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Eine Reisereportage von Nicky & Sebastian

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In Santa Lucía, kurz vor der Küste angekommen, sollte die Runde eigentlich über San Vicente zurück nach Viñales gehen, doch nach Santa Lucia sind wir ganze drei Kilometer weit gekommen und die angebliche Hauptstraße wurde zur Schotterpiste. Schade aber auch, wir mussten also den selben Weg wieder zurück. Aber was soll's, so konnten wir die Landschaft ein zweites Mal bestaunen.

Es war bereits dunkel, als wir unser Casa in Viñales erreichten und gleich eine halbe Stunde später gab es Abendessen.

10. Tag - Villa Guamá, Península de Zapata



Heute hieß es Abschied nehmen von der Casa Villa Corrales. Nach einem letzten Frühstück verewigten wir uns noch im Gästebuch und starteten gegen 9:30 Uhr in Richtung Havanna. Den Weg fanden wir diesmal schnell, wir umfuhren einfach Pinar del Río und gelangten direkt auf die Autobahn.

Die 180 Kilometer bis Havanna liefen problemlos. Dort angekommen ging die Suche nach dem richtigen Weg aber auch schon wieder los. Ohne Beschilderung ist das Autofahren ein lustiges Unterfangen und macht ganz besonders viel Spaß. Wir orientierten uns „einfach“ nach den Himmelrichtungen, dem Stand der Sonne und der Uhrzeit. Die Richtung war demnach schon mal richtig.

Endlich fanden wir die Autobahn und nach einer Stunde eröffnete sich die erste Tankstelle, die wir auf der bisherigen Reise an einer Autobahn gesehen haben. Mit 0,80 CUC schien uns das Benzin jedoch recht günstig.

So, und weiter ging's. Noch ca. 45 Minuten und wir erreichten die Ausfahrt auf die Península de Zapata, die nur mit dem Ort "Australia" ungefähr 2 Kilometer vorher ausgeschildert war. Aber da es die einzige Ausfahrt weit und breit ist, konnten wir sie eigentlich auch gar nicht verfehlen … und wir fuhren trotzdem daran vorbei. Herje. Eine Umkehrmöglichkeit gab es nicht, deshalb brachen wir die Verkehrsregeln und wendeten einfach auf dem Grünstreifen. Hat ja keiner gesehen :-)

Ein paar Meter weiter bemerkte ich, dass das Auto nicht mehr beschleunigt. Als wir den Eingang zur Pensínsula de Zapata passieren wollten, ging der Motor aus und sprang nicht mehr an. Na toll! Auto kaputt. Und jetzt? Zum Glück standen hier ein paar Beamte herum, einer konnte sogar englisch sprechen und hat sich das Auto kurz angesehen. Nach wenigen Minuten sprang er wieder an und fuhr ganz normal weiter. War wohl doch geputschtes Benzin oder es ist Wasser in den Tank gekommen.

Nun war es aber wirklich nicht mehr weit bis nach La Boca, unserem heutigen Tagesziel. Nicht zu übersehen tauchten links ein größerer Parkplatz und mehrere Holzbuden auf. Hübsch sieht es hier aus, an der Laguna del Tesóro. Es gibt ein Restaurant, Souvenirshops und Ansichtskarten. Gleich nebenan ist der Eingang zur Krokodilfarm.

  an der Bootsanlegestelle  

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Wir erkundigten uns schnell, ob in der Villa Guamá noch ein Zimmer für eine Nacht frei ist, bekamen eine Bestätigung, holten die Koffer aus dem Auto (der Parkplatz ist bewacht) und stiegen in das nächste kleine Schnellboot.


  wir düsten über das Wasser  

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Noch nie sind wir per Boot zu einem Hotel gedüst. Außer uns waren nur noch der Fahrer und unsere Koffer an Bord und wir peitschten mit hoher Geschwindigkeit über das Wasser durch die Lagune. Das war genial, wir fuhren einen kleinen Fluss entlang, links und rechts Schilf, Sumpf, Mangroven und einige Wasserkanäle.


  An der Villa Guamá angekommen  

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Aus dem Fluss wurde ein See, es war herrlich! Wir fuhren bis ans andere Ende und kamen an einem wunderschönen Komplex im Stil eines Taíno-Dorfes heraus.


  Villa Guamá  

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Das ist die Hotelanlage Villa Guamá. Die 45 Holzhütten sind auf sechs verschiedenen Inselchen verteilt und stehen teilweise auf Pfählen im See. Die Inseln sind mit kleinen Holzbrücken verbunden.


  Villa Guamá - unsere Hütte Nr. 1  

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Wir checkten auf der „Hauptinsel“ ein und bekamen Hütte Nr. 1 auf der Insel gegenüber. Leider (oder zum Glück?) war die Brücke dorthin kaputt, also bekamen wir unser "Privat-Taxi", bestehend aus einem Ruderboot und einem älteren Mann, der uns zur Hütte ruderte. Was für ein Spaß!



Sehenswürdigkeit: Villa Guamá auf der Halbinsel Zapata

Leider kennen viele Kuba-Reisende die Villa Guamá nicht und wird in Reiseführern nur ganz klein nebenbei erwähnt. Doch dabei verbirgt sich hinter diesem Namen eine der wohl außergewöhnlichsten Unterkünfte, die wir jemals auf Reisen bekamen.

Die Villa Guamá ist ein sehr hübscher Komplex im Stil eines Taíno-Dorfes. 45 Holzhütten, die auf Pfählen im See (Laguna del Tesoro) stehen, sind auf sechs verschiedene Inseln verteilt. Die Hütten sind sauber und groß und unten drunter blubbern die Fische! Außer Vogelgezwischer, Enten und Fische hört man nichts. Natur pur und nachts bietet sich aufgrund wenig Licht ein gigantischer Sternenhimmel!

Auf einer der Inseln steht das nachgebaute Taíno-Dorf mit lebensgroßen Figuren, was unbedingt einen Besuch wert ist.

Außerdem werden Vogelbeobachtungstouren angeboten, morgens und abends. Wir können wärmstens die morgentlich Tour empfehlen, die per Ruderboot und Chauffeur 45 Minuten dauert, entlang schöner Wasserstraßen und hinein in einen herrlichen Sonnenaufgang führt.

Die Villa Guamá ist nur auf dem Wasserweg mit Speedboote von Boca de Guamá aus erreichbar. Auf dem überwachten Parkplatz können die Gäste der Villa sorglos das Auto über Nacht parken.

  Villa Guamá  

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Die Hütten sind toll, sauber, in glänzendem Dunkelbraun gestrichen, verfügen über einen Schlaf- und Aufenthaltsraum mit TV und über ein Badezimmer mit Dusche. Das war wohl die mit Abstand ausgefallenste Unterkunft, die wir jemals auf Reisen hatten.



   

 

© Nicky & Sebastian aus München, 28 Einträge im Gästebuch von Nicky & Sebastian
Kuba ist ein Spezialgebiet von Nicky & Sebastian.






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