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Eine Reisereportage von Gerhard Radl

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Reisebericht mit Bildern von meiner Kappadokien-Rundreise im März/April 2008



In einem Anfall von Fernweh habe ich kurzfristig eine Kappadokien Rundreise gebucht. Gebucht, Reiseunterlagen erhalten und schon geht’s am 30. 3. 2008 los! Wie üblich bringt mich mein Vater zum Flughafen Wien-Schwechat. Aber dort steht mir die erste Nervenprobe bevor: obwohl nur etwa 15 Personen vor mir am Check-in angestellt sind, dauert die ganze Prozedur etwa eine Stunde! Aber das ist schon das einzige Problem heute. Der Flug mit Austrian Airlines nach Antalya ist überpünktlich und verläuft sehr ruhig.

  Strand in Lara  

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Auch die Einreiseformalitäten sind schnell erledigt, da der dortige Flughafen fast menschenleer ist. Anscheinend ist hier nicht nur Neben-, sondern absolut tote Saison. So ist unsere Reisegruppe schnell eingesammelt und der Transfer nach Lara, einem Stadtteil von Antalya, der etwa 25 Minuten dauert kann beginnen. Hier angekommen werden die Zimmer für die erste Nacht im Lara-Hotel, das seine besten Zeiten anscheinend schon einige Jahre hinter sich hat, bezogen. Inzwischen ist es 15 Uhr Ortszeit (MESZ +1) und ich beschließe den Nachmittag mit einem kleinen Spaziergang zu verbringen. Da das Hotel aber ziemlich an der Peripherie liegt, beende ich diesen aber bald wieder, nachdem ich etwa einen Kilometer entlang einer Kasernenmauer spaziert bin. Da das Wetter viel schöner ist als vorausgesagt, etwa 20° und sonnig, begebe ich mich auf die Hotelterrasse und genieße die Sonne und das ein oder andere Efes-Bier. Ansonsten steht heute nur noch das Abendessen auf dem Programm.


  Kamel im Schnee  

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Bereits für 8 Uhr ist heute die Abfahrt angesagt. Zunächst geht es entlang de Meeres bis Manavgat, wo wir ins Landesinnere abbiegen und durch das Taurusgebirge in Richtung Konya fahren. Im Gebirge erwartet mich eine Überraschung mit der ich hier nicht im Entferntesten gerechnet hätte: es schneit heftig und teilweise liegen an die 10 cm Schnee! Da die Strassen aber frei sind, erreichen wir ohne Probleme unser Tagesziel Konya.


  Mevlanamuseum  

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Hier machen wir zunächst Mittagspause, bevor der Besuch des Mevlana-Museums auf dem Programm steht. Das Museum, gleichzeitig auch Mausoleum des Ordensgründers Dschalal ad-Din Rum, gibt Zeugnis über den Orden, der im 13. Jahrhundert wohl der einflussreichste im ganzen Orient war. Neben der Grabstätte sind alte Gewänder und zahlreiche Koranhandschriften ausgestellt. Da Museumsbesichtigungen aber nicht unbedingt das Meine sind, bin ich da schnell durch und warte lieber im Außenbereich, zum Glück haben inzwischen wenigstens Schneefall und Regen aufgehört so dass es nur noch eisig kalt ist, auf meine Mitreisenden.


  Selidiye-Moschee  

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Als wir wieder alle beisammen sind besuchen wir die gegenüberliegende Selidiye-Moschee und haben dann noch Zeit für einen kurzen Spaziergang durch die umliegenden Gassen, bevor es zu unserem heutigen Quartier, dem Özkaymak-Hotel weitergeht. Das liegt zwar auch weit außerhalb des Stadtzentrums, aber wenigstens befindet sich in der Nähe ein großes Einkaufszentrum. Den Rest des Nachmittags verbringe ich dann auch damit dieses zu durchstreifen. Damit ist der heutige Tag, bis auf das Abendessen, auch schon wieder gelaufen. Alles in allem ein Tag zum Vergessen: das Wetter war nicht so, dass man die landschaftlichen Schönheiten des Taurusgebirges hätte genießen können und der Rest des Tagesprogramms war nicht unbedingt nach meinem Geschmack. So bin ich froh dass wir morgen Kappadokien erreichen und hoffe dass die Gegend hält was ich mir davon verspreche und dass sich das Wetter bessert, damit ich auch die gebuchte Ballonfahrt durchführen kann. Aber schau mer mal!


  Karawanserei  

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Hatte ich die Hoffnung, dass sich das Wetter über Nacht gebessert haben könnte, so erlebe ich am Morgen eine herbe Enttäuschung! Auf dem Weg nach Kappadokien begleiten uns tiefhängende Wolken sowie Schnee- und Regenschauer. Die Landschaft, entlang der schnurgeraden Hauptstraße durch die Hochebene, ist zunächst wenig aufregend und meist – wie der Name schon andeutet – brettleben. Unterwegs ein erster Halt zur Besichtigung der Karawanserei Obruk und dem gleich dahinter liegenden Grundwassersee. Leider wird die Karawanserei gerade renoviert, so dass eine Innenbesichtigung derzeit nicht möglich ist. So bleibt nur ein kurzer Spaziergang rund um das Bauwerk, bevor wir unseren Weg fortsetzen.


  Karawanserei  

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Als Alternative besuchen wir nur wenig später die Karawanserei Sultanhan. Hier wurde die Renovierung bereits abgeschlossen, so dass auch die Innenbesichtigung möglich ist. Diese bietet allerdings nichts Besonderes; der Bau erinnert sehr an die Wüstenschlösser Jordaniens. Aber das ist irgendwie logisch. Beide dienten dem gleichen Zweck: den Karawanen Nachtlager und Verpflegung zu geben und natürlich dem Schutz vor nächtlichen Überfällen!


  unterirdische Stadt  

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Ein erster wirklicher Höhepunkt der Rundreise folgt nur wenig später: der Besuch von Kaymaki, der zweitgrößten der Höhlenstädte Kappadokiens. Durch enge, sehr niedrige Gänge führt uns die Besichtigung bis zur sechsten Etage unter Tag. Hier ist dann für uns Touristen Schluss.






 

© Gerhard Radl aus Hagenbrunn bei Wien, 12 Einträge im Gästebuch von Gerhard Radl





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