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Eine Reisereportage von Brigitte & Heinz

Inhalt

 
1. Ankunft in Tokyo, erste Eindrücke
 
2. Takayama: Kleinstadt in den Bergen; Teil 1
 
3. Takayama: Kleinstadt in den Bergen; Teil 2
 
4. Kyoto: Einführung & modernes Leben
 
5. Kyoto: nicht nur Pflanzen sind Bonsai
 
6. Kyoto: das Leben in der (Alt)stadt
 
7. Kyoto: Tempel und Schreine
 
8. Kyoto: der Mythos der Geishas
 
9. Essen in Japan
 
10. Japan: Platz ist der grösste Luxus
 
11. Tokyo: Bahnhofsviertel & Asakusa
 
12. Tokyo: Shinjuku & Odaiba
 
13. Tokyo: Akihabara & Ginza
 
14. Tokyo: Ueno
 
15. Tokyo: Shibuya
 
16. Tokyo: Harajuku
 
17. Schlussgedanken

  17. Schlussgedanken  

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Irgendwie fühlt sich Japan wie ein westliches Land an, vor allem in Betracht auf Technologie, Effizienz und Sauberkeit. Dazu hat man nie das Gefühl, dass es hier Korruption gibt. Kriminalität ist ebenfalls kaum ein Problem und alle Leute scheinen einander zu trauen.

Auf der anderen Seite ist es aber auch sehr offensichtlich, dass die Japaner nicht gelernt haben die Dinge um sie herum zu kritisieren oder in Frage zu stellen. Sogar die Medien, die in Theorie von der garantierten Pressefreiheit profitieren könnten, sind irgendwie in dieses System integriert und üben eine Art Selbstzensur aus. In den beiden englisch-sprachigen Zeitungen die in unserer Herberge in Tokyo auflagen, erfuhr man zwar recht viel übers Weltgeschehen, aber über Japan selbst wurde wirklich fast gar nichts berichtet!

Wenn es ein heisses Inlandthema gibt, erwähnen es diese Zeitungen lieber überhaupt nicht, als dass sie kritisch darüber berichteten.

Japaner haben nie gelernt, Fragen zu stellen und zu kritisieren und es gilt als höchst unanständig und dekadent. Weil sie dies so vehement vermeiden, ist es wohl natürlich, dass sie viel länger an alten Einstellungen, Traditionen und Gewohnheiten festhalten, als westliche Gesellschaften, die darauf getrimmt werden, sowohl ihre Vergangenheit, als auch ihre Zukunft dauernd in Frage zu stellen.

Im Westen wäre es sicher besser, wenn die einzelnen Individuen etwas weniger egoistisch wären und sich mehr für die Gesellschaft einsetzen würden. Das japanische Beispiel zeigt aber auch die Konsequenz auf, die sich ergeben, wenn der Druck der Gesellschaft alle „zwingt“ mit der Herde zu blöken.
Jährlich nehmen sich über 30'000 Menschen das Leben, weil sie diesem Druck nicht mehr standhalten können. Darunter ein Drittel leitende Angestellte und Firmeninhaber die glauben am Job versagt zu haben oder für ein Problem keine Lösung sehen. Dazu kommen jährlich schätzungsweise noch mindestens 10'000 Menschen die sich im wahrsten Sinne des Wortes „zu Tode arbeiten“ – das japanische Wort dafür ist Karoshi.


  Für uns war der Besuch Japans…  

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Für uns war der Besuch Japans eine einzigartige Erfahrung! Die Sehenswürdigkeiten waren schon sehr faszinierend, aber das japanische Leben zu beobachten war der eigentliche Höhepunkt.

Es war viel einfacher mit den Leuten zu kommunizieren, als wir erwartet hatten. Da sie ja alles perfekt machen wollen, antworteten die meisten auf unsere Frage, ob sie Englisch sprechen mit „nein“. Wenn wir diese Antwort ignorierten und einfach weiter redeten, konnten uns die meisten trotzdem helfen. Wir trafen auch einige Japaner die gut Deutsch oder Französisch sprachen und am Fernsehen gab es sogar Spanisch Lektionen. Wenn jemand erst einmal unsere Frage verstanden hatte, fühlte er sich für uns verantwortlich. Wenn man uns (wie zweimal passiert) versehentlich eine falsche Antwort gegeben hatte, folgte uns diese Person dann sicher auf die Strasse oder in den Zug, um uns die Antwort zu korrigieren die sie offensichtlich in der Zwischenzeit noch woanders nachgefragt hatte.

Japan ist ein sehr einfaches und komfortables Land zum bereisen. Zudem ist Japan bei weitem nicht so teuer wie sein Ruf. Einiges war sogar billiger zu haben als z.B. in Singapur. Da Platz rar ist, ist die Unterkunft wohl etwas vom teureren einer jeden Japanreise. Im Schnitt zahlten wir 6’800 Yen (€ 46.40) für ein (kleines) Doppelzimmer in einem preiswerten Ryokan oder Backpackers und wir hätten es noch preiswerter haben können, wenn wir viel länger im Voraus reserviert hätten. Das Essen ist wie vorgängig beschrieben sehr gut und preiswert, ein echter Höhepunkt.

Wir können Japan wirklich jedem wärmstens empfehlen. Es ist eines der interessantesten Länder, die wir je gesehen haben.


  Blauäugig in Tokio  

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Blauäugig in Tokio von Niall Murtagh ist in unseren Augen ein empfehlenswertes Taschenbuch für alle welche Japan bereisen möchten, schon dort waren oder sich einfach so für dieses faszinierende Land interessieren.


  ein paar wenige Wörter Japanisch…  

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Wer vor dem Japanbesuch ein paar wenige Wörter Japanisch lernt, liegt sicher nicht falsch:

  • Hallo: konnichi wa
  • Danke: arigato
  • Auf Wiedersehen: sayonara

Gute Reise!


  Noch ein paar Japan Fotos…  

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Zum Schluss noch ein paar unkommentierte Japan Fotos:


  Ruderbootfahrt in „Freizeitkleidung“  

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  Frauen in Kimono  

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  Geisha im Gion Distrikt  

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Weitere Bilder in der Galerie Fotoalbum Japan, Fotos einer eindrücklichen Reise  35
Für alle die einfach ein paar Japan Fotos aus Tokyo, Takayama und Kyoto anschauen möchten, aber keine Lust haben, einen Reisebericht zu lesen!




Mehr dazu im Reisebericht Japan: Unerwartetes an allen Ecken und Enden



 

© Brigitte & Heinz aus der Zentralschweiz, 5 Einträge im Gästebuch von Brigitte & Heinz






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