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Blick auf den Mawensi
Wir sind noch zeitig unterwegs, die Sonne ist noch nicht aufgegangen, nur die eisige Kälte und der stürmische Wind machen uns zu schaffen. Es sind mindestens 15 Grad minus. Sehr bald erreichen wir die ersten Schneefelder, jetzt sind es nur noch etwa 100 Höhenmeter bis zum Gipfel. Die letzten Kräfte werden mobilisiert, der nahe Gipfel lockt. Wir haben Glück, der Harschschnee ist gefroren, die Tritte unserer Vorgänger geben Halt, selbst ich mit halb hohen Turnschuhen ausgestattet, komme gut vorwärts. |
Die Kaiser-Wilhelm-Spitze, von Hans Meyer so getauft, wurde am ersten Jahrestag der Unabhängigkeit Tansanias, am 9. Dezember 1962, in Uhuru Peak Freiheitsspitze umbenannt.
Am Gipfel, einer flachen Kuppel aus Eis und Schnee geht die Sonne auf und wärmt unsere steifen Glieder. In 5 Stunden, Rekord für Tosha, haben wir den letzten Anstieg bewältigt. 2 Stunden benötigen wir für den Abstieg. Vom Gillman`s Point kann man den Geröllhang im Laufschritt hinunterrutschen. |
Kibo-Hütte
An der Kibo-Hütte wird unsere Rückkehr mit "Hallo" begrüßt. Doch noch war das Tagesprogramm nicht bewältigt. Nach einer Pause geht es weiter zur Horombohütte. Cirka 34 Kilometer hatten wir schließlich am späten Nachmittag in den Beinen. |
Inzwischen fängt es an zu regnen. Die Wege werden glitschig und gefährlich, insbesondere nach der großen Anstrengung des Tages. Überwog gestern noch die Ermüdung, war es am nächsten Tag die reine Freude, den Berg hinunter zu springen. Mit dem Glücksgefühl, den Gipfel in der Tasche zu haben, benötigen wir knapp 4 Stunden bis zum Eingangstor am Kilimandscharo-Nationalpark. Tosha händigt uns zwei Urkunden aus, die die erfolgreiche Besteigung mit Unterschriften des Parkwächters und Direktors der Tanzania National Parks bestätigen.
Geschafft, es warten neue Ziele auf uns. |

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