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Copacapana am frühen Morgen
Am nächsten Morgen schien wieder die Sonne, ich ging schon ganz früh frühstücken, packte meine Fototasche und ging zur Copacapana. Es war noch kurz vor Sonnenaufgang und der Strand war menschenleer, nur vereinzelt kreuzten Jogger meinen Weg. Ich ging weiter bis zum Ende der Avenida Atlantica und dann weg von der Küste durch verbautes Gebiet zur kleinen aber feinen Praia Arpoador. |
Blick auf Ipanema und Leblon
Von den Felsen am Beginn der Praia Arpoador hat man einen schönen Blick auf die kilometerweiten Sandstrände über Ipanema bis nach Leblon. |
Praia Ipanema
Vielleicht lags auch nur am schönen Licht an diesem Morgen, aber ich fand diese Strände mit den hohen Bergen dahinter als noch schöner als die Copacabana. Viele Cariocas dürften das auch so sehen, denn diese Strände gelten vorallem als Treffpunkt der Reichen und der Künstler. Viel war davon allerdings noch nicht zu sehen, die Strände waren noch immer fast leer. |
Leblon
Nur auf den Trainingsfeldern für Beachvolleyball herrschte schon Hochbetrieb und es fanden sich ab und zu ein paar Zuschauer um der Weltklasse beim Training zuzuschauen. Am Fußgängerstreifen der Avenida Viera Souto nahm nun der Verkehr zu, immer mehr Jogger waren unterwegs und man könnte den Eindruck bekommen, ganz Rio wäre ein open-air-Fitnessstudio. Ich spürte nun allmählich die Sonne und war auch schon lang genug unterwegs, kaufte mir ein Cola und ging dann auf der anderen Straßenseite im Schatten der Hochhäuser und Millionärsvillen wieder zurück zum Hotel.
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Copacabana
Den Nachmittag verbrachte ich auf der Copacapana, nein, nicht am Strand, sondern auf der Uferpromenade und schaute dem Treiben zu. Es war der mit Abstand wettermäßig beste Tag in Rio und das Licht auf der Copacapana war am späten Nachmittag ideal und der Strand war gesteckt voll. |
Copacapana
Irgendwie hatte ich dann aber doch etwas Hemmungen (kommt bei mir beim Fotografieren fast nie vor) und wollte inmitten der Badenden dann nicht als Voyeur gelten. Die Spiegelreflexkamera mit dem langen Zoom hab ich ja aus Sicherheitsgründen im Hotel gelassen. Diese Dame hat mein Zögern erkannt und warf sich gleich in Pose, ich ließ es aber dann doch sein und schaute mir den letzten Sonnenuntergang dieses Urlaubes von einem der Cafes aus an. Am Abend ging ich noch einmal groß essen, ich hab das erste Mal das Brasilianische Nationalgericht gegessen. Nicht weil ich plötzlich der Meinung war, man sollte sich landestypisch ernähren, aber irgendwie hatte ich Appetit auf diese braunen Bohnen. Das Essen war ganz ausgezeichnet und wie gewohnt für eine ganze Familie dimensioniert. |
Die Heimreise ist nie eine angenehme Sache, diesmal wars noch etwas unangenehmer als üblich. Um 9h wartete schon das Taxi das mich zum Flughafen brachte, zu Mittag dann der kurze Flug nach Sao Paulo. Dort das ewige Warten bis auf den Heimflug um Mitternacht. Ich hab vom Reiseleiter doch zu viel Negatives über Sao Paulo gehört und beschloß im Airport zu bleiben. Kurz hatte ich Hoffnung, in einer früheren Lufthansa-Maschine mitzukommen, die war aber dann doch ausgebucht.
Insgesamt hat mir die ganze Reise sehr gut gefallen und ich kann sie mit einigen Einschränkungen weiterempfehlen. Es war vor allem landschaftlich sehr schön und vielfältig aber ich saß halt auch sehr viel und sehr lange im Bus. Irgendwann werd ich wahrscheinlich nach Argentinien zurückkommen, da hab ich eine Patagonienreise im Auge, ganz sicher aber nach Brasilien, u.a. in die Amazonas-Region. Von diesem Land hab ich für meinen Geschmack ganz einfach zu wenig gesehen, andererseits ist aber schon Rio allein eine Reise um die halbe Welt wert. |

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