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Eine Reisereportage von Gerhard Radl

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Mein einwöchiger Juni-Urlaub führte mich heuer auf die Insel Rhodos. Genauer gesagt in ein kleines, sehr familiäres, Hotel an der Westküste der gleichnamigen Inselhauptstadt. Warum gerade dorthin, wo es doch überall so herrliche Strände gibt? Nun, seit meinem ersten Aufenthalt bin ich von Altstadt, Großmeisterpalast, Mandraki-Hafen, etc. fasziniert. Bei meinen früheren Besuchen hatte ich immer Quartiere bei den bekannten Stränden, wie z.B. Faliraki. Da blieb es dann meist bei einem Kurzbesuch der historischen Stätten. Heuer war das alles vom Hotel aus leicht zu Fuß erreichbar, was ich auch fast täglichen zu Streifzügen von mindestens 3 bis 4 Stunden nutzte.

  Sonnenuntergang beim Hotel  

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Doch zunächst einmal zum Hotel: das Ambassador liegt sehr zentral. Bis zum Strand sind es etwa 150 Meter, der Mandraki-Hafen ist bei gemütlicher Wanderung in 5 Minuten erreichbar, und selbst bis zum Großmeisterpalast ist es (durch das Amboise-Tor) nur ein kurzer Spaziergang von etwa einem Kilometer. Das Hotel selbst ist relativ einfach, kann aber durch Reinlichkeit und Sauberkeit überzeugen. Die Lage ist allerdings eher lebhaft, da es rundum von Restaurants und Cocktail Bars umgeben ist. Außerdem befindet sich gleich um die Ecke die sogenannte „Barstraße“, so dass es durch den Lärm der von dort ausgeht manchmal zu Störungen der Nachtruhe kommen kann. Richtig schlimm war es aber nur in der Nacht nachdem Griechenland bei der Fußball-EM im Viertelfinale Frankreich aus dem Bewerb geschmissen hat. Aber das hat mich nicht sonderlich gestört, denn da musste ich sowieso mit den Einheimischen mit ein oder zwei Ouzo´s auf den Sieg anstoßen!


  Casino  

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Der Strand ist in zwei Bereiche unterteilt: da gibt es den Elli Strand an der Ostküste. Er beginnt fast beim Mandraki-Hafen (eigentlich bei der Elli-Revue, woher auch der Name stammt) und zieht sich, am Casino vorbei, bis zum Aquarium an der Nordspitze der Stadt.


  Elli-Strand mit Aquarium  

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Mit seinem Sand bzw. feinen Kies ist er sicher der Schönere. Dazu kommt noch dass es hier nicht so windig ist und sich dadurch auch der Wellengang in Grenzen hält. Was mir hier allerdings nicht so gefallen hat, ist dass der gesamte Bereich, dicht an dicht, mit Liegestühlen zugestellt ist! Da Vorsaison war war zwar nicht so viel los, aber ich will mir gar nicht vorstellen wie es hier im Juli oder August aussieht.


  Westküstenstrand  

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Die Alternative dazu ist der Strand nach dem Aquarium, der sich kilometerweit die Westküste entlang zieht. Hier ist der Kies zwar nicht ganz so fein, der Meltemi (ein starker Westwind, der von Ende Juni bis Ende August beinahe immer weht!) teilweise unangenehm und auch der Seegang manchmal ziemlich störend. Dafür gibt es aber, speziell im Anschluss an das Aquarium, einen Bereich der frei von Liegestühlen ist und auch in der Folge stehen diese bei weitem nicht so dicht wie am Elli-Strand! Hier habe ich es mir dann auch tagsüber immer gemütlich gemacht und mich in der Sonne rösten lassen.


  Einfahrt zum Mandraki-Hafen  

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Soviel zum Strand, nun zur Stadt selbst. Da gibt es zunächst einmal den Mandraki-Hafen. Die schmale Hafeneinfahrt wird von zwei Säulen flankiert auf denen die Wahrzeichen der Stadt, Hirsch und Hirschkuh, die zahlreich eintreffenden Yachten und Ausflugsboote begrüßen. Früher war man der Meinung, dass sich eben hier einst der „Koloss von Rhodos“, eines der sieben Weltwunder der Antike, befunden hat. Letzte Erkenntnisse besagen aber dass sich der Standort der zwischen 32 und 35 m hohen Bronzestatue, die bereits um 227 v. Chr. von einem Erdbeben zerstört wurde, etwas vom Hafen entfernt befunden haben soll.


  Evangelismos-Kirche  

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Direkt an das Pier mit der Statue der Hirschkuh grenzt die Evangelismos-Kirche. Das frühere religiöse Zentrum der Ritter des Johanniterordens wurde im Jahr 1856 vom Blitz getroffen und komplett zerstört. Erst 1925 wurde sie von den Italienern, nach Originalzeichnungen, neu errichtet.


  Evangelismos-Kirche, Innenansicht  

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Nach dem 2. Weltkrieg wurde sie der griechisch-orthodoxen Kirche übergeben und nach und nach mit Wandmalereien im byzantinischen Stil geschmückt, bis sie sich in ihrem heutigen Zustand präsentierte.


  öffentliche Gebäude am Hafen  

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Entlang des Hafens geht es dann in Richtung Altstadt. Rechts flankiert von einigen, ebenfalls aus der italienischen Besatzungszeit stammenden, pompösen Gebäuden. Darunter der Gouverneurspalast, die Hauptpost und das Gericht. Auf der linken Seite reihen sich die zahlreichen Ausflugsboote aneinander.






 

© Gerhard Radl aus Hagenbrunn bei Wien, 12 Einträge im Gästebuch von Gerhard Radl





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