann wartet erst einmal ab.
Über eine ziemlich steile Abfahrt ging es hinunter in eine Senke. |
Beim Ovivero Dam
Gegenverkehr. Eine große Herde Rinder kämpfte sich mühselig den Hang hinauf. Und da standen wir ihnen auch noch mitten im Weg. Ich schaute nach hinten und beobachtete Gotthard mit dem Nissan. Das Geschaukel über recht große Felsbrocken und tiefe Rinnen sah schon ziemlich abenteuerlich aus.
Schließlich landeten wir in einem ausgetrockneten Flussbett. Nicht weit von uns entfernt lag der Ovivero Dam an dem sich zur Mittagszeit sehr viele Rinder und Ziegen tummelten.
Der ideale Platz für unsere Mittagspause. Durch die vielen Bäume ringsherum standen wir im Schatten. Schnell fanden sich auch ein paar Zuschauer ein. Wieder einmal waren Rinder und Ziegen vergessen, wenn es ums „Touri- Schauen“ ging. Und wir taten es ihnen gleich und machten „Himba- Schauen“. So kam jeder auf seine Kosten. |

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