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Der Himmel am Morgen ist grau und es stürmt
Schon um 4 Uhr wachte ich auf von leicht klopfenden Geräuschen die immer stärker wurden: es fing an zu regnen. Nein, schlimmer, es war ein regelrechtes Unwetter, das sich da draußen aufbaute, bald prasselte und schlug es ohrenbetäubend gegen unser Fenster. Blitze durchzuckten den Himmel. So ein Mist, die Anfahrt über hatten wir strahlenden Sonnenschein und jetzt gießt es in Strömen. Gegen 07:15 Uhr zeigte sich der Himmel immer noch Grau in Grau und von der Sonne fehlte jede Spur. Dieses Schauspiel mussten wir mit nüchternen Magen beobachteten. Aber dann, um 08:30 Uhr geht’s in den Speiseraum. Das Frühstücksbuffet im Gästehaus „Mas de Vigneredonne“ straft all die Lügen, die behaupten, die französische Küche käme morgens nicht aus dem Quark. Es ist ganz untypisch für Frankreich, denn es gibt Ei, Wurst, Käse, Marmelade, Jogurt, Kaffee, Tee, Orangensaft usw., eher ein reichhaltiges deutsches Frühstück. Da es um 10:00 Uhr noch immer regnete war der Ruhetag für meine liebe Frau somit gerettet. Den ersten Tag hatte ich mir zwar etwas anders vorgestellt, jedoch konnte ich jetzt in aller Ruhe unsere erste Motorradtour ausarbeiten. |
Alle Augen sind gespannt auf Johns Fresspaket
Der Tag bleibt bis zum Nachmittag regnerisch. Karin & John aus Luxemburg treffen am späten Nachmittag mit ihren Gespannen ein und brachten die ersehnte Sonne mit. Für Gypsi und Atout (die beiden Hunde vom Anwesen) gab es ein Überraschungs-Fresspaket. Gemeinsam mit den übrigen Gästen wurde französischer Lebensart entsprechend bis spät abends getafelt. Bei einer riesigen Fischplatte trösteten wir uns am Abend über den Wetterfrust hinweg und hoffen auf morgen. Erschöpft und zufrieden fallen wir tief in den Schlaf. |
Gypsi und Atout dösen in der Morgensonne
So schlecht das Wetter gestern war, umso besser ist es heute. Am Morgen ein strahlend blauer wolkenloser Himmel begrüßt uns. Na, also! Geht doch! Beide Hunde liegen wie gemalt in der Sonne und aalen sich. Dieses Foto beweist einmal mehr, wie sehr Hunde Genießertiere sind. In der Sonne liegen und das Leben genießen - kommt sehr schön rüber. |
Hier befinden wir uns am Anfang des Ardèche Canyons
Gestärkt und voller Tatendrang beginnen wir heute nach einer erholsamen Nacht gleich mit einem Highlight: Die ausgiebige Runde der Corniche (Strasse) der Gorges ď Ardèche. Eine genau richtig dosierte Etappe – nicht zu anstrengend und sehr reizvoll. 10:00 Uhr- typische Abfahrtszeit für uns. Die Route führt uns zuerst nach Vallon-Pont-ď Arc, ein touristisches Zentrum wo eigentlich der Ardèche – Canyon beginnt. Hier macht ein Bootsverleiher nach dem andern mit Riesenplakaten auf sich aufmerksam. Ob Kanus, Kajaks, Schwimmwesten oder wasserdichte Tonnen, hier kann man alles leihen. |
Der wohl meistfotografierte Felsbogen Frankreichs “Pond-ď Arc“.
Nur einen Katzensprung von Vallon-Pont-ď Arc entfernt erreichen wir den gewaltigen Natursteinbogen Pont-ď Arc wo der landschaftlich spektakulärste Teil des Flusslaufes beginnt. Der Pont-ď Arc ist ein riesiger natürlich entstandener Steinbogen, durch den sich der Fluss in tausenden von Jahren seinen Weg gegraben hat. Und durch diese mächtige Felsbrücke fließt die Ardèche gemächlich hindurch. Während wir diesen bestaunen fährt ein Trupp Rennradler an uns vorbei. |
Hinweis: Kajakfahrt durch die Ardèche-SchluchtDie Ardèche ist ein wildromantischer Fluss in Südfrankreich, der im Zentralmassiv entspringt und nach ca. 120 km nördlich von Avignon bei Pont-St. Esprit in die Rhône mündet. 25 Stromschnellen auf 30 Flusskilometer: Sportlich Ehrgeizige flutschen die Strecke an einem Tag ab, sinnvoll sind jedoch zwei bis drei Tage, um die Abfahrt durch himmelsstürmende Felswände und vorbei an einsamen Kieselstränden zu genießen. Boote kann man bei einem der über 50 Bootsverleiher mieten – hauptsächlich in und um Vallon-Pont-d'Arc. Für weniger geübte Paddler ist es ratsam, die ruhigeren Seitenarme des Flusses zu befahren oder ab August zu kommen, wenn die Ardèche einen niedrigen Wasserstand hat. Richtig wild wird er nach Regengüssen. Ohne große Warnung steigt sein Pegel gleich um mehrere Meter an. Dann kann es sein, dass man wie eine Flipperkugel gegen die Felsen gepeitscht wird.
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In den Bergen der Ardèche
Bis Chames folgen wir der D 290 noch neben dem Fluss. Dann verlässt sie den Talgrund und führt als Hangstrasse oberhalb des Canyons entlang. Parallel zu den weit ausholenden Schleifen der Ardèche verläuft auf der Klippenkante die Route de la Corniche, eine Aussichtsstraße mit zwölf Belvédères. Links, rechts, kurz geradeaus, dann wieder ein Fotostopp. |
Panoramablick über das Ardèchetal vom Aussichtspunkt Serra de Torre
Das wir bei der folgenden Runde auf der Höhenstrasse der Ardèche oft anhalten, ist kaum verwunderlich. Die Aus- und Einblicke in die Schluchtenlandschaften sind faszinierend - ein Ausblick den man so schnell nicht wieder vergisst. Wie groß die Schlucht wirklich ist, können Fotos kaum vermitteln. |

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