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Eine Reisereportage von Karl-Heinz Mayer

Inhalt

 
Leuchtturm am Weserstrand
 
Qualität vom Bauernhof
 
Die Spielscheune lädt ein
 
Strand bei auflaufender Nordsee
 
Mooseer Mühle
 
Auf Entdeckungsreise im Nationalpark
 
Die Gesichter des Meeres
 
Der Mann und das Meer
 
Blick auf die Wattinsel Langlütjen I
 
Dat Freesenhus is wedder in
 
Ausflug mit dem Fahrgastschiff “Oceana“
 
Von der Nordsee ins All: Das neue Space Center
 
Roland – wohl der berühmteste Bremer Bürger

  Der Dorfbrunnen  

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Volkers ist für seine mit viel Idealismus geschaffenen und gepflegten Gemeinschaftsanlagen wie etwa den Dorfbrunnen bekannt. Volkers dritter Platz beim Kreisentscheid 1980 des Dorfwettbewerbes wurde mit 800 Mark belohnt. Dieses Geld sollte natürlich sinnvoll angelegt werden und zwar für weitere Dorfverschönerung, wie es ja auch das Motto des Wettbewerbes “Unser Dorf soll schöner werden“ besagt. Nach eingehender Beratung kamen Anton Baars und Hans-Dieter Naujok auf die Idee, einen Brunnen zu bauen. Schon im April 1981 konnte der Grundstein für den Dorfbrunnen gelegt werden. Bereits 1984 und damit viel früher, als sie in ihrem Fünfjahresplan angenommen hatten, war es geschafft: Der Brunnen war fertig.


  Sturmflutmarke  

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Im Zuge der Deicherhöhung musste die alte Deichtreppe weichen. 1976 stellten die Volkenser bei der Stadt Nordenham den Antrag für eine neue Treppe. Erst 1978 und auch wohl nur, weil sich Volkers an dem Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ beteiligte, bekamen sie die Genehmigung für den Bau einer neuen Deichtreppe. Die Pegelstände, die an den Deichen zu finden sind, geben einen Eindruck von der Gefahr der Sturmfluten.


Obere Tafel: Neue DeichhöheNN + 8.50 m
darunter: Wellenauflauf Sturmflut ab 17.02.1962NN + 7.15 m
darunter: Deichhöhe 1862NN + 6.70 m
darunter: errechnete Höhe Sturmflut PegelstandNN + 6.20 m
darunter:Pegelstand Sturmflut 16/17. 02. 1962NN + 5.35 m
darunter:Pegelstand Sturmflut 13.03.1906NN + 4.90 m
Untere Tafel: Mittleres HochwasserNN + 1,84 m


  Blumen und ihre Bedeutung  

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In China ist sie ein Symbol von Standhaftigkeit und ein langes Leben, weil sie selbst nach dem abpflücken nicht zu welken vermag.


Dorfgemeinschaft Volkers



Vor 200 Jahren lag Volkers noch etwas weiter vom Deich entfernt als jetzt. Nach der Weihnachtsflut von 1717 musste nämlich der Deich von Volkenserhörne bis zur Tetenser Wurt zurückgelegt werden, etwas weiter ins Land hinein: die eingerissene Volkenser Brake wurde zugedämmt, und das Dorf lag nun näher am Deich.

Die Weihnachtsflut von 1717 als der blanke Hans die Wurtenhöhe erstieg und alles ringsum in eine Wasserwüste verwandelte, und das zur Weihnachtszeit, blieb kein Haus in Volkers verschont - zwölf wurden zerstört, fünf weggetrieben. In den Fluten ertranken fünf Menschen, acht Pferde, 33 Kühe, 24 Schafe und elf Schweine. Unbarmherzig und grenzenloses Elend von Hunger und Kälte, Armut und Verzweiflung machte sich breit.

