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Eine Reisereportage von tryton

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Ein kleine Reise durch das meist unbekannte Landesinnere von Uruguay.



Die Reise führt den Besucher in den mittleren Norden Uruguays, dort wo es u.a. die engen Schluchten und die sich windenden Täler in der Cuchilla Negra zu entdecken gibt.(veröffentlicht vom Autor in http://lateinamerika-reisemagazin.com/2008/05/11/reise-durch-das-zentrum-uruguays/



Von Montevideo geht es über Durazno, der Hauptstadt des gleichnamigen Departements nach San Gregorio de Polanco an den Ufern des Río Negro durch die sich endlos ausbreitende Pradera nach Tacuarembó, wo man das Valle Edén, die Gruta de los Cuervos und die Gruta de los Helechos erkunden kann, ein Teilstück, das mehrere Tage beanspruchen kann. Danach geht es weiter Richtung Nordosten über die Ruta 5 nach Riviera zu einem anderen Ziel der Reise dem Valle del Arroyo Lunarejo. 15 000 Hektar Naturschönheit gegraben von dem gleichnamigen Bach durch Jahrmillionen hindurch. Zurück geht es an den dichten Wäldern des Río Tacuarembó über Paso de los Toros am Ufer des Río Negro wieder nach Durazno.



Von Montevideo startet man über die Ruta 5 bis man nach 180 Kilometern Durazno die Hauptstadt des gleichnamigen Departements erreicht. Besuchenswert ist vor allem das Casa de Rivera (Calle Manuel Oribe 775), das der General Fructuoso Rivera 1835 für sich bauen liess. Der Caudillo bevorzugte als Präsident Uruguays das Leben auf dem Lande, was ihm seinerzeit viel Sympathie bei der Landbevölkerung einbrachte. Heute ein Museum, beherbergt das Haus viele zeitgenössische Relikte.



Von Durazno aus nimmt man die Ruta 100 und wenige Kilometer weiter zweigt die Ruta 14 nach Villa del Carmen (km234) ab, nach weiteren 5 Kilometern beginnt nach links abbiegend die Ruta 19, die nach 24 km auf die Ruta 42 mündet. 38 km bis Blanquillo und weitere 75 km nach San Gregorio de Polanco, welches man mittels einer Fähre erreicht. Einsame von Rindern, Schafen und Pferden bevölkerte endlose, flache Graslandschaft und hier und da eine Estancia, das sind die Bilder, die sich dem Besucher zeigen. In der Tageshitze sammelt sich das Vieh unter den künstlich angelegten Baumgruppen, um wiederkäuend in den Tag hineinzudösen. Um Blanquillo trifft man oft auf grössere Gruppen von Ñandús, für die einheimische Bevölkerung ein gewohntes Bild, durchaus aber faszinierend für den ausländischen Besucher.



Einmal auf der Ruta 43 erhebt sich die Strasse ein wenig und man sieht den riesigen Wasserspiegel des Stauwerks Rincón de Bonete, der mehr als 1000 Quadrakilometer umfasst (Bodensee = 571 qkm). Hier befindet sich auch ziemlich genau die Mitte Uruguays auf 110 Meter Höhe über dem Meeresspiegel.



Am Ende der Ruta 43 setzt man dann mit einer Fähre kostenlos nach San Gregorio de Polanco über. Der Ort liegt auf einer kleinen Halbinsel an dem 120 000 Hektar grossen Stausee mit feinsten, weissen Stränden und einer bemerkenswerten touristischen Infrastruktur. Viele der Häuser wurden 1993 von namhaften uruguayischen Künstlern bemalt und der Ort hat gar nicht das typisch ländliche Aussehen. Kneipen, Hotels, Cabañas und ein schöner Campingplatz haben ihn zu einem touristischen Anziehungspunkt für die einheimische Bevölkerung werden lassen. Für alle Arten von Wassersport ist gesorgt. Auch Kanus mit denen man die Gegend auf eigene Faust erkunden stehen zur Verfügung.




 

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