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5. Kyoto: nicht nur Pflanzen sind Bonsai
Auf einer Landfläche von 377'435 km² wovon 80% gebirgig sind, leben in Japan 127 Mio. Menschen. So ist es kaum verwunderlich, dass Platz zu einer Mangelware wurde und dass vor allem in den Städten die Grundstückspreise explodiert sind. Deshalb hat man sich hier schon einiges einfallen lassen, um Platz besser zu nutzen - als bei uns! |
schmales Gebäude
Da Baugrund sehr knapp und teuer ist, wird jede auch noch so schmale Baulücke mit einem in der Grösse passenden Gebäude ergänzt. Auf diesem Foto ist das „Nishiki Haru-Ume Building“ beim Nishiki Markt abgebildet. |
Parkplatz 3 stöckig
Mit einer einfachen Methode schafften es die Japaner, drei Autos auf einem einzigen Parkplatz zu parkierten. Zuerst giesst man eine ~4.5m tiefe Betonwanne und darin platziert man einen Lift mit drei Plattformen. Dieser Parkplatz ist nicht so leer wie er aussieht, es sind einfach nur die beiden unteren Plattformen belegt. |
Garten am Strassenrand
Es ist nicht verwunderlich, dass in Japan kaum Platz für Gärten vorhanden ist, aber eigentlich lieben die Japaner Pflanzen. Als Notlösung stellen sie Topfpflanzen und Blumenkistchen am Strassenrand und auf den Gehsteigen auf, sozusagen als privaten Kleingarten. |
japanische Nottreppe
Nottreppen brauchen sehr viel Platz, aber in Japan können sie sehr platzsparend gebaut werden. Wir sahen diese faltbare Nottreppe, welche in den 70cm breiten Betonboden eines Balkons eingelassen war. Damit kann im Notfall der untere Balkon erreicht werden, wo wiederum dasselbe System installiert ist. Am besten stehen dicke (Ausländer) hinten an… |
Sehenswürdigkeit: Verdichtetes Wohnen vor und nach dem TodEs ist sehr interessant, Japans (moderne) Friedhöfe zu besuchen. Die Grundstückpreise sind sehr hoch und so hört es mit verdichteter Wohnweise selbst nach dem Ableben nicht auf; nach dem Tod ruht man zwar auch hier in Frieden, aber noch immer unter engsten Platzverhältnissen. Wir haben hier zwar keine übereinanderliegenden Fächer gesehen wie bei Urnengräbern, aber die Gräber waren schon sehr eng nebeneinander und die Grabsteine grenzten Wand zu Wand an die danebenliegenden Wohnhäuser.
enger Friedhof
Japan kennt das „verdichtete wohnen“ nicht nur vor, sondern auch nach dem Tod. |
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Mehr dazu im Reisebericht Japan: Unerwartetes an allen Ecken und Enden

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