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Tja, ohne Allradantrieb fährt es sich nicht lange gut auf dieser Art von Sandwegen. Wir fuhren auch in Deutschland öfters auf Sandwegen und die waren auch nicht von schlechten Eltern. Aber meine Erfahrungen haben hier nicht mehr ausgereicht. Außerdem hat ein 3'er Golf mehr Bodenfreiheit... |
 Dass der Sand weich ist, habe ich schon vorher gemerkt. Aufeinmal sagt mein Sweetheard "Hohl ordentlich Schwung, da wird es noch weicher."
Also gebe ich ordentlich Gas. Da merke ich schon, dass es nicht weiter geht. Ich stoppe sofort alles. Aber ist schon zu spät. Mein Mann springt aus dem Auto und sagt: "Das wird hart". Es ist jetzt ca. ein Uhr Mittag. Es ist ca. 35 ° C im Schatten. Der Sand ist brüllend heiß und wir haben noch knapp ein halbes Liter Wasser. Die Spanier beginnen jetzt Ihre Siesta, die ungefähr fünf Stunden dauert...
So fangen wir also an, zu graben.
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Graben heißt die Devise
Wir graben schon fast zwei Stunden... ... Wir sind jetzt schon völlig überhitzt. Ich weiß zwar nicht, wie ich aus sehe, aber mein Mann sieht aus, wie kurz vor einem Kreislaufkollaps.
Ich sage ihm "Komm, lass uns Pause machen." Er: "Mir geht es noch gut."
Das Wasser ist auch fast aufgebraucht. Obwohl wir sehr sparsam sind. |
Das Auto weicht nicht von der Stelle
Keine Chance - wir kriegen es alleine nicht gebacken. Also laufe ich letzt zurück zur Straße.
Ich bin noch nie so schnell gelaufen. Schon gar nicht wenn es so weiß ist.
Jetzt habe ich schon Sicht zur Straße. Da fährt auch gerade ein Jeep lang, ich winke hastig mit meinen Strohhut.
Der Fahrer schaute auch in meine Richtung. Also rennen ich hinterher. Irgendwie ist er zu schnell, um noch anhalten zu können. Es ist aber auch eine Landstrasse, wo 100 km/h erlaubt sind.
Der Jeep hält, und fährt dann zum Glück doch zurück. Ich denke: "Cool wir sind geredet."
Tja, da ist aber noch das Sprachproblem, was mir die Situation nicht gerade leichter macht. Ich frage den Fahrer, ob er Deutsch kann und er sagte "no". Dann frage ich, ob er Englisch kann und er sagte wieder "no" und fängt an zu lachen "hohohohoho". Wir verständigten uns mit Händen und Füssen -irgendwie.
Er fährt mich dann zu der Stelle, wo das Auto steckt. Als er meinen sieht, Mann lachte er erst. Dann aber sieht er die Gesichtsfarbe meines Mannes genauer, wird sehr ernst und zeigt ihm, er soll in den Schatten gehen.
Dann sagt/zeigt er, er müsse noch ein Seil holen, um uns rausziehen zu können. Der Jeep düst also genau in die Richtung davon, in die wir wollten. Hoffentlich bleibt er nicht auch noch stecken... |
Lois, unser Retter
Ohne Lois wären wir aufgeschmissen. Er will absolut nichts für seine Hilfe haben. Wir möchten ihn wenigstens zum Essen einzuladen. Er sagt "Nada".
Ich bin schon etwas traurig, dass wir uns nicht richtig bedanken können. Also umarme ich ihn ganz fest und gebe ihm einen Kuss auf die Wange.
Lois freut sich darüber. Wir haben jetzt überall und vorallem an den Händen durch das Graben kleine Wunden. Jetzt noch ein schnelles Bad im Atlantik. Man, tut das gut.
Als wir später die Geschichte eine Deutschen erzählten, die dort schon lange lebt, meinte sie, dass wir Glück hatten. Nicht, weil Lois so hilfsbereit war, sondern, dass überhaupt Jemand auf dieser Straße vorbei kam. Denn während der Siesta ist das selten. Hilfsbereit wäre dann aber eigentlich fast Jeder, denn man bliebe hier öfters mal stecken... |
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