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Im Mai 2003 machten wir uns erneut mit unserer BMW auf den Weg nach Kroatien wobei wir nur leere Straßen, Strände und Unterkünfte vorgefunden haben. Die ganze Reisezeit über hatten wir trockenes und in Slowenien / Kroatien heißes Wetter, also Badewetter. Diesmal wurden die Ziele aufgesucht für die wir im vorigen Jahr keine Zeit mehr hatten. Am beeindruckensten waren für uns auf dieser Reise die Plitwitzer Seen. Wir machten den Weg zu unserem Ziel, Kilometer sind kein Muss, sondern ein Genuss. |
The Team
Angelika + Karl-Heinz Mayer BMW K 1100 LT
Karten: Slowenien 1:250.000 , Karte + Führer , Freytag + Berndt Kroatien 1:200.000 , Dalmatien , Mitte-Nord , Marco Polo
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1.Tag Samstag , 10.5.03
Abfahrt: Siegburg 7:15 Uhr Frankfurt , München , Inntal Dreieck , Autobahnabfahrt Kufstein Süd , Kitzbühel , Mittersill , Felbertauerntunnel , Matrei. Ankunft: Matrei in Osttirol 17:00 Uhr Wetter: überwiegend Bewölkt Tageskilometer: 758
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Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung
Beim beladen der BMW wurde ich vom Nachbar in rheinischem Dialekt gefragt: es dat net eh besje vell wat de do met nimms ? Na ja, zwei Bücher könnte ich hier lassen, aber sonst. Mit einem Kilometerstand von 89763 fuhren wir in diesem Jahr direkt von unserem Wohnort in Siegburg ab und machten uns auf die Autohahn A3 in Richtung Frankfurt. Trotz meines neuen Motorradanzuges hatte ich mir eine lange Unterhose und Pullover angezogen und war froh darüber, sonst hätte ich mir auf den Höhen im Taunus und Spessart einen abgefroren Nach 346 Kilometer stumpfer Autobahn – Brennerei legten wir um 11:36 Uhr unsere Mittagspause kurz vor Nürnberg ein. |
Rastplatz an der A8
Am Irschenberg begrüßte uns das Panorama der Berge und gottlob nur starke Bewölkung und nicht wie in der Wettervorhersage angekündigt vereinzelte Regenschauer.Der Grenzübergang nach Österreich ist heute sehr angenehm wenn da nicht die anschließende Maut käme. Bis Kufstein - Süd , so steht es auf den Hinweisschildern, ist das befahren auf der Autobahn ohne Vignette erlaubt, was wir auch gemacht haben. Am Pass Thurn war abrupt Schluss mit den wärmenden Sonnenstrahlen. Ab sofort begleiteten uns tiefschwarze Wolken in Richtung Felbertauerntunnel die wir mit einigen gleichgesinnten Motorradfahrer teilten. Auf den Felbertauern lag noch eine Menge Schnee der auch die Temperaturen sinken ließ. Am Ende des Tunnels wurden wir um 8 € leichter und mit leichtem Nieselregen begrüßt. Da wir ohnehin schon 750 Kilometer abgespult hatten und es schon 16:45 Uhr war, suchten wir im Ort Matrei in Osttirol unsere heutige Bleibe.
