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Eine Reisereportage von Karl-Heinz Mayer

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  Im Fluss Lignon  

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Der Fluss hat sich an der Grenze von Lavagestein zum anderen Gestein seinen Weg gefressen, so dass auf der rechten Seite meistens eine Imposante Basaltwand empor ragt. Übrigens, die Lignonschlucht gilt als Frankreichs längste Basaltschlucht.


  Basaltrelief, sog. Basaltorgel  

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Der Lignon mit seinen Steilufern aus vulkanisch entstandenem Basalt.


  Ein Dorf in die Felslandschaft integriert  

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Wir fahren weiter zu dem 500 Meter entfernten mittelalterlichen Dorf Jaujac, welches auf 420 m Höhe liegt. Hier bewundern wir das alte Viertel „Chastelas“ das aus den Steinen seines ersten Schlosses errichtet wurde, von denen heute nur noch ein kleines Stück übrig geblieben ist. Jenseits des Flusses hat man ein paar alte Steinhäuser in den Hang gebaut. Das Dorf besteht aus ineinander verwobenen, in den Hang gebauten Gebäuden. Es ist weniger ein Dorf als eine nach außen durch Mauern gesicherte kleine Festung mit Innenhöfen, Backsteinhäusern, Stallungen und engen Durchlässen.


  Der Blick ladet zum Verweilen ein  

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Heute ist "Col"- Tag - so nennt man hier die Pässe. Unser erster Pass für heute ist der "Col de la Cr. de Bauzon", er liegt auf 1471 m Höhe. Die Yamaha TDM 900 ist hier in ihrem Element. Zweiter, dritter Gang, die Reifen kommen schön auf Temperatur. Das ist der echte Stoff aus dem die Motorradfahrer-Träume sind. Hier oben sieht es aus wie in einer Hochgebirgslandschaft – karg, windig und dünn besiedelt.


  Wie gemalt: manche Strecken sind einfach wie aus dem Bilderbuch  

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Wer wie wir nicht in der Hochsaison anreist, hat so manchen Pass in dieser Region ganz für sich allein. Wir genießen die Ruhe und haben im Moment sogar keine Lust mehr zum Motorradfahren.


  Keine Menschenseele wohnt hier oben  

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Kalt und pfiffig hier oben auf der Passhöhe - der Wind bläst wie Hölle. Ich drehe die Yamaha lieber mit der schmalen Seite in den Wind. Eine Böe auf die Breitseite und das Ding könnte umfliegen.


  Auf dem Dach der Cevennen  

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Hat man die Höhe des Col de Meyrand erreicht, zeigt das Gebirge den Charakter eines Hochplateaus: Größenteils baumlos, dehnen sich weite, mit Felsbrocken übersäte Grassteppen aus, die im Sommer blühen und der Weidewirtschaft dienen. Man sollte immer mal eine Pause einlegen um die Farben der Cevennen zu bewundern: Grün der Wald, grau das Gestein, gelb der Ginster. Hier stellt die Natur einen Farbkasten zusammen, wie ihn der Mensch nie hinbekäme.


  Mittagspause  

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Am Col de Meyrand haben wir eine kleine Brotzeit veranstaltet. Das ist übrigens einer der schönsten Momente im Tagesablauf, das Finden einer gemütlichen Stelle, wo ich mit Genuss Essen und die Natur pur genießen kann.



   

 

© Karl-Heinz Mayer aus Siegburg, 27 Einträge im Gästebuch von Karl-Heinz Mayer






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