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Eine Reisereportage von Brigitte & Heinz

Inhalt

 
1. Ankunft in Tokyo, erste Eindrücke
 
2. Takayama: Kleinstadt in den Bergen; Teil 1
 
3. Takayama: Kleinstadt in den Bergen; Teil 2
 
4. Kyoto: Einführung & modernes Leben
 
5. Kyoto: nicht nur Pflanzen sind Bonsai
 
6. Kyoto: das Leben in der (Alt)stadt
 
7. Kyoto: Tempel und Schreine
 
8. Kyoto: der Mythos der Geishas
 
9. Essen in Japan
 
10. Japan: Platz ist der grösste Luxus
 
11. Tokyo: Bahnhofsviertel & Asakusa
 
12. Tokyo: Shinjuku & Odaiba
 
13. Tokyo: Akihabara & Ginza
 
14. Tokyo: Ueno
 
15. Tokyo: Shibuya
 
16. Tokyo: Harajuku
 
17. Schlussgedanken

9. Essen in Japan



Das Essen ist sicherlich einer der Höhepunkte einer jeden Japanreise und allen Unkrufen zum trotz erst noch recht preiswert.

Hinweis: Essen in Japan: preiswert und sehr gut

Das Essen ist sicherlich einer der Höhepunkte einer jeden Japan Reise, und zudem viel preiswerter als sein Ruf. In einem Land, wo der Grossteil der Bevölkerung regelmässig 3-4-mal täglich auswärts isst, weil die Wohnungen weder über richtige Küchen noch über einen separaten Essplatz verfügen, kann auswärts essen gar nicht so teuer sein. Preiswerte, gepflegte und gute Lokale gibt es in Japan wirklich in Hülle und Fülle!

Dank dem viele Restaurants die angebotenen Schlemmereien als Plastikmodell in einem Schaukasten ausstellen, ist das japanische Schlaraffenland für Ausländer auch dort zugänglich, wo es keine Speisekarte mit Englischer Übersetzung gibt.

Die japanische Küche hat weit mehr zu bieten als Sushi (roher Fisch auf Klebreis, mit Sojasauce und Wasabipaste serviert), Sashimi (wie Sushi, aber ohne Reis), Tempura (Meerfrüchte & Gemüse in Teig frittiert), Tonkatsu (frittiertes Schweinefleisch) und Udon (Nudelsuppe). Restaurants bieten oft sogenannte „Bento Boxen“ an, worin eine Hauptmalzeit auch mal mit 40 verschiedenen kleinen Häppchen appetitlich serviert wird. Dies ist sicher eine perfekte Einführung in die japanische Küche.

In Japan gibt es viele kleine Restaurants, welche gute und günstige Mahlzeiten anbieten. Einfache Gerichte gibt es bereits für ¥ 400-700 (€ 2.40-4.20). Wenn man, wie dies die meisten Japaner machen, etwas mehr ausgibt, kriegt man am Mittag für ¥ 700 schon etwas recht Vielfältiges bei dem 3-4 Speisen geliefert werden, z.B. eine Udon Suppe, dazu Sashimi, Tempura und Reis. Sogar in Tokyos Stadtzentrum kriegten wir für ¥ 1’000 (€ 6.-) ein Abendessen bestehend aus Suppe, Salat, Vorspeise, einer Sushiplatte und einer kleinen Nachspeise. Wenn man bereit ist bis ¥ 2'000 (€ 12.-) auszugeben, kriegt man bereits eine grosszügige Platte (Bento Box) bestehend aus drei Dutzend kleinen japanischen Probierhäppchen (ein wahres Fest für Augen und Gaumen, das man nicht verpassen sollte).

Wer danach sucht, findet sicher auch Lokale wo ein Abendessen € 200.- pro Person kostet, diese sind aber eher für Geschäftsessen gedacht und als Ausländer kriegt man dort ohne Beziehungen oft gar keinen Einlass, genauso wie dort wo’s noch mehr kostet und die Speisen dafür von ein paar Geishas gereicht werden!

Schon zum kosten der vielen japanischen Schlemmereien reicht ein normaler Urlaub nicht aus, wenn Du aber mal Lust auf was „nicht-japanisches“ hast, gibt es auch Spezialitäten-Restaurants aus aller Welt. Vor allem die italienische und französische Küche ist bei Japanern extrem beliebt. All diese Lokale werden von Japanern geführt, welche für eine Weile im Ausland gelebt hatten. Sie machen genau das, wofür ihre Nation berühmt ist: sie kopieren die ausländischen Speisen so perfekt, dass es ein Einwanderer wohl kaum besser machen könnte. Die Speisekarte dieser Lokale ist oft in Japanisch und der Landessprache der Küche, aufgesetzt, was dort, wo es kein englisches Menü gibt, für sprachgewandte Europäer sehr hilfreich ist.

Italienische Teigwaren in sehr guter Qualität gibt’s für etwa ¥ 1’000 (€ 6.-). Ein italienisches Mehrgangmenü für zwei Personen, bestehend aus zwei Suppen, zwei Salaten, einem Rindfleisch Carpaccio, einem Camembert Fondue, einer Pizza, zwei Pasta Gerichten und zwei gemischten Nachspeiseplatten kostete uns ¥ 3’500 (€ 21.-).
Für ¥ 5’000 (€ 34) fanden wir ein authentisch gekochtes, französisches sieben-Gänge-Schlemmer-Menü.

Es gibt in Japan auch eine unglaubliche Auswahl an guten und preiswerten Bäckereien, Patisserien und Kaff

  lauter kleine Delikatessen  
  Restaurant, Tokyo[1]

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So eine Auswahl… Bei einer japanischen Bento-Mahlzeit kriegten wir schon bis 40 Köstlichkeiten gleichzeitig serviert!