Als 1869 der Bau von der Weserinsel Langlütjen I und drei Jahre später Langlütjen II begann, kam naturgemäß auch viel fremdes Volk ins Dorf. Der Arbeitsrythmus, Ebbe und Flut, brachte es mit sich, dass die Männer in der Nähe der Baustelle untergebracht werden mussten. Aus allen deutschen Landen waren sie hierher gekommen wegen eines guten Verdienstes und campierten in einer langgestreckten Holzbude. Diese Bude, die auf den Gründen des Johann Hinrich Böschen, direkt am Deich stand, bewirtschaftete das Ehepaar Hinrich Gerhard Bremer und dessen Ehefrau Henriette geb. Wedel. Diese wohnten in dem ehemaligen „Stratmann-Haus“ in Volkers. Dieses Ehepaar erbaute 1882 auf einem Gartengrundstück ihres Besitzes ein Haus, in welchem sie auch eine Gastwirtschaft einrichteten. Auf dem Boden war ein Tanzsaal vorhanden und sogar eine Kegelbahn fehlte nicht. Diese Gaststätte verlor natürlich die meisten Gäste, als 1880 die Bauarbeiten an den Weserinseln beendet waren. Später hat sie sich nicht mehr halten können und ging 1889 in den Besitz der Oldenburgischen Zollverwaltung über, die in diesem Haus zwei Wohnungen für hier stationierte Zollbeamte einrichtete. Im Jahre 1938 wurde dieses Beamtenhaus „privatisiert“. Es ging in den Besitz von Richard Sieghold und Ehefrau Emma geb. Menke über.

  Blick auf die Wattinsel Langlütjen I  

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Hinter dem Deich kommen wir auf die Festungsinsel Langlütjen I, die wir über einen 1,5 km langen, schmalen Damm zu Fuß erreichen. An dieser Stelle konnte 1962 die schwer tobende Nordsee nur unter schwersten Anstrengungen der Rettungsmannschaften und Bevölkerung zurückgehalten werden. Am Horizont sieht man die Krananlagen von Bremerhaven.

Ein herrlicher Blick aus der Vogelperspektive auf die Wattinsel Langlütjen I :
http://www.nordlichtspots.de/Bremerhaven/Luftaufnahmen/Luftaufnahmen_Bremerhaven/luftaufnahmen_bremerhaven_8.html


Hinweis: Langlütjen 1 & 2

Geheimnisumwittert lagen die beiden ehem. Preußischen Festungs – Inseln lange Zeit im Watt, abgeschirmt und hermetisch abgeriegelt durch verrosteten Stacheldraht. Zahlreiche Schilder mit der Aufschrift „Vorsicht Lebensgefahr – Betreten der Insel verboten“ regten vor allem die Neugierde bei den Jugendlichen die 3 km durchs Watt bzw. über den 1,5 km langen schmalen Damm herangepirscht waren. Diese Vorsichtsmaßnahmen wurden im Laufe des letzten Jahrzehnts aufgehoben, nachdem Spezialtrupps die Inseln nach verscharrter Munition und Sprengsätzen abgesucht hatten. Die Kasematten von „L I", wie die vor Volkers liegende Insel im Volksmund genannt wird, wurden mit Wesersand eingeschlemmt und aufgespült, so dass sie nun gefahrlos betreten werden kann. Anders die Festung „L II“: Sie präsentiert sich dem einsamen Wattwanderer in unveränderter Weise, wenn man einmal von dem zum Teil vergeblichen Sprengversuchen der Engländer nach dem II. Weltkrieg absieht. Betritt der Wanderer trotz der noch vorhandenen Verbotsschilder die einsame und romantisch
anmutende, übrigens sturmflutsichere Insel, stellt er völlig überrascht fest, dass ein riesiger, massiver Gebäudekomplex in das Innere der Insel eingelassen ist, eingekreist von einer 6 m tiefen Grotte und durchzogen von niedrigen Alarmgängen. Der Insel vorgelagert ist eine riesige Schilfinsel, die vielen Vogelarten als Brutstätte dient. Man befindet sich hier mitten im Naturpark „Wattenmeer“.

Weitere Infos auf der Website:
http://home.t-online.de/home/m.tegge/relikte/bremerhaven/links.htm
http://werften.fischtown.de/langluetjen1.html

  Blick auf die Wattinsel Langlütjen I  

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Die Preussen errichteten vor über 100 Jahren drei Inselfestungen in der Außenweser. Hier befinden wir uns vor der Wattinsel Langlütjen I. Ab 1933 waren auf Langlütjen II politische Gefangene als Häftlinge.


  Krananlagen stehen in Reih und Glied  

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Von der Wattinsel Langlütjen I hat man einen wunderschönen Panoramablick über die Kaiserhäfen in Bremerhaven - im Hintergrund die Lloydwerft und der Containerterminal mit 3000 Meter Kailänge.


  Blick auf den Radarturm und Insel  

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© Karl-Heinz Mayer aus Siegburg, 27 Einträge im Gästebuch von Karl-Heinz Mayer






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