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13. Tokyo: Akihabara & Ginza
Akihabara ist Tokyos Elektronikmeile, Ginza die noble Einkaufsstrasse.
Schlange stehen für Schuhputzerin
Selbst wenn wir als Aussenseiter glauben, dass alles perfekt erscheint, die Japaner wissen, wenn dem nicht so ist! Wir sahen Geschäftsmänner deren schwarze Schuhe so stark glänzten, dass es uns schon fast blendete. Irgendwas muss mit denen aber nicht gestimmt haben, denn sie standen geduldig Schlange um sich diese von einer Schuhputzerin auf noch mehr Hochglanz bringen zu lassen! |
Hightech Strasse
Akihabara (jap. 秋葉原) ist in erster Linie die Elektronikmeile der japanischen Hauptstadt Tokyo. Die Hauptstraße ist hier gesäumt von teilweise über 10-stöckigen Gebäuden, welche ausschliesslich Elektronik und Elektro Artikel verkaufen. Ein Media Markt, so wie wir ihn von Europa her kennen ist schon fast nur ein „Quartierladen“ im Vergleich zu den Geschäften in Akihabara. Wir verbrachten fast einen ganzen Tag in so einem Geschäft, wo die obersten Stockwerke oft für Restaurants reserviert sind, dass man sich zwischendurch auch stärken kann. Wir haben hier vieles gesehen, was wir in dieser Form nicht kannten. Schade dass die Artikel nicht billiger sind. |
Baustellenschild: man verbeugt sich
Wenn sich Japaner voneinander verabschieden, verbeugen sie sich immer so tief vor einander, dass wir uns manchmal wunderten, ob sie wohl nie die Köpfe zusammen stossen.
Sogar auf Baustellenschildern wie diesem hier, wo man sich für die Unannehmlichkeiten während der Bauarbeiten entschuldigt, ist ein kleines Männchen mit Helm abgebildet, welches sich verbeugt. Der höchste Respekt d.h. die tiefste Verbeugung zollt man denjenigen, die einen höheren Rang belegen, so z.B. dem Boss.
Wenn ein Kunde ein Restaurant oder Geschäft betritt, ruft die ganze Belegschaft zur Begrüssung laut willkommen: „Irasshaimaseee!“ und alle Angestellten verbeugen sich, wenn der Kunde dem Ausgang zusteuert, auch dann, wenn er nur für 50 Cents eingekauft hat. Welch ein Gefühl…
Nachdem ein Angestellter die Regale im Laden etwas nachgefüllt hat, wird er sich vor dem Verlassen des Raumes drehen und sich der Kundschaft entgegen verbeugen bevor er raus geht.
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sexy Manga Comics
In der japanischen Gesellschaft mit ihren vielen Tabus braucht es nicht einmal echte Pornographie um zu stimulieren. Japaner sind grosse Fans von Comics und wenn ihre beliebten Manga Figuren in erotischen Stellungen gezeichnet sind, scheinen sie perfekt dazu geeignet zu sein, die Leute anzumachen. Der Verkauf von erotischen Manga Comic Heften ist „big business“ und reihenweise Geschäfte können davon leben. |
high tech WC
Hier müssen wir nun über die Ausstattung der japanischen Toiletten schwärmen! Sicher 80% aller öffentlichen Toiletten, welche übrigens überall ausgesprochen sauber sind, haben geheizte Klobrillen. Oft ist auch ein Closomat oder anderer Schnick-Schnack eingebaut, welcher mittels Fernbedienung aktiviert werden kann. Da es die sehr diskreten Japaner in Verlegenheit bringen würde, wenn ihr Klo-Kabinen Nachbar ihre Töne von furzen, pissen oder was auch immer, mitanhören müsste, konnte man ab und zu eine „Musik“ aktivieren, welche lautes Wasserspülen imitiert, falls dieser Ton nicht automatisch startet.
