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| Badeaufenthalt mit Abstechern zu Kultur und Geschichte von Samos |
Hotel Samaina
Nachdem ich schon im Juni eine Woche auf Samos, damals in Kokkari, war verschlug es mich im September in den Süden der Insel nach Pythagorio.
Die Anreise selbst war eine etwas langwierige Geschichte, da ein "Griechenlandrundflug" inklusive war. Und zwar ging es zuerst von Wien nach Karpathos und dann erst weiter nach Samos, obwohl wir die Insel zuvor schon überflogen hatten. So dauerte es 5 Stunden bis ich endlich meinen Bestimmungsort erreichte. Vom Flughafen erfolgte dann der Transfer zur gebuchten Unterkunft. Ich habe das Hotel Samaina gebucht das auf einer kleinen Erhebung ziemlich im Zentrum der Stadt liegt. Es ist zwar eine relativ einfache Unterkunft, allerdings von sehr freundlichen Leuten geführt und außerordentlich sauber. |
Panorama Hafenbecken
Außerdem hat man von hier aus einen tollen Ausblick auf das idyllische Hafenbecken mit seinen zahlreichen Tavernen, Bars und Restaurants das etwa 300 m entfernt liegt. |
Hafenbecken am Abend
Pythagorio selbst wurde auf einem Teil des Gebietes der antiken Stadt Samos erbaut. Dadurch ergibt sich fast von selbst, dass man überall über Ausgrabungsstätten stolpert, die jedoch nichts besonders sehenswertes bieten. Im Ort, und speziell am Hafenbecken, geht es vor allem in den Abendstunden sehr lebhaft zu. Man kann, bequem in einer der sich direkt am Wasser befindenden Bars sitzend, dem bunten Treiben zusehen oder Fischer- bzw. Ausflugsboote – aber auch tolle Luxusyachten - beobachten. |
Pythagors Denkmal
Direkt am Hafen findet man ein Denkmal für den wohl bekanntesten Samioten, dem Mathematiker Pythagoras (a2+b2=c2), der 570 v. Chr. hier geboren wurde und auch aufgewachsen ist. Als Erwachsener ging er auf Reisen. Diese führten ihn bis ins damalige Persien, wo er die dort bekannte Mathematik studierte, bevor er mit 40 Jahren nach Samos zurückkehrte. Da hier zu dieser Zeit der Tyrann Polykrates herrschte wanderte er nach Kroton in Italien aus, wo er die Bruderschaft der Pythagoräer gründete, die sich mit wissenschaftlichen, religiösen, politischen und sittlichen Zielen beschäftigte. Doch er war nicht nur Mathematiker, sondern verfügte auch, für die damalige Zeit, über bemerkenswerte astronomische Kenntnisse. So betrachtete er die Erde als Kugel im Zentrum des Universums und war einer der ersten der bemerkte das Abend- und Morgenstern derselbe Planet (Venus) sind. |
Strand und Flughafen
Der Hauptstrand befindet sich westlich der Stadt, genauso wie der nur etwa 3 km entfernte Flughafen. So ergibt es sich, dass, je nach Windrichtung, die Flugzeuge entlang des Strandes bzw. der Stadt starten oder landen. Da das Flugaufkommen, zumindest jetzt in der Nachsaison, nicht sehr groß ist, stört das aber nicht wirklich. Der Strand selbst besteht, wie fast überall auf Samos, hauptsächlich aus Kies, ist aber von deutlich mehr Sand durchzogen als in Kokkari. |
alte Festung und Kirche
Mein täglicher Weg zum Strand führt mich zuerst entlang des Hafenbeckens und dann hinauf auf einen kleinen Hügel mit den Überresten einer antiken byzantinischen Festung und der alten christlichen Kirche. |
Friedhof
Hier gibt es auch einen sehenswerten Friedhof mit vielen schönen Marmorgräbern. Von hier geht es dann, auf einen mit Steinen ausgelegtem Weg, entlang des Hügels und auf der anderen Seite hinab zum Strand.
Obwohl ich eigentlich zum erholen und relaxen hergekommen bin mache ich mich an einem Vormittag auf zu einer kleinen Wanderung in die Berge. Nach knapp 3 km erreiche ich mein erstes Ziel den Tunnel des Eupalinos. Dieser wurde um 550 v. Chr. durch den Berg gegraben und diente der Wasserversorgung der antiken Stadt. Für Zuleitung, Tunnel und die Stadtleitung mussten rund 7000 m2 Fels entfernt werden. Und das alles mit Hammer und Meißel! Bewunderung gebührt dem genialen Baumeister Eupalinos; am 1036 m langen Tunnel wurde eindeutig von beiden Seiten gleichzeitig gearbeitet, so dass zuvor mit einfachsten Messgeräten das Niveau der beiden Eingängen bestimmt werden musste. Nähere Informationen zum Bau des Tunnels findet man auf der Seite vonw samos-treff.de. Der Weg macht sich aber nicht wirklich bezahlt. Der Tunneleingang ist mit einer Betonhütte verbaut und total unscheinbar. Um zum eigentlichen Tunnel zu kommen muss man einen etwa 50cm breiten und 2m hohen Gang passieren. Wie lange der Zugang ist kann ich nicht sagen, denn obwohl ich eigentlich nicht unter Platzangst leide habe ich es nach einigen Metern vorgezogen wieder umzudrehen!
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