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Insgesamt verbrachten wir drei Wochen in den faszinierenden Metropolen Tokyo und Kyoto, sowie in Takayama in den Bergen. Die historischen Stätten sind sicherlich absolut sehenswert, die eigentliche Hauptattraktion unserer Japanreise im Frühling 2007 war aber das Leben der Menschen und viel alltägliches, das sich vom Leben im Westen stark unterscheidet.
Obwohl wir Asien sonst gut kennen, bot uns Japan fast stündlich so unglaublich viel Neues.
Natürlich berichten wir auch über Tempel und Shrine, in erster Linie möchten wir euch mit diesem Reisebericht aber den „Japanese way of life“ näher bringen und Begriffe wie Geisha, Ryokan, Tatami, Pachinko, Sashimi oder Karoshi erklären und Du erfährst auch, wie man in Japan auf 6x6 Meter Grundfläche 30 Autos parkiert!
Übrigens, um es gleich vorwegzunehmen: Japan ist bei weitem nicht so teuer wie sein Ruf!
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1. Ankunft in Tokyo, erste Eindrücke
Wir haben auf dieser Seite bewusst nur ganz oberflächlich unsere ersten Eindrücke der faszinierenden Hauptstadt Tokyo festgehalten, in der wir zu Beginn und am Ende unserer Japan Reise insgesamt 11 Tage verbrachten.
Deshalb beschreiben wir die vielen Sehenswürdigkeiten, Besonderheiten und gesellschaftlichen Problemen dieser aussergewöhnlichen Millionenstadt erst am Schluss dieses Reiseberichtes, wo wir dann ein kompletteres Bild vermitteln können. Dort erfährt ihr viel unerwartetes, amüsantes aber auch nachdenkliches.
Zuerst beschreiben wir hier aber noch unsere Reise nach Takayama und Kyoto.
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Hinweis: U-Bahn-Pass am Flughafen Tokyo kaufenWer am Flughafen Narita ankommt, kann dort gleichzeitig mit der Eisenbahn-Fahrkarte nach Tokyo einen vergünstigten Zwei-Tages-Pass für die Metro erwerben. Er gilt zwar nicht für ganz alle Linien, aber mit kleinen Umwegen solltest du damit überall hinkommen. Im Stadtzentrum selbst kann man nur noch 1-Tages-Pässe erwerben, welche nicht ganz so günstig sind, sich aber gegenüber Einzeltickets meist auch lohnen!
Die Zwei-Tages-Pässe gelten ab dem Tag des ersten Gebrauchs bis Mitternacht des Folgetages. Wer also spät ankommt, kauft lieber zusätzlich eine Einzelfahrt und benutzt den Pass erst am nächsten Morgen. Sich im Metrosystem zurecht zu finden, fanden wir übrigens total einfach. In unserem Reisebericht steht noch etwas mehr dazu. volle Sardinenbüchse
Schon auf dem Weg vom Flughafen ins Zentrum von Tokyo fiel uns auf, dass viele Japaner im Zug und in der U-Bahn sogar im Stehen schlafen. |
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Hinweis: Unterkünfte in Japan unbedingt reservieren!In Japan gehört es sich nicht, ohne vorherige Reservation an der Rezeption einer Unterkunft (inkl. Jugendherbergen) zu erscheinen. Da dies in Japan niemand macht, kann sich das Personal so nicht auf die Ankunft vorbereiten und ist deshalb überfordert, bzw. verliert das Gesicht. Notfalls ist es sogar besser, von der Telefonzelle direkt vor dem Eingang anzurufen und zu reservieren, bevor man die Unterkunft betritt. unser 4.5 Tatami Zimmer im Aizuya Inn
Unser Zimmer im „Aizuya Inn“ in Tokyo bot uns auf nur 2.70x2.70m (4.5 Tatami) Grundfläche zwei Futon Matratzen, 1 Tischchen, Büchergestell, TV und Klimaanlage, also alles was der moderne Tourist zum Überleben braucht. Das neueröffnete Aizuya Inn war für uns wirklich ein Glücksfall, es war klein aber oho, und zum Einführungspreis von etwa € 30.- absolut nicht überteuert. Woanders hätten wir in Tokyo mehr für deutlich weniger bezahlt. Dafür waren wir aber etwa 10 Minuten zu Fuss von der nächsten U-Bahn Station entfernt. |