Viele Toilettenkabinen haben einen kleinen Baby-Sitz in die Ecke montiert. Heinz sah, dass auf Herrentoiletten immer mindestens ein Pissoir behindertengerecht d.h. mit Haltebügeln und in einem Fall mit speziellen Fussmarkierungen für Blinde eingerichtet ist. Brigitte rapportiert aus der Damentoilette, dass es für die kleinen Knaben auch da ein Mini-Pissoir gibt. In seltenen Fällen findet man sogar spezielle Frisier-Zimmer mit schönen hohen Spiegeln. |
Geschäftsstrasse im Neonlicht
Ginza (jap. 銀座) ist ein als nobles Hauptgeschäfts- und Vergnügungsviertel bekannter Stadtteil Tokyos. Hier gibt es eine Vielzahl von Restaurants, Theatern, Kaufhäusern, Ausstellungsräumen, Kunstgalerien, Nachtclubs und Hotels. Zahlreiche hochkarätige internationale Modemarken haben hier ihre Filialen.
Im heutigen Japan ist der Name "Ginza" ein Ausdruck für "Einkaufsstraße" geworden, so gibt es nun in ganz Japan Ginzas.
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Gedränge nachts in der U Bahn
Hauptverkehrszeit in Japan ist früh morgens und dann erst wieder am späten Abend. Ihren Höhepunkt erreicht sie kurz vor Mitternacht, wenn diejenigen Salaryman*, welche nicht im Büro schlafen wollen, nach Hause fahren, da die U-Bahn um 00:30 Uhr ihren Betrieb einstellt. Offiziell hat Japan zwar die 40 Stunden Woche, aber der Druck der Gesellschaft und der Gruppe zwingt die meisten täglich Überstunden zu leisten, meist unbezahlt und auch am Wochenende.
Dass Arbeitskollegen nach Arbeitsschluss, wann auch immer dies sein mag, gemeinsam zum Essen und „Saufen“ gehen, ist üblich und wird von jedem erwartet. Wir hörten von ein paar Büroangestellten die sich selbst glücklich schätzten, da sie nur etwa zwei Mal pro Woche um Mitternacht heim kommen. An andern Abenden hingegen können sie bereits so um 21:00 Uhr heimgehen.
Man erzählte uns aber auch, dass Familienväter regelmässig erst morgens um 01:00 Uhr nach Hause kommen und um 04:30 Uhr wieder aufstehen um mit der ersten U-Bahn zum Betrieb zurückzufahren.
So gut gehe es aber nicht täglich. Manchmal, wenn es nicht mehr auf den letzten Zug reiche „schlafen“ sie und ihre Arbeitskollegen unter dem Bürotisch oder im Firmeneigenen Schlafsaal. Morgens um 5 gehen sie dann mit der ersten U-Bahn kurz nach Hause, aber nur um zu duschen und die Kleider zu wechseln um dann schnell ins Büro zurückzukehren. Wir hörten von Leuten die regelmässig für 3-4 Monate keinen einzigen freien Tag nehmen; also auch jedes Wochenende voll durcharbeiten.
Wann immer wir eine U-Bahn bestiegen, war sie vor allem mit Arbeitnehmern im schwarzen Anzug belegt. Fast alle schlossen ihre Augen und viele schliefen auch tagsüber sehr schnell ein; sogar dann, wenn sie stehen mussten und sich am Handgriff an der Decke festhielten. Damit auch alle schön schlafen können, darf in der U-Bahn nicht telefoniert werden.
Viele japanische Firmen stellen ihre Mitarbeiter nach wie vor „lebenslänglich“ ein. Zudem ist der Betrieb auch dafür verantwortlich, dass die Mitarbeiter eine Wohnung (oder ein Wohnheim für unverheiratete Salarymen*) finden, sich gesund ernähren, sicher zur Arbeit kommen, regelmässig zur Vorsorgeuntersuchung beim Arzt gehen, eine(n) Ehepartner(in) finden und vieles mehr.
* „Salaryman“ steht für Gehaltsempfänger oder Angestellten. Üblicherweise wird damit die spezifisch japanische Form eines Arbeitnehmers im Büro assoziiert. |
Neon wohin das Auge reicht…
Der Stadtbezirk Ikebukuro ist an der Endstation der Tokyoter U-Bahn. Direkt vom Bahnhof zugänglich sind die beiden riesigen etwa 15 stöckigen Warenhäuser Seibu und Töbu. Die oberen Stockwerke sind mit Restaurants und die unteren mit faszinierenden Food-Shows belegt.
Ansonsten gibt es auch hier Geschäfts-, Unterhaltungs- und Vergnügungsviertel. |
Mehr dazu im Reisebericht Japan: Unerwartetes an allen Ecken und Enden

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