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Eine Reisereportage von Nicky & Sebastian

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  Paseo  

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Aber auch das Gegenteil ist nicht zu übersehen.


  Spaziergang entlangt der Avenida 5  

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Weiter ging's den Malecón bis zum Ende entlang durch einen Tunnel und hinein ins Botschaftsviertel Miramar.

Dieses Viertel war einst ein gepflegtes Wohngebiet der Reichen, dessen Häuser von Castro in Beschlag genommen wurden, der daraus Botschaften, Konsulate, Gästehäuser und Schulen machen lies.


  Avenida 5  

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Dementsprechend sieht es hier auch aus. Villen und Kleinpaläste einer nach dem anderen und wunderschön restauriert.


  Gegensätze  

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Viele davon sind aber auch leider völlig verfallen und unbewohnt. Trotzdem konnten wir uns kaum satt sehen und liefen die Avenida 5 immer weiter und weiter, bis uns die Füße schon nicht mehr tragen konnten.


  Teatro Carlos Marx auf der Avenida 1  

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Doch wir mussten den ganzen Weg auch wieder zurück, deshalb traten wir auch bald den Rückweg an und kamen dabei noch am Teatro Carlos Marx vorbei.

Nun hieß es, den ganzen Malecón wieder zurück. Heute Abend war das Meer nicht mehr so ruhig wie gestern, es spritzte über die Mauern, ertränkte den Gehweg und teilweise sogar die Straße. Ein schönes Schauspiel, wie im Film :-)

Wir hätten gerne einen dieser gelben coco amarillo angehalten. Aber es kam leider keiner, also mussten wir zu Fuß zurück.


6. Tag - Von Havanna nach Viñales



Nach einem reichhaltigen Frühstück verließen wir das Hotel und los ging die Fahrt ins 180 Kilometer entfernte Pinar del Rio. Aber erstmal aus Havanna rauskommen war gar nicht so einfach.

  "kubanisch reisen"  

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Wir fuhren den Malecón bis zum Ende, weiter nach Miramar, dort folgten wir den Hinweistafeln nach Pinar del Río und schon fanden wir uns auf einer Autobahn wieder. Nur leider die falsche, wie sich erst nach einer Stunde herausstellte, als die Autobahn zur Landstraße wurde und uns bis nach Güira da Melena im Süden der Provinz führte. Hier fuhren wir durch eine grüne Landschaft, waren umgeben von Bananenstauden, Palmen und Flachland. Der rot-braune Kontrast der Erde faszinierte mich. Wir fuhren weiter und weiter, kilometerweit.




Endlich da vorne – es tauchte nach endlos geraden Straßen ein kleiner Ort auf. Doch Wahnsinn, hier spielte sich das Dasein auf der Straße ab. Ob alt oder jung, groß oder klein, Hund oder Mensch, Fahrrad, Pferd oder Ochsenkarren. Die Häuser kaputt, die Straße dafür quirlig voll, die Erde rot und die Sonne brannte. In welcher Zeit sind wir hier bloß gelandet? Unter den herunter hängenden Starkstromkabeln spielten Kinder, die Leute sahen uns in unserem kleinen roten fahrendem Vehikel an, als wären wir nicht von dieser Welt. So viele Touristen verirren sich wohl nicht hier her. So wie heute haben wir Kuba nie wieder gesehen, doch dieses eine Erlebnis reichte für einen unglaublichen Kulturschock. Ich habe hier nicht fotografiert, es wäre mir äußerst unpassend und ebenso peinlich erschien.

Wir schlängelten uns entlang den Nebenstraßen des kubanischen Hinterlands und erreichten Stunden später endlich die Autobahn Richtung Pinar del Río. Die Weiterfahrt war dafür umso besser, die Straße super befahrbar, wir konnten durchwegs 100 km/h fahren. Trotzdem war der ungewollte Abstecher für uns wahnsinnig interessant, auch wenn er uns 6 Stunden Zeit kostete.

In Pinar del Río ging’s weiter mit Verfahren. Keine Hinweisschilder, keine Straßennamen, herunter gekommene Häuser und viele Menschen auf der Straße. Wir fragten uns durch, wie immer.

Endlich fanden wir auch den Weg aus der Stadt heraus zum bekannten und beliebten Viñales. Wir steuerten ein Hotel an, das Los Jasmines. Doch bei der Ankunft mussten wir feststellen, dass alle Hotels in und um Viñales herum ausgebucht sind. Was nun? Nach Pinar del Río zurück in ein Hotel? Nee! Ganz sicher nicht! Blieben eigentlich nur noch Casa Particulares übrig, diese beliebten Gästehäuser. Aber wir können ja eigentlich gar kein spanisch und überhaupt. Nun gut, in 30 Minuten geht die Sonne unter, irgendwo mussten wir ja übernachten. Also fuhren wir in den Ort, fanden uns dort schnell zurecht, nur einmal fragen, den Hausherrn des aus dem Reiseführer herausgesuchten Gästehauses getroffen, er zeigte uns per Fahrrad den Weg und schon waren wir da. So einfach ist das.

Von seinem Haus waren wir gleich begeistert. Eine eigene Garage, ein hübsches Zimmer mit großem Bett und separatem Bad, alles sauber und sehr gepflegt. Das einzige Problem: Osnel und seine Frau Marie sprachen kein Wort englisch und wir kein Wort spanisch... vier wundervolle Tage vergingen hier viel zu schnell :-)

Wir bezogen erstmal das Zimmer, gleich danach boten sie uns das erste Abendessen an, wir haben immerhin den ganzen Tag nichts gegessen. Wir durften wählen zwischen Fisch, Hühnchen oder Schwein. Ich aß viermal Fisch (das reichte dann auch für die nächsten zwei Monate). Das Essen war fantastisch, als Beilagen servierte sie uns Reis mit schwarzen Bohnen, Kubas Nationalgericht. Dazu Salat und Mojito. Als Nachspeise gab es frisches Obst und Espresso. Wir waren begeistert und die Mägen gefüllt.

   

 

© Nicky & Sebastian aus München, 28 Einträge im Gästebuch von Nicky & Sebastian
Kuba ist ein Spezialgebiet von Nicky & Sebastian.






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