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schwarz ist Pflicht
Egal ob Kinder oder Erwachsene, ganz Tokyo (bzw. Japan) trägt schwarze und dunkelblaue Anzüge und Uniformen, 7 Tage in der Woche, wohl weil’s so schön ist…, oder vielleicht auch weil sich die Japaner in der Herde am wohlsten fühlen. |
Abendessen wie in einer Puppenstube
Nicht übel, unser erstes Abendessen in Japan. Eine grosse Auswahl kleiner Schälchen mit japanischen Spezialitäten und erst noch recht preisgünstig! |
Hinweis: Trickreiche Getränke Automaten in JapanEgal wo man sich in Japan befindet, ob in einem Park, am Bahnhof, an einer Sehenswürdigkeit oder zwischen Geschäften, es stehen immer reihenweise Getränke-Automaten zur Verfügung. Sie bieten eine grosse Auswahl zu einem günstigen Preis an (¥ 100-150 (€ 0.60 - 0.90)).
Für Neuankömmlinge können diese Automaten allerdings etwas trickreich sein! Einer stand auch in unserer Unterkunft in Tokyo und wir wählten einen erfrischenden Eistee. Die Dose welche der Apparat ausspukte, war allerdings siedend heiss und wir informierten sofort die Rezeption, dass hier wohl was nicht richtig funktioniere.
Der Besitzer schaute uns nur verschmitzt an und fragte: „habt ihr das Getränk von der roten oder blauen Sektion ausgewählt?“ Nun erst erfuhren wir, dass diese cleveren Automaten sogar in der Lage sind, sowohl heisse, als auch kalte Getränke auszuwerfen. Also: rot steht für heiss, blau für kalt.
Getränke Automaten
Während unserer drei Wochen in Japan waren wir jeden Tag kilometerweit zu Fuss unterwegs um Neues zu entdecken. Wenn wir wieder einmal durstig wurden, war es nie weit zum nächsten Getränke-Automaten |
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Hinweis: ShinkansenJapan hat ein dichtes Netz von Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnlinien. Der „Shinkansen Superexpress“, auch „bullet train“ genannt, ist ein sehr effizientes und komfortables, wenn auch nicht das billigste Verkehrsmittel. Die Waggons gleichen innen aber eher einer Flugzeugkabine und die schnellsten Züge schaffen z.B. die 530km zwischen Tokyo und Kyoto in nur 2 Std. 10 Min. inklusive drei Stopps. Diese Strecke kostet (2007) ¥ 13’500 (€ 80.-) und die Züge fahren etwa alle 15 Minuten.
Die Shinkansen Züge verkehren auf allen Hauptlinien quer durch die japanischen Hauptinseln und sind teilweise auch im „JAPAN RAIL PASS“ mit inbegriffen. Oft ist man mit dem Shinkansen schneller als mit dem Flugzeug. Gegenüber der herkömmlichen Bahn, erspart einem der Shinkansen oft auch komplizierte Umsteigeverbindungen, da im japanischen Fernverkehr fast nur noch Shinkansen Züge eingesetzt werden.
Shinkansen Super-Express
Inwändig sieht der Shinkansen Super-Express fast wie ein Flugzeug aus. Statt Flugbegleitern gibt es hier aber ausserordentlich höfliche Schaffner. Nachdem sie die Zug-Fahrkarten kontrolliert haben gehen sie nicht einfach weiter. Wie ein Schauspieler im Theater drehen sie sich vor dem Verlassen des Waggons noch einmal dem „Publikum“ zu und verbeugen sich – auch wenn hier niemand klatscht oder, ausser uns Ausländern, auch nur Notiz nimmt. Dies ist nur eine der vielen Besonderheiten, welche Japan so speziell machen. |
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Mehr dazu im Reisebericht Japan: Unerwartetes an allen Ecken und Enden

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