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Das Fahren mit dem Motorrad ist ein herrlicher Zustand, aber das Verreisen mit dem Motorrad ist was ganz anderes, Freiheit in der Natur. Zwei gute Gründe gab es die uns ins Elsass führten: Kurven und Küche. So lasst Euch mitnehmen auf unsere Route. |
The Team
Angelika + Karl-Heinz Mayer BMW K 1100 LT
Karten: Für Deutschland ist „Die Freizeitkarte“ von Marco Polo sehr zu empfehlen, 1:100.000 ADAC Karte „Elsass und Vogesen“ 1:150.000 Roadbook ( Elsass / Vogesen) erschienen im Reiner H.Nitschke Verlag , gefahrene Tour Nr. 9
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Start - und Heimatort
Das Wahrzeichen der Stadt, die Benediktinerabtei auf dem Michaelsberg, ist weithin sichtbar. 1064 erbaut, war sie eine der ersten rheinischen Niederlassungen der Benediktiner – Mönche. Im Jahr 1803 wurde sie in eine Nervenheilanstalt umgemodelt, später diente sie als Zuchthaus. 1914 konnte der Orden die Anlage zurückerwerben, seit 1935 ist sie wieder Abtei. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde sie grundlegend renoviert.
Seit dem 11. Jahrhundert wird getöpfert. Durch reiche Tonvorkommen ließen sich die Töpfer vor den Toren Siegburgs nieder und gaben diesem Ort den Namen, Aulgasse, noch heute Fundstätte reichhaltiger Scherbenreste. (Fehlerhafte und zu bemängelnde Ware wurde durch einen Schlag in den Boden zerstört und weggeworfen. Dadurch entstanden die Scherbenberge, Abfallhaufen der Töpfer, die auch heute noch von Bauarbeitern gefunden werden.)
Weitere Infos auch auf der offiziellen Website: http://www.abtei-michaelsberg.de/
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1. Tag Samstag 19.7.03
Abfahrt: Siegburg 7:02 Uhr Königswinter, Bad-Hönningen (Fähre), Bad-Breisig, Burg-Brohl, Maria Laach, Bell, Ettringen, Mayen Richt.Nürbürgring, Monreal, Kaisersesch, Cochem, Bremm, Zell, Enkirch, Starkenburg, Irmenach, Krummenau, Rhaunen, Bundenbach, Kirn, Krebsweiler, Becherbach, Sien B270 links, Lauterecken, Kaiserslautern, Trippstadt bis B48 links, Waldleiningen , Elmstein, Totenkopfstraße, St.Martin, Edenkoben, Rhodt unter Riedburg. Ankunft: Rhodt unter Rietburg 17:00 Uhr Wetter: sehr Heiß Tageskilometer: 365
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Rheinfähre
Mit einem Tankrucksack voller Zeit starteten wir um 07:02 Uhr bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Fast alleine fahren wir am wunderschönen Vater Rhein, vorbei an Königswinter, und lassen die Hügel des Siebengebirges an uns vorbeiziehen. Hinter Bad-Hönningen geht es zur Rheinfähre die uns für schlappe 2,40 € (Motorrad+2 Pers.) nach Bad-Breisig schippert. Der Kapitän ließ uns mal gerade soviel Zeit um ein Foto zu schießen bevor wir auf der gegenüberliegenden Seite wieder anlegten. Auf Kleinstraßen orientieren wir uns nach der Landschaft und vermeiden die Autobahn. |
Schloss Bürresheim
Unsere erste Rast und Zigarettenpause legten wir unweit von Mayen am einsam gelegenen Schloss Bürresheim ein. Es liegt auf einem langgestreckten Felsen hoch über dem Zusammenfluss von Nette-, Welschen- und Nitzbach, ist eine der größten und besterhaltenen Burganlagen in der Eifel. In Cochem stoßen wir ins Moseltal. Über dem Flussbogen erhebt sich die mehr als 100 Meter über der Mosel, auf einem Bergkegel gelegene Reichsburg, Wahrzeichen und größte Attraktion der Kreisstadt. Die Kombination aus Hitze und Schutzkleidung erleichtert uns die Entscheidung, nicht den steilen Pfad zur malerischen Festung zu erklimmen. Statt dessen folgen wir weiter dem Fluss und ein paar Kurven weiter taucht Beilstein auf, das "Dornröschen an der Mosel". Hier schmiegen sich die Weinberge an die Türen der Kirche und Fachwerkhäuschen, ein Höhepunkt für Maler und Fotografen.
http://www.burgen-rlp.de/schloe/1_buerre/main_s1.htm |
Weinort an der Mosel
Wir fahren weiter flussaufwärts und kommen an der wohl bekanntesten und schönsten Moselschleife mit den steilsten Rieslingsonnenterassen Europas im alten Wein – und Ferienort Bremm an. Schwenken zur Abwechslung am Ortsende von der Uferstraße rechts ab in Richtung Lutzerath, und fahren durch die Weinberge zur einer wunderschön gelegenen Schutzhütte, die einen Panoramablick auf den Ort und die Mosel hergibt. Es ist ein erhabener Blick über das Moseltal, über schroffe Rebenhänge und die zerklüftete Landschaft, die begeistert. Auch der Naturfreund, der seine Blicke im Umfeld schweifen lässt, wird ins Schwärmen geraten und voll auf seine Kosten kommen. Wieder zurück auf die B 49 biegen wir nach weiteren zwei Kilometer rechts ab und fahren über die Moselbrücke auf der schattigeren und viel ruhigeren Straßenseite nach Zell. Die Aufforderung zur Weinverkostung an beinahe allen Häusern scheint mir etwas aufdringlich und spricht mich gar nicht an, schließlich sind wir mit dem Motorrad unterwegs. Aber ich könnte mir schon sehr gut vorstellen, hier eine Nacht zu bleiben. Weiter geht es auf der Uferstraße, wir lassen den Fluss nicht aus den Augen. Die Mosel windet sich in ganz weiten Schleifen durch die Landschaft.
http://www.bremm-mosel.de/index_xga.htm |
Blick auf Traben Trarbach
Am Ortsanfang von Enkirch müssen wir leider das schöne Moseltal verlassen, biegen nach links ab und fahren Richtung Starkenburg. Hoch über der Mosel auf einem schmalen Berggrat zum Ahringsbachtal liegt Starkenburg, ein Winzerort, wie er nicht im Buche steht. Üblicherweise liegen die Weinorte am Fluss, und die dazu gehörenden Wingerte ziehen sich die Hänge hoch, bis zum Wald, der ein zu raues Klima für den Weinbau anzeigt. Hier ist es umgekehrt: Die Winzer müssen in ihre Weingärten hinabsteigen. Die Lage hier ist eine der steilsten an der ganzen Mosel, dementsprechend günstig ist die Sonneneinstrahlung. Wie ein Adlernest hängt der Ort auf einem Felsen, nicht mehr ganz Hunsrück aber auch noch nicht richtig Mosel. Sollten Sie zur passenden Uhrzeit entlang kommen, sei Ihnen ein Stopp im Gasthaus "Zur schönen Aussicht" empfohlen. Dieser führt seinen Namen mit Recht, denn der Blick auf den 250 Meter tiefer gelegenen Ort Traben Trarbach ist überwältigend. Vom Wasser aus scheint es fast in den Wolken zu schweben, das Adlernest zwischen Mosel und Hunsrück. Wenn die Städter von Rhein und Ruhr die schönen alten Starkenburger Häuser sehen, geht Ihnen oft das Herz auf.
http://www.weinhaus-schoene-aussicht.de/ |

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