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| Dreieinhalb Wochen waren wir nun schon unerwegs, überwiegend mit öffentlichen Verkehrsmittel von Santiago de Chile über San Pedro de Atacama nach Argentinien und quer durch dieses riesige Land bis bis zu den berühmten Wasserfällen von Iguazu gekommen. |

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Cataratas do Iguacu
Nach der Besichtigung auf der argentinischen Seite der Fälle fuhren wir am späten Nachmittag über die Grenze nach Foz de Iguacu in Brasilien.
Unser Hotel war zwar halbwegs zentral gelegen, aber doch schon ziemlich abgewohnt. Zunächst gingen alle zusammen mit dem Reiseleiter ins Stadtzentrum zum Gelddrücken. Funktioniert recht gut, auch mit der EC, aber etwas portugisisch sollte man können. Dann wars schon sieben und wir schauten uns nach einem Lokal um. Aber, obwohl im Stadtzentrum, fanden wir zunächst keines. Wir gingen eine Runde, etwas abseits fanden wir dann doch ein Lokal. Eigentlich hatte es noch gar nicht offen, denn 7h ist in Brasilien keine Zeit zum Abendessen, da gehen die Uhren anders als bei uns. Das erste was einem auffällt: Wenn man von Argentinien nach Brasilien kommt, sind zunächst einmal die Preise. Die sind locker doppelt so hoch wie in Argentinien, trotzdem noch immer weit niedriger als bei uns. Das Essen war aber gut und vorallem war es eine unglaubliche Riesenportion. Der Reiseleiter bot für den nächsten Tag einen ganztägigen Ausflug über eine Agentur an, und weil alle dafür waren, wurde der Bus bestellt. |
Cataratas do Iguacu
Am Morgen beim Frühstück spürte man schon, daß in der Gruppe eine etwas eigenartige Stimmung herrschte. Die Agentur holte uns wie bestellt ab und dann wollte plötzlich doch niemand mitfahren. Endlose Diskussionen begannen, ob man das Ganze nicht doch allein machen könnte, daß es zu teuer sei, usw. Schließlich wurde die Agentur wieder abbestellt und der Reiseleiter war mordsmäßig sauer, kein Wunder, wir kommen nicht mehr hierher, aber er braucht auch bei der nächsten Reise hier eine Agentur. Mir reichte es und ich wollte mich aufs Zimmer zurückziehen, ließ mich aber dann doch überreden, mit dem öffentichen Bus rauszufahren, denn das Wetter war an diesem Vormittag einfach zu schön. Nach einer endlosen Warterei auf den öffentlichen Bus kamen wir dann doch nach einer knappen halben Stunde Fahrzeit ins riesige Besucherzentrum des Iguacu-Nationalparks. |
Cataratas do Iguacu
Im Ticketpreis ist der Transport in großen, gläsernen Bussen eingeschlossen, es geht durch den riesigen, touristisch sehr gut erschlossenen Naturpark. Entlang der Straße werden zahlreiche geführte Trails angeboten, denn der Park soll äußerst tierreich sein. Die meisten wollen aber so wie wir zum View-Point direkt an den Fällen. Verläßt man den Bus wird man - wie auf der argentinischen Seite - sofort von den Nasenbären umring, die um Futter betteln. Man wandert dann etwa eine halbe Stunde nach unten, hat dazwischen immer wieder schöne Ausblicke und steht dann direkt im Sprühregen vor den Fällen. |
Cataratas do Iguacu
Das Wetter wurde zunehmend schlechter, hier bei den Fällen war das aber egal, denn hier regnet es immer. Von den Fällen zurück gings dann komfortabel mit einem Aufzug und von dieser Platform oben hat man den ultimativ besten Blick auf die Fälle. |
Im Iguacu Nationalpark
Wir machten in einem der billigen Selbstbedienungsrestaurants, einer Art McDonalds, Mittagspause und ich fotografierte diese kleinen, schwarzgelben Vögel mit eine Vorliebe für Pommes. Wie sie heißen weiß ich nicht, wahrscheinlich sind das die brasilianischen Spatzen. Inzwischen begann es zu tropfeln und wir fuhren zum Hotel zurück. Den Abend verbrachte ich in einem Internetshop und ich hab mir einmal die ganzen Bilder der bisherigen Reise angeschaut. |
Indio-Mädchen
Nächsten Tag stand eine sehr lange Fahrtstrecke am Programm. Ab nun gings nicht mehr in öffentlichen Verkehrsmittel, sondern nobel in einem gecharterten Bus, sogar mit einem deutschsprachigen Fahrer. Nach Curitiba sind es 640km und es gab unterwegs auch nichts besonderes zu sehen. Einmal stoppten wir kurz bei Indios die neben der Straße Souveniers verkauften, haupberuflich aber als Fotomodelle für Touristen agierten. |
Heuschrecke
Es wurde dann eine schrecklich lange Fahrt, unterbrochen nur durch ein paar Stopps an den Raststellen. Trotzdem kamen wir erst im Finstern in Curitiba an und kurz vor der Ankunft begann es heftig zu schütten. Unser Hotel war diesmal wieder von der etwas besseren Sorte und lag etwas weit weg vom Zentrum. Die Gruppe wollte dann geschlossen Essen gehen, aus irgendeinem Grund gabs aber dann einen größeren STreit und ich tschüsste mich. Gegenüber dem Hotel gabs einen Italiener, das Restaurant war etwas nobel und teuer, aber die Lasagne war wirklich gut. |
Blick auf die Stadt
Am nächsten Morgen hatte ich von meinem Zimmer aus zunächst einen recht schönen Blick auf den Sonnenaufgang über der Stadt. Die Millionenstadt Curitiba gilt als die ökologische Vorzeigestadt Brasiliens und ist bekannt für die hohe Lebensqualität. Die Stadt liegt auf einer Anhöhe auf 910m und ist von von vielen Wäldern umgeben, es haben sich hier und in der Umgebung sehr viele Deutsche und Schweizer niedergelassen. |

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