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Eine Reisereportage von Brigitte & Heinz

Inhalt

 
1. Ankunft in Island
 
2. Schlafsackunterkünfte in Island
 
3. Kalbende Gletscher und Eisberge
 
4. Skaftafell National Park
 
5. Leben mit aktiven Vulkanen
 
6. Wasser überall
 
7. Energie aus Erdwärme
 
8. Die Hauptstadt Reykjavik
 
9. Verblüffende Landmannalaugar
 
10. Golden Circle
 
11. Geysir Ausbrüche
 
12. Die Welt reisst auseinander
 
13. Snaefellsnes Peninsula
 
14. Westfjorde
 
15. Vatsnes Peninsula
 
16. Die Nordküste
 
17. Hotspot Krafla
 
18. Sehenswürdigkeiten um den See Myvatn
 
19. Jökulsárgljufur Nationalpark
 
20. Ost Fjorde da capo
 
21. Schlussgedanken


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Nun fuhren wir zurück nach Seyðisfjörður, wo wir unsere letzte Nacht in Island in der Jugendherberge am Fjord verbrachten. Es war vermutlich ein guter Zeitpunkt das Land zu verlassen, denn die Passtrasse von Egilsstaðir hierher musste tags zuvor bereits wegen Schnee und Eisglätte für ein paar Stunden gesperrt werden. Wir waren froh, dass wir bereits beim Hafen waren und genossen den sonnigen Tag und die Aussicht über die schneebedeckten Berge, welche den stahlblauen Fjord einrahmten.




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Am 25. September 2009 fuhren wir mit unserem Auto ein letztes Mal in den Bauch der grossen Fähre Norröna, die uns nun zurück nach Dänemark brachte. Nach einer ruhigen Überfahrt via Färöer Inseln, welche ebenfalls ein absolut lohnenswertes Reiseziel sind, kamen wir 64 Stunden später wieder zurück nach Jütland. Doch diesmal dockte die Autofähre in Esbjerg statt in Hanstholm.

Da wir wussten, dass dies der zweitletzte Boots-Trip dieser Saison war, erwarteten wir, dass die Fähre ziemlich leer sein würde. Weit gefehlt! Das Boot war fast voll! Mit geschicktem Marketing wurden sogenannte „Mini Kreuzfahrten“ verkauft, bei denen die Passagiere ihren eigenen Wagen mit an Bord nehmen konnten. So lächerlich wie dies (jedenfalls für uns) tönt, beinhaltet diese einwöchige Kreuzfahrt, welche in Dänemark startet, 6 Nächte auf See und eine siebte in Island an Bord. Um Land und Leute kennen zu lernen, hatten die Teilnehmer die einzigartige Möglichkeit, entweder an einer Bustour teilzunehmen oder mit dem eigenen Wagen an Land zu gehen. Auf den Färöer Inseln waren dafür 6 Stunden auf der Hin- und 4 Stunden auf der Rückfahrt reserviert, sowie 30 Stunden am Stück in Island.

Nun: 30 Stunden in Island? Wahrscheinlich könnten sie sich alle selbst einen Tritt in den A… geben, dass sie sich nicht mehr Zeit nahmen, wenn sie erst mal sehen wie schön es ist. Aber vielleicht hatten sie ja „Glück“ und das Wetter war so schlecht, dass sie gar nicht sahen, was sie verpassten. Wir hörten, dass die See auf der Anreise so rau war, dass das Büffet abgesagt werden musste. Was hat man denn von so einer „Mini-Kreuzfahrt“ ausser Verschwendung von Geld, Grips und Zeit?


Hinweis: Autofähre nach Island und zu den Färöer Inseln

Allen, welche mit dem eigenen Fahrzeug Island oder die Färöer Inseln bereisen möchten, bietet die Smyril Line (http://www.smyrilline.de/) mit der luxuriösen Autofähre Norröna die einzige fahrplanmässige Verbindung an. Das Boot bietet recht viel Luxus sowie Kabinen in verschiedenen Preislagen. Je nach Jahreszeit läuft das Boot in einem der beiden Dänischen Häfen Hanstholm oder Esbjerg aus.
Die Färöer werden das ganze Jahr angelaufen, Island offiziell nur im Sommerhalbjahr. Für Frachttransporte läuft die Fähre allerdings auch in den Wintermonaten regelmässig in Island ein aber vielleicht kann die Fracht ja auch begleitet werden! Während der Sommermonate ist das Risiko von schweren Stürmen während der Überfahrt recht klein, aber selbst wenn die See einmal rau ist, schaukelt die Norröna dank ihrer Stabilisatoren weniger als so manches Kreuzfahrtsschiff.