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2.Tag Sonntag , 11.5.03
Abfahrt: Matrei 8:55 Uhr Winklern , Oberdrauburg , Greifenburg , Kreuzbergsattel 1074 m , Hermagor, Tröpolach , Naßfeldpaß 1552 m , Pontebba , Tarvisio , Kranjska Gora , Vrsic Pass 1611 m , Bovec , Nova Gorica , Ajdovscina , Vipava , Slap. Ankunft: Slap 17:30 Uhr Wetter: überwiegend Sonne Tageskilometer: 329
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Kurvenpotpourri
Leider konnten wir am Morgen kein Frühstück bekommen und haben hungrig bei leichtem Fisselregen dem Ort Matrei den Rücken gegehrt. Nach 2 Kilometern kam die Sonne zum Vorschein. Irgendwie hatte ich mich in Oberdrauburg verfranzt. Laut meinem privaten Roadbook hätte ich hier in Richtung Gailbergsattel gewollt. Jetzt fuhren wir über den Kreuzbergsattel, mit einer Steigung von 15 % flutschte dieser nur so auf zwei Rädern. Die Landschaft atmete grenzenlose Ruhe, denn auch der Verkehr ist kaum der Rede wert, es lebe die Vorsaison. |
Das Tanken gerät hier zum Quell der Freude
In Hermagor nahmen wir die Richtung Italien auf, die uns über den nächsten unbekannten Pass zum Nassfeld führte. Vor der Abfahrt in Tröpolach (letzter Ort in Österreich) wird noch mal getankt, und das stellt sich nun wahrlich zum Quell der Freude dar. Bei einem Preis von 0,899 Euro pro Liter eine vergleichsweise günstige Angelegenheit. Warum geht das bei uns zu Hause nicht? Auf Österreichischer Seite war die Straße gut ausgebaut da es hier zu einem super Skigebiet geht. Hinter der Passhöhe (1530 m) konnte man an den Straßenverhältnissen direkt erkennen, dass wir in Italien sind. Geschundener Asphalt, die Leitplanken standen im dicksten Rost. Viel ist nicht los am Grenzübergang Ratece nach Slowenien. Die Grenzschützer sahen etwas gelangweilt aus und ließen uns doch tatsächlich den Personalausweis rauskramen. |
Bilderbuch - Bergidylle am Virsic Paß
Über Kranjska Gora gelangen wir in den Triglav-Nationalpark, dem Kerngebiet der Julischen Alpen mit seiner vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt, inmitten einer urwüchsigen Hochgebirgslandschaft. An ihm vorbei fahren wir zu einem der interessantesten Pässe Sloweniens, die Vrsic Passstrasse, ständig mit weit reichenden Panoramablicken, die einzige Straße des Nationalparks. Die 50 engen Spitzkehren garantieren Kurvenspaß, aber mit mehr als einer halben Tonne Zweirad fallen sie mir nicht ganz so leicht. Ich würde sagen, nichts für Anfänger und Wiedereinsteiger. Die Abwechslungsreiche Landschaft macht das Motorradglück perfekt. Wir kommen durch das wunderschöne Trentatal in welchem der Fluss Soca fließt. Immer wieder sieht man alte hölzerne Hängebrücken, die über die Soca führen.
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| Leserkommentare: | | ![]() Lieber Karl-Heinz,
in Vorbereitung einer Motorradtour nach Dubrovnik bin ich auf diese erstklassigen Berichte und Bilder gestoßen.
Kroatien ist ein super Land und die Kriegsgegend, wo heute noch Zerstörungen zu sehen sind, macht mich beklommen und wütend zugleich. Aber die Leute sind fleißig und man sieht vielerorts garnichts mehr davon. Die grandiose Landschaft und die netten Menschen sowie das tolle Klima begeistern !
Ich freue mich riesig wieder auf dieses Land und möchte nun weiter südlich fahren , wo ich noch nicht war.
Ihre Berichte helfen mir sehr und machen froh und die schönen Fotos stimmen mich auf diese große Tour ein.
Danke!
Viele Grüße
Frank Martin(Verfasser: Frank Martin) | | sehr gut |  |
|  | | ![]() Lieber Karl Heinz,
ich habe mir den Reisebericht schon zum vierten mal durchgelesen und es kommen immer wieder neue Gefühle der Freude in mir hoch.
Es ist höchste Zeit, dass ich endlich mal wieder meine Heimat besuche. Ich war jetzt schon vier Jahre nicht da und meine Verwandten sind zurecht sauer mit mir.
Allerdings sind die ganzen Verwandtschaftbesuche der Hauptgrund warum mir immer so wenig Zeit bleibt, das herrliche Land zu entdecken.(Verfasser: Mirjana Pervan) | | sehr gut |  |
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