 

  Plastikmodell Sashimi Fisch  
  Restaurantauslage, Tokyo[1]

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Sashimi wird in Japan für Europäische Verhältnisse oft ungewohnt „lebensnah“ präsentiert!

Weitere Bilder in der Galerie Fotoalbum Plastikmodelle welche genau so aussehen wie das Essen selbst  10
Viele japanische Restaurants stellen die angebotenen Schlemmereien als Plastikmodell in einem Schaukasten aus..



  Compi Bestellung  
  Tokyo[1]

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In Japan gibt es Restaurant wo es zwar kein gedrucktes Menü gibt, hingegen auf jedem Tisch ein Computer mit „touch screen“ steht. Mit diesem System landete unsere (englische) Bestellung direkt in der Küche und der Kellner musste das Gewünschte nur noch an den Tisch bringen und sich verbeugen: voilà!



Hinweis: Billige Sushi oder teure Sushi?

Ausser für Essbanausen gehört der Besuch eines Sushi/Sashimi Restaurants sicher zum Pflichtprogramm einer jeden Japan Reise. Diese köstlichen Spezialitäten aus rohem Fisch werden mit Sojasauce und Wasabipaste serviert.

Nun stellt sich aber die Frage: „soll ich die billige oder die teure Variante bestellen?“ im selben Lokal, wo ein Set bestehend aus 12 Sushis, Suppe, Salat, Vorspeise und einer kleinen Nachspeise ¥ 1’000 (€ 6.-) koset, zahlt man für die edle Variante mit nur fünf verschiedenen Thunfisch Sushi ohne Beilagen locker ¥ 3’500 (€ 21.-) oder mehr.

Wir kosteten erst mal die preiswertere Variante und waren hellauf begeistert, wir hatten noch nie in unserem Leben so gute und frische Sushis gegessen. Trotzdem, irgendetwas muss ja an der edleren Variante dran sei, sonst wären nicht so viele Japaner bereit, den happigen Mehrpreis zu bezahlen.

Wir hatten Glück, der Sushi „Koch“ hinter der Bar sprach Englisch und konnte uns aufklären. Je billiger der Thunfisch, desto kleiner sein Fettanteil, je teurer der Thunfisch, desto grösser ist sein Fettanteil. Die teuersten Sushis kommen vom untersten und demzufolge fettigsten Teil des (Thun)Fischbauchs.

  Sushi Restaurant  
  Tokyo[1]

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Der Besuch eines Sushi Restaurants ist für einen Japan Besucher fast ein muss. Sushi sind gesund und schmecken wirklich hervorragend, zudem ist es faszinierend dem „Koch“ an der Sushi-Bar zuzusehen. In einigen Lokalen wird jeder neue Gast laut mit „Irasshaimaseee“ willkommen geheissen, was dem Restaurant jeweils eine spezielle Atmosphäre gibt.


  Sashimi Platte  
  Sushi Restaurant, Tokyo[1]

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Sashimi ist eigentlich fast wie Sushi aber ohne Reishäppchen darunter!


  Essens-Coupon Automat  
  Tokyo[1]

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Vor einigen Restaurants steht ein Automat. Hier kauft man sich einen Coupon, gegen den man kurze Zeit später an der Theke die gewünschten Speisen erhält.


Sehenswürdigkeit: Japanische Food Show’s

In den unteren Stockwerken vieler Warenhäuser und Einkaufs-Zentren in Japan gibt es die sogenannten „Food Show’s“. Auf riesigen Verkaufsflächen werden nur Feinschmeckersachen angeboten. Vielleicht kennt Ihr ja die Comestibles Abteilung von Globus in der Schweiz oder dem berühmten KDW (Kaufhaus des Westens) in Berlin, bloss so klein ist es in Japan nirgends. Delikatessen aus Japan und der ganzen Welt sind hier hübsch verpackt und verlockend präsentiert. Ausser den Dingen die wir kannten, wie z.B. exquisiten Torten und Kuchen, auserlesene Fleisch- und Wurstwaren, Käse, Gourmet Salate und vielem weiteren, sahen wir auch viel Unbekanntes. Wir vermuten, es handelte sich um Eingemachtes in jeder Farbe, fermentierten Fisch, Sachen in Blätter eingerollt und süsse Kekse oder gezuckerte und bemalte Bohnen in den Formen von Früchten und Gemüsen. So viele verschiedenartige und speziell zubereitete Speisen wie in den Food Show’s haben wir noch nirgends gesehen. Hier gibt es viel mehr als wir uns überhaupt vorstellen und erst recht probieren können. Ein ausgedehnter Spaziergang entlang der Gourmet-Vitrinen in den japanischen „Food Show’s“ kann stundenlang dauern und ist nicht nur eine Augenweide sondern auch ein Erlebnis für die Sinne.

  Delikatessen  
  Food Show, Tokyo[1]

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Vieles, was in den Food Shows verkauft wird, wird mit sehr viel Liebe zum Detail zubereitet.

Weitere Bilder in der Galerie Fotoalbum Food Shows in Japan  9
Die Untergeschosse vieler Warenhäuser in Japan sind mit exquisiten „Food Shows“ belegt. Die dort angebotenen Speisen verzücken wohl jeden Gourmet..



Mehr dazu im Reisebericht Japan: Unerwartetes an allen Ecken und Enden

   

 

© Brigitte & Heinz aus der Zentralschweiz, 5 Einträge im Gästebuch von Brigitte & Heinz






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