Die beeindruckende Autofähre Norröna wird von der Smyril Line, einer Färöischen Gesellschaft betrieben. Die dortige Regierung ist einer der Hauptaktionäre. Das 9 stöckige Boot, welches in Deutschland gebaut und 2003 in Betrieb genommen wurde, ist 165 Meter lang und 30 Meter breit. In seinem Bauch haben bis zu 800 Autos, oder viel Fracht Platz. An Bord befindet sich viel Luxus um die maximal 1‘482 Passagiere auf der 2–2½ tägigen Überfahrt zwischen Dänemark und Island bei Laune zu halten. Sogar ein Schwimmbad, eine Sauna, sowie ein Fitnessstudio stehen zur Verfügung. Eine Mannschaft aus 118 Seeleuten ist für den Betrieb des Bootes samt seiner drei Restaurants, mehreren Bars, sowie des unumgänglichen Zollfrei-Geschäfts verantwortlich. Entgegen unseren Befürchtungen hielten sich die Preise fürs Essen und die Getränke noch im Rahmen, sie entsprachen in etwa dem Preisniveau, welches auf den Färöer Inseln und in Dänemark üblich ist.

Eine Liege (Couchette) in einer Nische mit 6 (zweistöckigen) oder 9 (dreistöckigen) Kajütenbetten ist selbst im Preis der billigsten Fahrkarte enthalten. Diese sind zwar zweckmässig, aber sehr eng. Auf einer Fläche von etwa 2.2 x 3.2 Metern befinden sich entweder sechs oder neun Schlafplätze, sowie eine winzige Nische für das gesamte Gepäck. In der neuer-Schlafnische ist über dem obersten, der drei-stöckigen Kajüten-Betten nicht einmal ein halber Meter Luftraum – nichts für Menschen mit Platzangst! Natürlich gibt es auch schöne Kabinen, sofern man das notwendige Kleingeld dafür ausgeben möchte. Vor allem ausserhalb der Hauptsaison lohnt es sich, über den Mehrpreis nachzudenken (mach Dir ja keine Hoffnungen, dass das Boot dann halbleer sei).

  Enge Liegen in der Autofähre nach Island und zu den Färöern  

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Die Liegen (Couchettes) der Norröna sind zwar zweckmässig aber schon recht eng. Die hier abgebildete Sechser-Nische bietet ja noch „grosszügig“ viel Platz, aber in den Neuner-Schlafnischen ist über dem obersten, der drei-stöckigen Kajüten-Betten nicht einmal ein halber Meter Luftraum – Menschen mit Platzangst müssen wohl oder übel gegen Mehrpreis eine Kabine buchen!



  Portrait in Norröna Cafeteria  

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Das Essen an Bord der Norröna ist recht gut und gar nicht so teuer wie viele denken!


  21. Schlussgedanken  

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Wir hatten das Privileg insgesamt 5 Wochen auf Island zu verbringen während denen wir 5‘500 km mit unserem Wagen zurücklegten. Rückblickend würden wir niemandem empfehlen für weniger als 3 Wochen, besser noch 4, nach Island zu reisen! Wir sind noch nie in einem Land gewesen das so vielfältig ist wie Island. Oft änderte sich das Landschaftsbild alle paar Kilometer vollkommen und war aufs Neue spektakulär. Wo sonst in der Welt kann man all dies so nah zueinander sehen? grossartige Küstenlandschaften, grüne Vegetation, kalbende Gletscher, Eiskappen, Eisberge, Lavawüsten, aktive Vulkane, dampfende Geothermal-Gebiete usw. was immer der Islandbesucher sucht, wird er hier finden. Island bietet Natur in ihrer ursprünglichsten Form und sogar mit einem zwei Rad angetriebenen Fahrzeug gibt es mehr zu entdecken als die Zeit erlaubt. Zudem ist die Insel nur dünn besiedelt, bietet aber eine hervorragende Infrastruktur, welche die raue Natur den Besuchern zugänglich macht.

Man hat es wohl schon längstens gemerkt; wir sind von Island total begeistert - es ist einfach super und absolut phantastisch!



Mehr dazu im Reisebericht Faszination Nord-Atlantik: eine packende Reise durch die Färöer Inseln, Island und Grönland



 

© Brigitte & Heinz aus der Zentralschweiz, 5 Einträge im Gästebuch von Brigitte & Heinz






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