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| Entlang der Strecke des Rom Marathons hatte ich zuerst die historischen Bauten nur kurz in den Blick nehmen können. Am nächsten Tag folge ich mit Bus und zu Fuß der Strecke vom Vortag und dies trotz dem zahlreichen Kopfsteinpflasters, das mir 500 Meter vor dem Ziel Muskelkrämpfe beschert hatte. |
42 Kilometer Sightseeing verspricht der Marathon durch die ewige Stadt. Zu Füßen des Kolosseums neben den Stätten des Forum Romanum haben sich über 15 000 Läuferinnen und Läufer aus 72 Nationen aufgereiht. Die Startphase zwischen Circo Massimo und Forum Romanum zeigt schon, auf welch historischen Boden wir uns bewegen. Bei km 5 ist der Tiber erreicht, der den Läufer weiter begleitet, und den man bei km 14 über die Ponte Cavour quert, bevor man dem riesigen Petersplatz entgegenläuft. Halbzeit der Strecke ist wieder am Ufer des Tiber, kurz vor dem Forum Italico. Inzwischen haben die Temperaturen 20 Grad und mehr erreicht. Bei km 25 verlässt die Strecke den Tiber und schlängelt sich mit vielen Richtungswechseln durch Gassen und Piazzas der Altstadt. Schon auf dem letzten Viertel geht es über den langgezogenen Piazza Navona, vorbei an den Spanischen Treppen und dem Fontana di Trevi rund um den Piazza del Popolo bei km 37 dem Ziel entgegen. Über den riesigen Piazza Venecia folgt die Strecke noch einmal rund um das Kolosseum ins Ziel. Eine letzte Steigung und die Ziellinie nach 42,195 km ist überquert. Der Stadtmarathon von Rom bietet für 35 € eine gute Organisation, wenn auch ein zusätzlicher Verpflegungsstand zwischen km 35 und Ziel angesichts der Temperaturen um die Mittagszeit ganz hilfreich wäre. Unvergleichbar schön ist die Streckenführung entlang historischer Bauten und Plätze, Einziger Nachteil, das Pflaster beansprucht sehr des Läufers Muskulatur. |
Am nächsten Tag war es Pflicht einige der Highlights von Rom an der Marathonstrecke erneut zu besuchen. So natürlich zuerst den Petersdom, vor dem sich lange Schlangen vor dem Eingang bilden, nachdem alle Besucher seit dem Papstattentat einen Sicherheitscheck durchlaufen müssen. Den Vatikan zu betreten war uns nicht erlaubt. Ohne Einladung geht da gar nichts und die päpstliche Garde in blau, gelb, roten Uniformen bewachen die Ein- und Ausgänge. Neben der Basilica de San Pietro zählen der Palazzi Vaticani und die Musei Vaticani.seit 1929 zum Vatikanstaat. |
Ein Stück über den Tiber hinauf zur Villa Borghese war unser nächstes Ziel. Die Galeria Borghese war zwar wie immer montags zu, doch die Außenansicht der großzügigen in einem riesigen Park mit Zitronenbäumen gelegenen Anlage und der Blick vom nahen Aussichtsberg Pincio entschädigen für den Aufstieg. Vorher kommen wir noch an dem Goethedenkmal vorbei, dessen Sohn sogar in Rom beerdigt ist. Über die Villa Medici zur Trinita del Monti gehen wir die Spanische Treppe hinunter, nach einem Marathon nicht ganz so elegant wie ein Model, das diese Treppe als Laufsteg benutzt. Der Trevibrunnen war arg von Touristen und Straßenhändlern umlagert, sodass wir schnell das Weite suchen. Nicht im berühmten Cafe Greco, in dem einst Goethe weilte, sondern in einem kleinen Cafe um die Ecke machen wir Rast bei einer Latte Macchiato. Vor dem Regierungssitz hatte sich Presse versammelt, die mit Kameras ausgerüstet auf ein Ereignis warteten. Denn heute war die Kanzlerin Merkel anlässlich des 50. Jahrtages der Europäischen Gemeinschaft in Rom. |

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