Home 

 RSS 


 
Eine Reisereportage von Karl-Heinz Mayer

Inhalt

 1 2 3 4 5 6 7 8
 9 10 11 12 13 14 15 16

  Château du Champ  

  Bild vergrößernBild vergrößern


Immer wieder sehen wir ein restauriertes Schlösschen oder eine verfallene Burgruine. Im vorbeifahren erhasche ich unterhalb der D 901 den Blick auf das Château du Champ - ein willkommener Grund eine Pause einzulegen. Dies ist keine nachgebaute Filmkulisse für einen Monumentalschinken, sondern echte Realität.


  Blumen begleiten uns am Wegesrand der D 901  

  Bild vergrößernBild vergrößern


Mit wenig Verkehr und guter Stimmung schlingere ich anschließend von dort über die D 901 in Ideallinie von Kurve zu Kurve in einem gewundenen Tal in Richtung Villefort. Die Strasse bringt noch mal Schwung in unsere Tagestour und seitlichen Abrieb für die Reifen. So trudeln wir am Abend wieder in unserer Unterkunft in Banne ein.


  Hier blieben alte Häuser aus den letzten vier oder fünf Jahrhunderten erhalten.   

  Bild vergrößernBild vergrößern


Ein neuer Tag – eine neue Tour. Nach einer entspannten Nacht strahlt uns ein wolkenloser Himmel an und wir schlingen unser Frühstück heute morgen förmlich runter, da wir es kaum erwarten können, wieder auf unserem Bike zu sitzen. Eine Kurvenstrecke der feinsten Art führt die D 901 über den Col du Mas de ľ Ayre von Le Vans nach Villefort. Auf den nächsten 30 Kilometer folgen nun fahrerische Glücksmomente – ständig wechselnde Radien, gute Übersicht und perfekter Belag. So lässt sich ein sauberer Strich auf die leicht bergan führende Fahrbahn zaubern. Der erste Stop in Villefort ließ uns überlegen, ob wir hier eine kleine Pause einlegen sollten, denn es war schon ganz schön warm in unserer Mopedkluft. Mein Helm, den ich auf die Sitzbank gelegt hatte machte sich selbstständig und rollte auf die Strasse. Dabei sprang mein Visier aus meinem System 4 – auch das noch. So konnte Angelika mal in RUHE ihre Marlboro Light genießen. Verzückt machte sie Foto um Foto.


  Die Strecke ist sehr schön, hier ist nicht viel Verkehr  

  Bild vergrößernBild vergrößern


Über die D 901 von Villefort nach le Bleymard folgen wir dem Verlauf des Flüsschens Altier. Die D 20, mal wieder ein kleines eher unscheinbares Sträßchen, windet sich nun allmählich in die Höhe durch die "Montagne du Goulet". Die Flora hier oben ist sehr dürftig geworden. Es geht über die weite, einsame Hochfläche aus Gras und Heideland. Dann durch Heide und Wald. Eine Gegend mit vereinzelten kleinen Bauernhöfen und dem Fernwanderweg GR 70 von Robert Louis Stevenson. Im September 1878 wanderte R. L. Stevenson mit Esel, aber sonst mutterseelenallein 252 km durch die Cevennen.


  Blühender Flieder ende Mai  

  Bild vergrößernBild vergrößern


In Belvezet überqueren wir die D6 und sind erstaunt über den blühenden Fliederbaum neben einer Kapelle – und das am 22.Mai 2007. Wenn es nicht so saukalt und windig hier oben wäre, wäre auch er bestimmt schon lange verblüht (sind so meine Gedanken während der Weiterfahrt). In dieser windigen Region erhält das Wort "Einsamkeit" eine ganz andere Bedeutung, denn zwischen den Orten Margeride, Goulet und Gardille, befinden sich große Naturräume.


  Die Kapelle steht auf einer freien Kuppe über dem Dorf  

  Bild vergrößernBild vergrößern


Etwas weiter bringt uns die D 71, wie damals R.L. Stevenson, zu dem bezaubernden Dorf "Cheylard l'Evêque", wo er während seiner Reise durch die Cevennen halt machte. Hier scheinen ganz nette Wanderwege zu starten, was für uns in Lederkluft aber nicht wirklich in Frage kam.


  Kleiner Ort, großes Gotteshaus  

  Bild vergrößernBild vergrößern


Im verschlafenen Dorf Cheylard gönnen wir uns auf einer Bank im Schatten ein schönes Eis. Langsam macht sich eine zufriedene und ausgeglichene Ruhe auf Seele und Geist breit. Ab jetzt heißt es aufgepasst, denn wir suchen die kleine Verbindungsstraße nach Luc ins Tal der Borne. Gefunden haben wir sie allerdings nicht und sind so auf der N 88 gelandet – auch gut.


  Auffällig viele französische Motorradfahrer sind heute unterwegs. Kein Wunder, auch in Frankreich ist heute Brückentag  

  Bild vergrößernBild vergrößern


Nach der Ortschaft Langogne zweigen wir rechts ab und fahren entlang des Bachlaufes der Espezonnette nach Lanarce. Über die Höhen der Cevennen winden wir uns auf der N 102 über den Col de la Chavade mit 1266 m, biegen anschließend rechts ab zum Col du Pendu und erklimmen nun die höchste Erhebung unserer heutigen Etappe auf 1435 m. Innerlich ungemein angespannt sauge ich die Landschaft regelrecht in mich auf. Nun schlängelt sich unsere Route weiter zum Col de Meyrand auf 1370 m. Nach einem kurzen Verpflegungsstopp juckt es wieder in meiner rechten Hand.



   

 

© Karl-Heinz Mayer aus Siegburg, 27 Einträge im Gästebuch von Karl-Heinz Mayer






Weitere InformationenSuchen nach

Frankreich
 
Frankreich[292]  812
Weitere Reisereportagen


Hier können auch Sie Reisebilder und Reiseberichte online veröffentlichen
 Fotos Beste Reisezeiten Autorenliste Neue Reisereportagen Neue Bilder Hilfe Links & Banner 
 Autorenzone: Als Autor starten Bericht vorschlagen Autorenzugang Autorenforum Autorenhandbuch 
 Kritik, Anregungen Allgemeine Nutzungsbedingungen Wie pervan.de entstand 

 ©, Redaktion: Mirjana Pervan 



fügt einen Bookmark bei Ihrem Browser ein